____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b
ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ
Autismus
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
Autismus (von altgriechisch Îąá˝ĎĎĎ autĂłs âselbstâ) ist eine angeborene neuronale EntwicklungsstĂśrung. Erste Symptome zeigen sich bereits in frĂźhester Kindheit, insbesondere in folgenden Bereichen:
⢠Schwierigkeiten bei der sozialen Interaktion (z. B. Verständnis und Aufbau von Beziehungen);
⢠Auffälligkeiten bei der sprachlichen und nonverbalen Kommunikation (z. B. Blickkontakt und KÜrpersprache);
⢠eingeschränkte Interessen mit sich wiederholenden, stereotypen Verhaltensweisen;
⢠Ăber- oder Unterempfindlichkeit auf äuĂere und innere Sinnesreize.
Betroffene werden als Autisten, autistisch oder vom/im/auf dem (Autismus-)Spektrum bezeichnet. Die Gegenbegriffe fßr nicht-autistische Menschen sind neurotypisch oder allistisch. Die Bezeichnung von Nicht-Autisten als normal gilt jedoch mittlerweile als diskriminierend gegenßber Autisten, da die Pathologisierung von Autismus als Krankheit oder psychische StÜrung infolge der Neurodiversitätsbewegung zunehmend abgelehnt wird. Stattdessen wird die Einordnung als Normvariante befßrwortet.cite-ref-1[1] Dennoch stellt Autismus in der Regel eine Behinderung dar.cite-ref-2[2]
Die Ausprägung der Symptomatik ist bei jedem Autisten individuell verschieden und wandelt sich mit dem Alter. Autismus kann mit StĂśrungen der Sprachentwicklung und/oder einer geistigen Behinderung einhergehen, muss aber nicht. Je nach Erscheinungsbild des Autismus und mĂśglicher Begleiterkrankungen kĂśnnen manche Autisten ein weitgehend selbstständiges Leben fĂźhren, während andere lebenslang auf Hilfe und UnterstĂźtzung angewiesen sind. Autismus ist zum grĂśĂten Teil genetisch bedingt, eine allgemein anerkannte Erklärung der spezifischen Ursachen gibt es bislang jedoch nicht.cite-ref-38-3-0[3]
Im deutschsprachigen Raum werden nach dem derzeit noch gĂźltigen Klassifikationssystem ICD-10-GM drei Formen von Autismus unter dem Oberbegriff der Tiefgreifenden EntwicklungsstĂśrungen unterschieden: frĂźhkindlicher und atypischer Autismus sowie das Asperger-Syndrom.cite-ref-f84-4-0[4] Aus wissenschaftlicher Sicht gilt diese Unterteilung jedoch als Ăźberholt. Im 2013 verĂśffentlichten DSM-5 und der seit 2022 international gĂźltigen ICD-11 werden die bisherigen Subtypen stattdessen als Autismus-Spektrum-StĂśrung (ASS) zusammengefasst.cite-ref-dsm-5-tr-5-0[5]cite-ref-10-6-0[6] Grund hierfĂźr ist die Erkenntnis, dass eine klare Abgrenzung der drei Formen selten mĂśglich und stattdessen von einem flieĂenden Ăbergang mit individuell verschiedenen Symptomausprägungen auszugehen ist, also einem Spektrum.cite-ref-19-7-0[7]cite-ref-pmid24329180-8-0[8] Der Ăbergang von der ICD-10 zur ICD-11 soll ab 2022 mindestens fĂźnf Jahre in Anspruch nehmen.cite-ref-9[9]
Contents
⢠Symptome
⢠Overload
⢠Shutdown
⢠Meltdown
⢠Subtypen
⢠Asperger-Syndrom
⢠Diagnostik
⢠Nach ICD-10
⢠Nach DSM-5
⢠Nach ICD-11
⢠Häufigkeit
⢠Therapie
⢠Elterntraining
⢠Ursachen
⢠Barrierefreiheit
⢠Geschichte
⢠Zum Begriff
⢠Journalismus
⢠Romane
⢠Dokumentarfilme
⢠Spielfilme
⢠Fernsehserien
⢠HÜrfunk
⢠Literatur
⢠Fachliteratur
⢠Leitlinien
⢠Historisch
⢠Genetik
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Symptome
Die Kernsymptome von Autismus sind anhaltende Schwierigkeiten bei der sozialen Interaktion und Kommunikation sowie beschränkte, repetitive Verhaltensweisen, Interessen und Aktivitäten, die fĂźr AuĂenstehende dem Alter unangemessen oder generell ungewĂśhnlich erscheinen.cite-ref-dsm-5-tr-5-1[5]cite-ref-10-6-1[6] Diese Symptomatik besteht seit frĂźhester Kindheit und fällt typischerweise im Kleinkindalter auf, in vielen Fällen jedoch auch erst im weiteren Lebensverlauf, wenn sie zu Schwierigkeiten oder Beeinträchtigungen fĂźhrt.cite-ref-dsm-5-tr-5-2[5]cite-ref-10-6-2[6]cite-ref-192-10-0[10]
Autismus kann mit einem vĂślligen Fehlen von Lautsprache, einer verzĂśgerten Sprachentwicklung, Schwierigkeiten beim Sprachverständnis oder einer auffälligen Sprechweise und Verwendung von Sprache einhergehen.cite-ref-dsm-5-tr-5-3[5]cite-ref-05-11-0[11] Da Spracherwerb eng mit sozialer Interaktion verknĂźpft ist, verläuft er bei autistischen Kindern häufig von Beginn an auffällig. Ăber zwei Drittel von ihnen entwickeln im Laufe des Lebens zumindest eine grundlegende Lautsprache.cite-ref-05-11-1[11]cite-ref-31-12-0[12] Autismus tritt oft zusammen mit einer StĂśrung der Intelligenzentwicklung auf. Bei einem groĂen Teil autistischer Menschen liegt die Intelligenz jedoch im Normalbereich und kann bis hin zur Hochbegabung reichen. Typisch fĂźr Autismus ist â unabhängig vom Intelligenzniveau â ein unausgeglichenes Intelligenzprofil.cite-ref-dsm-5-tr-5-4[5]cite-ref-29-13-0[13] Charakteristisch sind zudem eine Ăber- oder Unterempfindlichkeit gegenĂźber bestimmten Sinnesreizen.cite-ref-dsm-5-tr-5-5[5] Zudem kann Autismus mit einer Reihe weiterer Auffälligkeiten einhergehen, z. B. StĂśrungen der Exekutivfunktionencite-ref-14[14] oder muskulärer Hypotonie.cite-ref-15[15]
Autismus tritt in vielfältigen, individuellen Ausprägungen auf. Nicht jedes mÜgliche Symptom tritt bei jedem autistischen Menschen in gleicher Ausprägung oder ßberhaupt auf.cite-ref-dsm-5-tr-5-6[5]cite-ref-10-6-3[6]cite-ref-192-10-1[10] Das Erscheinungsbild ist nicht als lineares Kontinuum von schwachen bis starken Ausprägungen zu begreifen.cite-ref-192-10-2[10] So kÜnnen Autisten in einigen Bereichen erhebliche Unterstßtzung benÜtigen, auch bei Aufgaben, die als einfach gelten, während sie in anderen Bereichen ßberdurchschnittliche Stärken zeigen.cite-ref-29-13-1[13]cite-ref-16[16]cite-ref-17[17] Abhängig beispielsweise von Sprachfähigkeit und Intelligenz kÜnnen Defizite verdeckt oder ausgeglichen werden.cite-ref-dsm-5-tr-5-7[5]cite-ref-10-6-4[6]cite-ref-192-10-3[10]
Das StĂśrungsbild bleibt ein Leben lang bestehen, jedoch variieren Ausprägung und Erscheinungsbild individuell mit Alter und Entwicklungsstand. Erste, noch unspezifische Anzeichen fĂźr Autismus lassen sich oft bereits im Säuglingsalter feststellen, z. B. eine ĂźbermäĂig starke Empfindlichkeit gegenĂźber bestimmten Reizen oder ungewĂśhnliche Bewegungsmuster.cite-ref-33-18-0[18] Deutlichere Auffälligkeiten zeigen sich in der Regel im Kleinkindalter.cite-ref-dsm-5-tr-5-8[5]cite-ref-19[19] Ein Teil autistischer Kinder verliert im zweiten Lebensjahr zuvor erworbene sprachliche, soziale oder andere Fähigkeiten.cite-ref-dsm-5-tr-5-9[5]cite-ref-192-10-4[10]cite-ref-20[20] Insbesondere bei autistischen Kindern ohne umfassende EntwicklungsverzĂśgerungen fallen Symptome erst auf, wenn sie zu Schwierigkeiten im alltäglichen Leben fĂźhren, z. B. mit Eintritt in den Kindergarten oder die Grundschule. Teilweise fällt Autismus auch erst in der Pubertät oder im Erwachsenenalter auf.cite-ref-dsm-5-tr-5-10[5]cite-ref-10-6-5[6]
Es werden Unterschiede in der Symptomatik in Bezug auf das Geschlecht vermutet.cite-ref-dsm-5-tr-5-11[5]cite-ref-10-6-6[6]cite-ref-192-10-5[10] Im Vergleich zu männlichen Altersgenossen kann weiblichen autistischen Kindern â trotz ähnlicher Schwierigkeiten â wechselseitiger Austausch, die Verbindung von verbaler und nonverbaler Kommunikation sowie Verhaltensanpassung an soziale Situationen besser gelingen.cite-ref-dsm-5-tr-5-12[5]
Auffälligkeiten in der wechselseitigen sozialen Kommunikation und Interaktion
Die Fähigkeit, mit anderen Personen in Interaktion zu treten oder Gedanken und Gefßhle mitzuteilen, ist bei Autismus beeinträchtigt.cite-ref-dsm-5-tr-5-13[5]
Bei kleinen Kindern zeigt sich dies beispielsweise häufig dadurch, dass sie keine oder kaum soziale Interaktion initiieren und auch das Verhalten anderer Personen selten imitieren. Vorhandene Lautsprache wird oft einseitig eingesetzt und nicht zum gegenseitigen Austausch. Im Bereich der nonverbalen Kommunikation fallen autistische Kinder oft schon frßh dadurch auf, dass sie nicht auf Gegenstände zeigen oder diese anderen Personen bringen, um ihr Interesse an ihnen zu signalisieren und zu teilen. Umgekehrt kann auffällig sein, dass autistische Kleinkinder Zeigegesten oder Blicken anderer Personen nicht folgen.cite-ref-dsm-5-tr-5-14[5]cite-ref-33-18-1[18]
Allgemein sind fehlender oder ungewĂśhnlicher Einsatz von Blickkontakt, Gesten, Mimik, KĂśrpersprache oder Intonation typisch fĂźr Autismus. Auch wenn beispielsweise einige Gesten erlernt wurden, bleibt das Repertoire hinter einem alterstypischen Umfang zurĂźck und sie werden nicht spontan zur Kommunikation eingesetzt. Bei voll ausgebildeter Lautsprache ist oft eine fehlende Koordination zwischen verbalen und nonverbalen Elementen zu beobachten. So kann beispielsweise die KĂśrpersprache auf andere Personen hĂślzern oder Ăźbertrieben wirken.cite-ref-dsm-5-tr-5-15[5]cite-ref-0-21-0[21]
Im Bereich der sozialen Interaktion kann fehlendes, reduziertes oder ungewÜhnliches Interesse an sozialen Kontakten bestehen. Dies kann etwa durch Ablehnung anderer, passives Verhalten in sozialen Situationen oder durch unangemessene, aggressiv oder unhÜflich wirkende Kontaktaufnahme sichtbar werden. Diese Schwierigkeiten sind besonders bei autistischen Kindern auffällig, welche häufig kein alterstypisches Interesse an gemeinsamen Spielen oder Fantasie- und Rollenspielen zeigen oder auf Spielen nach strikten Regeln bestehen.cite-ref-dsm-5-tr-5-16[5]
Ăltere Kinder, Jugendliche und Erwachsene kĂśnnen Schwierigkeiten haben, das fĂźr eine soziale Situation kulturell angemessene Verhalten zu identifizieren oder zwischen unterschiedlicher Verwendung von Sprache zu unterscheiden, also etwa Ironie oder soziale LĂźgen zu erkennen. Eine Präferenz fĂźr alleine verfolgte Beschäftigungen oder die Interaktion mit deutlich jĂźngeren oder älteren Personen ist typisch. Häufig besteht ein Interesse an Freundschaften, ohne genau zu verstehen, was eine solche beinhaltet, also beispielsweise nicht allein auf einem geteilten Spezialinteresse aufbauen kann.cite-ref-dsm-5-tr-5-17[5]
Ăltere autistische Kinder und Erwachsene ohne kognitive Einschränkungen und verzĂśgerte Sprachentwicklung haben oft Schwierigkeiten, sich in komplexen Situationen sozial angemessen zu verhalten oder auf nonverbale Kommunikation zu reagieren. Sie entwickeln häufig Kompensationsstrategien, so dass diese Schwierigkeiten vor allem in ungewohnten Situationen auffallen. Von dieser Gruppe wird soziale Interaktion oft als sehr anstrengend empfunden, da sie im Gegensatz zu nicht-autistischen Menschen, denen dies intuitiv gelingt, das Verhalten anderer aktiv beobachten und die eigene Reaktion bewusst steuern mĂźssen. Mädchen und Frauen gelingt dieses sogenannte Camouflaging bzw. Masking häufig besser.cite-ref-dsm-5-tr-5-18[5]
Beschränkte, repetitive Verhaltensweisen, Interessen und Aktivitäten
Typisch fßr Autismus sind repetitive Bewegungen wie Schaukeln mit dem OberkÜrper, Flattern mit den Händen oder Fingerschnipsen, die fachsprachlich als Stereotypien bezeichnet werden. Auch die auf Wiederholung ausgerichtete Verwendung von Gegenständen, bei Kindern etwa das Aufreihen von Spielzeug oder die Beschäftigung mit kreiselnden Mßnzen, sind häufig zu beobachten. Im Bereich der Sprache sind Echolalie (das Wiederholen von Worten und Lauten) oder stereotype Verwendung von Worten, Phrasen und Prosodie typisch. Bei autistischen Kleinkindern lässt sich häufig eine ungewÜhnlich intensive, wiederholte Beschäftigung mit einzelnen Gegenständen beobachten.cite-ref-dsm-5-tr-5-19[5]
Viele autistische Menschen ohne kognitive oder sprachliche Einschränkungen lernen, dieses Ăźbergreifend als Stimming bezeichnete Verhalten in der Ăffentlichkeit zu unterdrĂźcken (Masking). Stimming wird von dieser Gruppe als angenehm und beruhigend beschrieben und kann zur Emotionsregulation und dem Abbau von Ăngsten dienen.cite-ref-dsm-5-tr-5-20[5]cite-ref-132-22-0[22]
Repetitive Verhaltensweisen kĂśnnen mit einer erhĂśhten oder reduzierten Empfindlichkeit fĂźr Reize in Verbindung stehen. Dies kann sich beispielsweise in Form von auĂergewĂśhnlich starken Reaktionen auf bestimmte Geräusche oder Texturen, dem Riechen und BerĂźhren von Gegenständen oder einer Faszination fĂźr Lichter oder rotierende Objekte äuĂern. Auch eine Unempfindlichkeit fĂźr Schmerz, Hitze oder Kälte wird manchmal beobachtet. Typisch sind starke Reaktionen auf den Geschmack, Geruch, Textur oder Erscheinung von Essen oder ritualisiertes Verhalten in Bezug auf diese Reize. Eine stark begrenzte Diät ist ebenfalls häufig anzutreffen, bis hin zu einer vermeidend-restriktiven ErnährungsstĂśrung.cite-ref-dsm-5-tr-5-21[5]cite-ref-10-6-7[6]
Weiterhin typisch fĂźr Autismus ist ein starkes Festhalten an Routinen, das sich durch Bestehen auf strikte Befolgung von Regeln, starr wirkendes Denken oder Stress auch bei kleinen Abweichungen (wie einem veränderten Weg zur Schule oder Arbeit) äuĂern kann.cite-ref-dsm-5-tr-5-22[5] Dieses Verhalten wird oft als âWiderstand gegen Veränderungenâ oder âBeharren auf Gleichartigkeitâ beschrieben.cite-ref-123-23-0[23]cite-ref-03-24-0[24]
Viele autistische Kinder, Jugendliche und Erwachsene widmen sich mit groĂer Intensität Spezialinteressen, die von AuĂenstehenden häufig als ungewĂśhnlich oder nicht altersgemäà wahrgenommen werden. Die Beschäftigung mit diesen Interessen ist in der Regel mit Freude verbunden. Ihr Verfolgen bietet MĂśglichkeiten, Fähigkeiten zu entwickeln, und sie kĂśnnen schulische und berufliche MĂśglichkeiten erĂśffnen.cite-ref-dsm-5-tr-5-23[5]cite-ref-25[25] Besonders bei Mädchen und Frauen kĂśnnen diese Interessen in ihrer Art auch als alterstypisch wahrgenommen werden (etwa Beschäftigung mit einer prominenten Person oder einer bestimmten Tierart), werden jedoch auĂergewĂśhnlich intensiv verfolgt.cite-ref-dsm-5-tr-5-24[5]cite-ref-27[26.1]
Ăberlastungsreaktionen bei Autismus
Unter Ăberlastungsreaktionen bei Autismus werden Phänomene verstanden, die als Reaktion auf sensorische, kognitive oder soziale Ăberforderung auftreten und nicht zu den diagnostischen Kernkriterien zählen. Diese Ăberlastungsreaktionen werden oft mit den Begriffen Overload, Shutdown und Meltdown bezeichnet. In der Forschung sind klare Definitionen noch in Entwicklung, doch Erfahrungsberichte und qualitative Studien liefern Einblicke in deren Charakteristik und Dynamik.cite-ref-28[27]
Typischerweise geht ein Overload (Ăberreizung) einem Shutdown oder Meltdown voraus, wenn keine ausreichenden GegenmaĂnahmen getroffen werden.cite-ref-lewis-29-0[28]
Overload
Overload bezeichnet Zustände ausgeprägter sensorischer oder kognitiver Ăberforderung, in denen eingehende Reize die Verarbeitungs- und Regulationskapazitäten Ăźbersteigen (z. B. Lärm, grelles Licht, dichte soziale Interaktion). In qualitativen Arbeiten wird Ăberforderung als AuslĂśserkaskade beschrieben, aus der, wenn sie nicht ausreichend reguliert wird, Shutdowns oder Meltdowns hervorgehen kĂśnnen.cite-ref-lewis-29-1[28]
Shutdown
Shutdowns sind akute, meist nach auĂen stille Ăberlastungsreaktionen mit stark reduzierter sprachlicher, emotionaler oder motorischer Ausdrucksfähigkeit (z. B. RĂźckzug, Mutismus, Erstarren). Eine jĂźngere qualitative Studie analysiert Beschreibungen autistischer Erwachsener zu Shutdowns (z. B. âeingefrorenâ, âComputerabsturzâ, ânach innen gehenâ) und charakterisiert sie als unwillentliche Schutzreaktionen bei Ăberforderung.cite-ref-30[29]
Meltdown
Meltdowns sind deutlich sichtbare Dysregulationsereignisse als Reaktion auf Ăźberwältigende sensorische, informationelle, soziale oder emotionale Belastung. In einer qualitativen Studie mit autistischen Erwachsenen beschreiben die meisten Betroffenen Meltdowns als Zustände der Ăberwältigung mit starken Emotionen und temporären EinbuĂen in Denken und Erinnern. Im Gegensatz zu Wutanfällen, verfolgen sie kein unmittelbares Ziel.cite-ref-lewis-29-2[28]
Autistischer Burnout
Langfristige chronische Ăberlastung kann in einen autistischen Burnout mĂźnden (nicht identisch mit Meltdown oder Shutdown), charakterisiert durch anhaltende ErschĂśpfung, Funktionsverlust und verringerte Reiztoleranz. Dies wird von Autisten als Folge einer Anhäufung von Stressoren und mangelnder Entlastung beschrieben.cite-ref-31[30]
Autismus und Intelligenz
Die Intelligenz liegt bei Autismus häufig im Normalbereich, jedoch sind geistige Behinderungen keine Seltenheit und auch Hochbegabungen kommen vor.cite-ref-34-32-0[31]
Autismus geht oft mit einer geistigen Behinderung einher.cite-ref-dsm-5-tr-5-25[5] Wissenschaftliche Untersuchungen zur Häufigkeit (Prävalenz) kommen zu sehr uneinheitlichen Ergebnissen. Je nach untersuchter Population erfßllen ein Zehntel bis zwei Drittel autistischer Kinder im Schulalter die Kriterien fßr die Diagnose einer geistigen Behinderung (in der Regel ein Intelligenzquotient unter 70).cite-ref-31-12-1[12]cite-ref-34-32-1[31]cite-ref-33[32] Es ist bekannt, dass die autistische Symptomatik die Verlässlichkeit bestimmter IQ-Tests beeinträchtigen kann, wodurch die Intelligenz unterschätzt oder nicht zutreffend erfasst wird.cite-ref-34[33]cite-ref-35[34] Als problematisch gelten Wechsler-IQ-Tests, die vor allem Intelligenz aus erlernten Informationen und Fähigkeiten (kristalline Intelligenz) erfassen. Im Vergleich zu Ravens Matrizentest, der die fluide Intelligenz misst, erzielen autistische Probanden in einem Wechsler-IQ-Test deutlich niedrigere Ergebnisse.cite-ref-36[35]cite-ref-37[36]cite-ref-38[37]
Als Savant-Syndrom wird eine besonders auĂergewĂśhnliche Begabung in einem speziellen, eng umgrenzten Bereich bezeichnet, die Ăźberwiegend bei geistig behinderten Personen auftritt und weit aus deren sonstigem Fähigkeitsprofil heraussticht. Solche Inselbegabungen gelten als extrem selten und treten gehäuft bei Autismus auf. Etwa die Hälfte aller bekannten Savants sind Autisten, allerdings sind nur die wenigsten Autisten Savants.cite-ref-39[38]
Subtypen
⢠Frßhkindlicher Autismus: deutliche Verhaltensauffälligkeiten von frßhester Kindheit an; deutlich verzÜgerte Sprachentwicklung; teilweise mit geistiger Behinderung.cite-ref-27-40-1[39]
⢠Atypischer Autismus: nicht alle Diagnosekriterien fßr frßhkindlichen Autismus sind erfßllt oder die Symptomatik wird erst nach dem dritten Lebensjahr offensichtlich; wird oft bei Kindern mit schwerster geistiger Behinderung diagnostiziert.cite-ref-27-40-2[39]
⢠Asperger-Syndrom: subtilere Verhaltensauffälligkeiten; keine verzÜgerte, teils deutlich verfrßhte Sprachentwicklung;cite-ref-41[40] keine geistige Behinderung; häufig ausgeprägte motorische Schwierigkeiten (Dyspraxie).cite-ref-27-40-3[39]
In der seit Januar 2022 international gßltigen ICD-11 sind die bisherigen Subtypen von Autismus zu einer einzelnen Diagnose Autismus-Spektrum-StÜrung (ASS; englisch autism spectrum disorder, kurz ASD) zusammengefasst.cite-ref-10-6-8[6] Damit folgt die ICD dem 2013 verÜffentlichten DSM-5, dem Klassifikationssystem der American Psychiatric Association, das auch international und in der Forschung Verwendung findet.cite-ref-dsm-5-tr-5-26[5] Grund fßr diesen Schritt war die zunehmende Erkenntnis der Wissenschaft, dass eine ausreichend klare Abgrenzung der Subtypen in der Realität oft nicht mÜglich ist.cite-ref-19-7-1[7]cite-ref-pmid24329180-8-1[8]
Da die ICD-11 im deutschsprachigen Raum noch nicht offiziell eingefĂźhrt ist, kann hier auch die Diagnose ASS noch nicht offiziell vergeben werden. Stattdessen werden weiterhin die bisherigen Subtypen diagnostiziert. In der Praxis setzt sich jedoch zunehmend die Bezeichnung Autismus-Spektrum-StĂśrung durch.cite-ref-42[41]
FrĂźhkindlicher Autismus
â
Hauptartikel
:
FrĂźhkindlicher Autismus
Der frĂźhkindliche Autismus (auch als autistische StĂśrung, Kanner-Autismus, Kanner-Syndrom, oder infantiler Autismus bezeichnet) wurde zuerst 1943 von Leo Kanner beschrieben. Er gilt als prototypische Form des Autismuscite-ref-123-23-1[23] und wird in der Literatur auch als klassischer Autismus bezeichnet.
Er zeichnet sich durch charakteristische Auffälligkeiten in den Bereichen der sozialen Interaktion, der Sprache und Kommunikation sowie durch eingeschränkte, repetitive Verhaltensmuster aus. Häufig, jedoch nicht immer, geht er mit einer geistigen Behinderung einher.cite-ref-f84-4-1[4]cite-ref-27-40-4[39] Typischerweise entwickeln sich die autistischen Kinder von Beginn an auffällig.cite-ref-27-40-5[39] In einigen Fällen erscheint die frßhkindliche Entwicklung anfangs normal und Auffälligkeiten werden erst im zweiten oder dritten Lebensjahr deutlich sichtbar. Es werden auch Fälle berichtet, in denen Kinder im zweiten und dritten Lebensjahr ihre zuvor gezeigten Sprachfähigkeiten verlieren und sich zunehmend sozial zurßckziehen.cite-ref-44[42.1]cite-ref-03-24-1[24]
Kinder mit frĂźhkindlichem Autismus entwickeln entweder nie eine Lautsprache, die Sprachentwicklung verläuft verzĂśgert und anders als bei nicht-autistischen Kindern oder bereits erlernte Sprache bildet sich zurĂźck. Dabei kann es zu einer Reihe von Auffälligkeiten kommen, die bei einer gewĂśhnlichen Sprachentwicklung nicht beobachtet werden, beispielsweise das als Echolalie bezeichnete Wiederholen von Worten und Sätzen eines Gesprächspartners, die ständige Wiederholung gleichartiger Geräusche oder ein eigenwilliger, nur fĂźr Vertraute verständlicher Sprachgebrauch. Hierin unterscheidet sich der frĂźhkindliche Autismus von einer bloĂen VerzĂśgerung der Sprachentwicklung.cite-ref-45[42.2]cite-ref-03-24-2[24]
Bei frĂźhkindlichem Autismus sind sogenannte Stereotypien oft vergleichsweise deutlich ausgeprägt. Zudem kommt selbstverletzendes Verhalten beispielsweise in Form von Kopfschlagen oder BeiĂen in Finger, Hände oder Handgelenke vor.cite-ref-03-24-3[24] Solche selbstverletzende Verhaltensweisen sind jedoch nicht zu verwechseln mit dem bewusst selbstverletzenden Verhalten, das typischerweise zum Spannungsabbau eingesetzt wird (etwa durch Verbrennungen oder Ritzen am Unterarm) oder â seltener â aus suizidalen Tendenzen heraus entsteht und dann ein anderes (suizidales) Verletzungsmuster aufweist.
Bei vielen Kindern, aber auch Jugendlichen und Erwachsenen, wird eine besonders leichte Reizbarkeit beobachtet, die sowohl fĂźr die Autisten als auch ihr Umfeld einen Stressfaktor darstellt. Diese Reizbarkeit kann unmittelbar mit fĂźr den frĂźhkindlichen Autismus typischer Symptomatik in Verbindung stehen. So kĂśnnen beispielsweise Frustration Ăźber Nichtgelingen effektiver Kommunikation, Unterbrechungen bei der intensiven Beschäftigung mit Interessen oder eine Ăberforderung durch Reize zu Stress und GefĂźhlsausbrĂźchen fĂźhren. Diese sind fĂźr die Autisten oft nicht zu kontrollieren und werden auch als Meltdowns bezeichnet.cite-ref-112-46-0[43]
Aggressives Verhalten, etwa gegenĂźber Altersgenossen oder Betreuungspersonen ist häufig. Physische Aggressionen sind oft impulsiv und kĂśnnen zu Verletzungen und Schäden fĂźhren, sind jedoch in der Regel â im Unterschied zu StĂśrungen des Sozialverhaltens â nicht mit feindseligen Absichten verbunden. Ein Zusammenhang zwischen aggressivem Verhalten und dem Grad der kognitiven Einschränkungen besteht nicht.cite-ref-112-46-1[43]
Hochfunktionaler Autismus
Hochfunktionaler Autismus (engl. High-functioning autism, HFA) ist keine eigenständige diagnostische Kategorie und besitzt auch keine allseits anerkannte Definition. In aller Regel bezeichnet der Begriff frĂźhkindliche Autisten ohne geistige Behinderung und mit gut entwickelter Sprachfähigkeit. Als Unterscheidungskriterium zum Asperger-Syndrom wird meist die verzĂśgerte Sprachentwicklung genannt. Insbesondere fĂźr erwachsene Autisten werden aber auch beide Begriffe synonym verwendet, da sich die Symptomatik von HFA und Asperger-Syndrom im Erwachsenenalter kaum noch unterscheiden lässt. Als GegenstĂźck zu âhochfunktionalâ fungiert der seltener verwendete Ausdruck âniedrigfunktionaler Autismusâ (engl. Low-functioning autism, LFA), bei dem eine geistige Behinderung und schwere SprachstĂśrung vorliegen. Auch dieser Begriff ist jedoch nicht allgemeingĂźltig definiert. Teilweise wird frĂźhkindlicher Autismus synonym zu LFA verwendet.cite-ref-47[44]cite-ref-48[45]cite-ref-49[46]cite-ref-15-50-0[47]
Die Bezeichnung âhochfunktionalâ ist stark umstritten und wird von Autisten Ăźberwiegend abgelehnt. Ein zentraler Kritikpunkt ist dabei, dass die gemessene Intelligenz kein geeigneter Indikator fĂźr das tatsächliche Funktionsniveau einer Person ist. So liegen die Lebenskompetenzen vieler Autisten deutlich hinter ihren kognitiven Fähigkeiten zurĂźck (z. B. aufgrund gestĂśrter Exekutivfunktionen), weshalb selbst hochintelligente Autisten auf soziale UnterstĂźtzung angewiesen sein kĂśnnen. âHochfunktionalâ suggeriere jedoch das Gegenteil, was zu Missverständnissen gegenĂźber Nicht-Autisten und einem falschen Erwartungsdruck fĂźhren kĂśnne, wodurch diesen Autisten mĂśglicherweise notwendige UnterstĂźtzung vorenthalten werde. Zudem stelle die binäre Einteilung in âhochfunktionalâ und âniedrigfunktionalâ eine qualitative Wertung dar, die oft als ableistisch und diskriminierend gesehen wird.cite-ref-51[48]cite-ref-52[49]cite-ref-53[50]cite-ref-54[51]
Atypischer Autismus
Der atypische Autismus unterscheidet sich vom frßhkindlichen dadurch, dass die Symptomatik erst im oder nach dem 3. Lebensjahr auffällt und/oder nicht alle fßr den frßhkindlichen Autismus charakteristischen Symptome bestehen. Die Diagnose wird nur dann vergeben, wenn die Kriterien des frßhkindlichen Autismus nicht vollständig erfßllt sind, sich die Symptomatik aber durch keine andere Diagnose erklären lässt.cite-ref-55[42.3]cite-ref-36-56-0[52]
Die Ungenauigkeit der Definition fßhrt dazu, dass die Diagnose atypischer Autismus sehr uneinheitlich angewendet wird, wodurch wiederum Schwierigkeiten bei der Interpretation und Vergleichbarkeit von Forschungsergebnissen entstehen. Selbiges galt fßr die analoge Diagnose PDD-NOS (Pervasive developmental disorder not otherwise specified, dt. Tiefgreifende EntwicklungsstÜrung, nicht näher bezeichnet) nach DSM-4, die 2013 abgeschafft wurde.cite-ref-57[53]cite-ref-53-58-0[54]
Die Diagnose Atypischer Autismus wird häufig bei Autisten mit schwerer Intelligenzminderung und/oder schwerer rezeptiver SprachstÜrung vergeben. Grundsätzlich kann sie jedoch auf jede Ausprägung von Autismus angewendet werden, die nicht exakt den Kriterien der frßhkindlichen Form oder des Asperger-Syndroms entspricht. Darunter fallen häufig auch Kinder, die spezifische Verhaltensprofile wie etwa Pathological Demand Avoidance zeigen.cite-ref-36-56-1[52]cite-ref-59[55]
Asperger-Syndrom
â
Hauptartikel
:
Asperger-Syndrom
Das Asperger-Syndrom (auch Asperger-Autismus oder Asperger-StĂśrung) wurde zuerst 1943 von dem Ăśsterreichischen Kinderarzt Hans Asperger als âautistische Psychopathieâ beschrieben. Schon zuvor hatte ab 1925 die russische Kinderpsychiaterin Grunja Sucharewa Ăźber vergleichbare Fälle einer âschizoiden PersĂśnlichkeitsstĂśrungâ bzw. âschizoiden Psychopathieâ publiziert.cite-ref-60[56]cite-ref-82-61-0[57]
Das Asperger-Syndrom ist gekennzeichnet durch Auffälligkeiten in der wechselseitigen sozialen Interaktion sowie repetitive und ritualisierte Verhaltensmuster. Sprache, Intelligenz und Anpassungsfähigkeit entwickeln sich ohne auffällige VerzÜgerung. Im Bereich der Sprache sind jedoch Auffälligkeiten wie eine ungewÜhnliche Intonation oder eine als pedantisch oder formell wahrgenommene Ausdrucksweise typisch.cite-ref-124-62-0[58] Weiterhin lässt sich oft eine motorische Ungeschicklichkeit beobachten.cite-ref-62-63-0[59]cite-ref-274-64-0[60] Es gibt zahlreiche Berichte ßber das gleichzeitige Auftreten von ßberdurchschnittlicher Intelligenz.cite-ref-65[61]
Als besonders problematisch erweist sich die soziale Interaktion, da Menschen mit Asperger-Syndrom nach auĂen hin keine offensichtlichen Anzeichen einer Behinderung haben. So kann es geschehen, dass die Schwierigkeiten von Menschen mit Asperger-Syndrom als bewusste Provokation empfunden werden, obwohl dies nicht der Fall ist. Wenn etwa eine autistische Person auf eine an sie gerichtete Frage nur mit Schweigen reagiert, wird dies fälschlicherweise oft als Sturheit und UnhĂśflichkeit gedeutet.cite-ref-66[62]
Viele Menschen mit Asperger-Syndrom kĂśnnen durch Schauspielkunst und Kompensationsstrategien â das sogenannte Masking oder Camouflaging â nach auĂen hin eine Fassade aufrechterhalten, sodass ihre Probleme auf den ersten Blick nicht gleich sichtbar sind, jedoch bei persĂśnlichem Kontakt durchscheinen, etwa in einem Vorstellungsgespräch.cite-ref-67[63]cite-ref-68[64] Menschen mit Asperger-Syndrom gelten nach auĂen hin oft als extrem schĂźchtern, jedoch ist das nicht das eigentliche Problem. SchĂźchterne Menschen verstehen die sozialen Regeln, trauen sich aber nicht, sie anzuwenden. Menschen mit Asperger-Syndrom verstehen sie hingegen nicht und haben deshalb Probleme, damit umzugehen. Die Fähigkeit zur kognitiven Empathie (EinfĂźhlungsvermĂśgen) ist manchmal nur schwach ausgeprägt. BezĂźglich der affektiven Empathie ergab eine Ăbersichtsarbeit von 2013 uneinheitliche Ergebnisse: Weniger als die Hälfte der Studien zeigten eine Einschränkung der emotionalen Wahrnehmung.cite-ref-pmid23096764-69-0[65]
Diagnostik
Autismus wird zumeist in der Kindheit diagnostiziert.cite-ref-11-70-0[66]cite-ref-13-71-0[67] Die Diagnose erfolgt im Durchschnitt umso frßher, je stärker die VerzÜgerung bei der Sprachentwicklung und je auffälliger das Verhalten sind.cite-ref-11-70-1[66]cite-ref-12-72-0[68] Bei unauffälliger Sprach- und Intelligenzentwicklung wird Autismus häufig erst im Grundschulalter festgestellt,cite-ref-11-70-2[66] wobei die Diagnose bei Mädchen tendenziell später gestellt wird.cite-ref-31-12-2[12]cite-ref-73[69]
Bei Autisten ohne Intelligenzminderung und mit hohem psychosozialen Funktionsniveau erfolgt die Diagnose teils auch erst im Jugend- oder Erwachsenenalter.cite-ref-74[70]cite-ref-1-75-0[71] Auch bei dieser Gruppe bestehen die charakteristischen Symptome bereits seit frßhester Kindheit, wurden jedoch vom Umfeld nicht erkannt, nicht als Autismus-Symptom interpretiert oder verursachten keine so gravierenden Beeinträchtigungen, dass sie Anlass fßr weitere Untersuchungen gegeben hätten.cite-ref-1-75-1[71]
Die Diagnose von Autismus erfolgt anhand der beobachteten Symptomatik. Zur Diagnostik geeignete Biomarker, etwa neurobiologische Befunde, sind nicht bekannt.cite-ref-122-76-0[72]cite-ref-77[26.2] Bei der Diagnostik ist wichtig, zu beachten, dass nicht einzelne Symptome autismusspezifisch sind, da ähnliche Merkmale auch bei anderen StÜrungen oder in der AllgemeinbevÜlkerung auftreten. Spezifisch fßr Autismus ist vielmehr die Kombination von mehreren dieser Symptome, d. h. der Symptomkonstellation, die zudem bereits seit der Kindheit vorliegen muss.cite-ref-dsm-5-tr-5-27[5]cite-ref-19-7-2[7]cite-ref-21-78-0[73]
Dieses sogenannte klinische Bild wird durch Einsatz verschiedener diagnostischer Verfahren gewonnen. Zum Einsatz kommen kÜnnen Interviews mit Patienten und/oder ihren Bezugspersonen, standardisierte und validierte FragebÜgen sowie Verhaltensbeobachtungen und eine kÜrperliche Untersuchung.cite-ref-31-12-3[12]cite-ref-21-78-1[73] Standardverfahren sind der Autism Diagnostic Observation Schedule-2 (ADOS-2, Verhaltensbeobachtung)cite-ref-79[74] sowie das Autism Diagnostic Interview-Revised (ADI-R, Eltern-Interview),cite-ref-80[75] die auch in deutscher Sprache verfßgbar sind.cite-ref-19-7-3[7]cite-ref-81[76] Die auf diese Weise erhobenen Informationen werden verglichen und gewichtet.cite-ref-dsm-5-tr-5-28[5]cite-ref-21-78-2[73] Beispielsweise muss berßcksichtigt werden, dass besonders bei Erwachsenen die Eigenwahrnehmung oder die Einschätzung einer Person durch die Eltern stark von der Wahrnehmung der sonstigen Umwelt abweichen kann.cite-ref-21-78-3[73] Weiterhin kÜnnen sich Eltern oder andere AngehÜrige Erwachsener oft nicht mehr ausreichend präzise an Verhalten und Entwicklung in der Kindheit erinnern.cite-ref-13-71-1[67]
Erschwert wird die Diagnostik bei älteren Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen oft dadurch, dass diese im Laufe ihres Lebens gelernt haben, auffällige Symptome wie repetitive Verhaltensweisen (Stimming) zu unterdrßcken oder Schwierigkeiten bei sozialer Interaktion und Kommunikation zu kompensieren. Diese als Masking oder Camouflaging bezeichneten Strategien und Verhaltensweisen kÜnnen zu einem unauffälligen ersten Eindruck fßhren, aber beispielsweise durch Beobachtung der Person in ungewohntem Umfeld oder Erfragen des kognitiven Aufwands erkannt werden.cite-ref-dsm-5-tr-5-29[5]cite-ref-10-6-9[6]cite-ref-21-78-4[73]
Die Diagnose autistischer Mädchen und Frauen kann dadurch erschwert werden, dass ihnen â im Vergleich zu einer männlichen Vergleichsgruppe â das Masking häufig besser gelingt und ihre Spezialinteressen häufig unauffälliger sind oder eher als alterstypisch wahrgenommen werden.cite-ref-dsm-5-tr-5-30[5]cite-ref-27-1[26.1] Jedoch ist auch bei ihnen zum Beispiel soziale Interaktion mit groĂen Anstrengungen verbunden und sie gehen ihren Interessen mit hĂśherer Intensität und Qualität nach als nicht-autistische Gleichaltrige.cite-ref-23-82-0[77]cite-ref-52-83-0[78]
Vor allem bei Erwachsenen wird oft beklagt, dass zu viel Zeit vom ersten Verdacht bis zur Diagnose vergehe.cite-ref-3-84-0[79] Bei einer Untersuchung in Bayern aus dem Jahr 2019 blieb dieser Zeitraum bei 34 % der Studienteilnehmer unter einem Jahr, bei 33 % vergingen ein bis drei Jahre bis zur Diagnose, bei 10 % drei bis fĂźnf Jahre und bei 18 % mehr als fĂźnf Jahre; 5 % machten keine Angabe.cite-ref-30-85-0[80] Bei Kindern und Jugendlichen lag die durchschnittliche Zeitspanne zwischen dem ersten Verdacht der Eltern und der Diagnose in Deutschland ebenfalls im Jahr 2019 bei 4,6 Jahren.cite-ref-86[81]cite-ref-30-85-1[80]
Nach ICD-10
Autismus wird im fĂźnften Kapitel der ICD-10 (1994) als tiefgreifende EntwicklungsstĂśrung (SchlĂźssel F84) aufgefĂźhrt. Es wird unterschieden zwischen:cite-ref-f84-4-2[4]
⢠F84.0: Frßhkindlicher Autismus, siehe Frßhkindlicher Autismus#Nach ICD
⢠F84.1: atypischer Autismus, siehe Atypischer Autismus
⢠F84.5: Asperger-Syndrom, siehe Asperger-Syndrom#Nach ICD
Sind sowohl die Kriterien fĂźr frĂźhkindlichen Autismus als auch das Asperger-Syndrom erfĂźllt, wird die Diagnose frĂźhkindlicher Autismus gestellt.cite-ref-124-62-1[58]
Nach DSM-5
Das Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (das Klassifikationssystem der American Psychiatric Association, das auch international und in der Forschung Verwendung findet) fasst in seiner 5. Auflage (DSM-5, seit 2013, revidiert 2022) alle Formen des Autismus in der Diagnose Autismus-Spektrum-StĂśrung (ASS, englisch Autism Spectrum Disorder, ASD) zusammen.
⢠A) Anhaltende Defizite in der sozialen Kommunikation und sozialen Interaktion ßber verschiedene Kontexte hinweg. Diese manifestieren sich in allen der folgenden aktuell oder in der Vergangenheit erfßllten Merkmalen:
Defizite der sozial-emotionalen Gegenseitigkeit (z. B. ungewĂśhnliche soziale Annäherung; fehlende normale wechselseitige Konversation, verminderter Austausch von Interessen, GefĂźhlen und Affekten) Defizite im nonverbalen Kommunikationsverhalten, das in sozialen Interaktionen eingesetzt wird (z. B. weniger oder kein Blickkontakt bzw. KĂśrpersprache; Defizite im Verständnis und Gebrauch von Gestik bis hin zu vollständigem Fehlen von Mimik und nonverbaler Kommunikation) Defizite in der Aufnahme, Aufrechterhaltung und dem Verständnis von Beziehungen (z. B. Schwierigkeiten, eigenes Verhalten an verschiedene soziale Kontexte anzupassen, sich in Rollenspielen auszutauschen oder Freundschaften zu schlieĂen)
⢠B) Eingeschränkte, repetitive Verhaltensmuster, Interessen oder Aktivitäten, die sich in mindestens zwei der folgenden aktuell oder in der Vergangenheit erfßllten Merkmalen manifestieren:
Stereotype oder repetitive motorische Bewegungsabläufe; stereotyper oder repetitiver Gebrauch von Objekten oder Sprache (z. B. einfache motorische Stereotypien, Echolalie, Aufreihen von Spielzeug, Hin- und Herbewegen von Objekten, idiosynkratischer Sprachgebrauch) Festhalten an Gleichbleibendem, unflexibles Festhalten an Routinen oder an ritualisierten Mustern (z. B. extremes Unbehagen bei kleinen Veränderungen, Schwierigkeiten bei Ăbergängen, rigide Denkmuster oder BegrĂźĂungsrituale, BedĂźrfnis, täglich den gleichen Weg zu gehen) Hochgradig begrenzte, fixierte Interessen, die in ihrer Intensität oder ihrem Inhalt abnorm sind (z. B. starke Bindung an oder Beschäftigen mit ungewĂśhnlichen Objekten, extrem umschriebene oder perseverierende Interessen) Hyper- oder Hyporeaktivität auf sensorische Reize oder ungewĂśhnliches Interesse an Umweltreizen (z. B. scheinbare GleichgĂźltigkeit gegenĂźber Schmerz oder Temperatur, ablehnende Reaktion auf spezifische Geräusche oder Oberflächen, exzessives Beriechen oder BerĂźhren von Objekten)
⢠C) Die Symptome mßssen bereits in frßher Kindheit vorliegen, kÜnnen sich aber erst dann voll manifestieren, wenn die sozialen Anforderungen die begrenzten MÜglichkeiten ßberschreiten. (In späteren Lebensphasen kÜnnen sie auch durch erlernte Strategien ßberdeckt werden.)
⢠D) Die Symptome mßssen klinisch bedeutsames Leiden oder Beeinträchtigungen in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen verursachen.
⢠E) Die Symptome kĂśnnen nicht besser durch eine StĂśrung der Intelligenzentwicklung (geistige Behinderung) oder eine allgemeine EntwicklungsverzĂśgerung erklärt werden. Intellektuelle Beeinträchtigungen und Autismus-Spektrum-StĂśrungen treten häufig zusammen auf. Um die Diagnosen âAutismus-Spektrum-StĂśrungâ und âIntellektuelle EntwicklungsstĂśrungâ gemeinsam stellen zu kĂśnnen, sollte die soziale Kommunikationsfähigkeit unter dem aufgrund der allgemeinen Entwicklung erwarteten Niveau liegen.
Fßr die Beeinträchtigungen der sozialen Kommunikation (A) und eingeschränkten, repetitiven Verhaltensmustern (B) soll jeweils ein Schweregrad angegeben werden, der die aktuell benÜtigte Unterstßtzung beschreibt:cite-ref-88[83]
| | Soziale Kommunikation | Restriktive, repetitive Verhaltensweisen |
|---|---|---|
| Schweregrad 1 âUnterstĂźtzung erforderlichâ | Ohne UnterstĂźtzung fĂźhren die Defizite in der sozialen Kommunikation zu erkennbaren Beeinträchtigungen. Die Person hat groĂe MĂźhe, soziale Interaktionen zu initiieren, und reagiert mitunter ungewĂśhnlich oder unangemessen auf Kontaktversuche anderer. Es kann wirken, als bestĂźnde nur ein geringes Interesse an zwischenmenschlichen Kontakten. Beispielsweise kann die Person zwar in ganzen Sätzen sprechen und sich ausdrĂźcken, doch gelingen ihr wechselseitige Gespräche nicht; ihre BemĂźhungen, Freundschaften zu knĂźpfen, erscheinen befremdlich und bleiben meist erfolglos. | Mangelnde Flexibilität im Verhalten fĂźhrt zu Einschränkungen in einzelnen Lebensbereichen. Der Wechsel zwischen unterschiedlichen Tätigkeiten kann schwerfallen. Planungs- und Organisationsprobleme schränken die Selbstständigkeit ein. |
| Schweregrad 2 âUmfangreiche UnterstĂźtzung erforderlichâ | Verbale und nonverbale Kommunikationsfähigkeit ist deutlich beeinträchtigt. Soziale Defizite auch mit UnterstĂźtzung offensichtlich. Die Person initiiert nur selten von sich aus soziale Kontakte und reagiert ungewĂśhnlich auf Kontaktangebote anderer. Zwar kann sie in einfachen Sätzen sprechen, doch ihr nonverbales Ausdrucksverhalten wirkt befremdlich, die Interaktion beschränkt sich zumeist auf spezifische Spezialinteressen. | Mangelnde Flexibilität im Verhalten, Probleme mit Veränderungen sowie restriktives und repetitives Verhalten sind selbst fĂźr Laien offensichtlich. Deutliche Einschränkungen in zahlreichen Lebensbereichen. Die Person zeigt Unbehagen und/oder hat Schwierigkeiten beim Wechsel zwischen verschiedenen Tätigkeiten. |
| Schweregrad 3 âSehr umfangreiche UnterstĂźtzung erforderlichâ | Schwerwiegende Beeinträchtigungen durch ausgeprägte Defizite in der verbalen und nonverbalen Kommunikation, kaum soziale Kontaktversuche aus eigenem Antrieb und kaum Reaktion auf Kontaktversuche anderer. Spricht nur einzelne WĂśrter verständlich und wenn, dann nur zur Mitteilung eigener BedĂźrfnisse. Reagiert nur auf sehr direkte Ansprache. | Kaum Flexibilität im Verhalten, Veränderungen bereiten extreme Probleme. Stark ausgeprägte restriktive und repetitive Verhaltensweisen verursachen deutliche Beeinträchtigungen in allen Lebensbereichen. Die Person zeigt enormes Unbehagen und/oder hat starke Schwierigkeiten, die Tätigkeit zu verändern oder zu wechseln. |
Liegt ein bekannter medizinischer oder genetischer Krankheitsfaktor oder Umweltfaktor vor, soll dieser zusätzlich spezifiziert werden (z. B. âAutismus-Spektrum-StĂśrung mit einhergehendem Rett-Syndromâ). Das Vorliegen einer intellektuellen oder sprachlichen Beeinträchtigung kann durch einen entsprechenden Zusatz gekennzeichnet werden (z. B. âAutismus-Spektrum-StĂśrung mit begleitender Sprachlicher Beeinträchtigung â keine verständliche Spracheâ). Weiterhin kann spezifiziert werden, dass die ASS mit einer Katatonie einhergeht.
Das DSM-5 weist ausdrßcklich darauf hin, dass Personen mit einer gesicherten DSM-IV-Diagnose einer autistischen StÜrung, Asperger-StÜrung oder nicht näher bezeichneten tiefgreifenden EntwicklungsstÜrung eine ASS-Diagnose nach DSM-5 erhalten sollen. Fßr Personen mit deutlichen sozialen Kommunikationdefiziten, die ansonsten nicht die Kriterien der Autismus-Spektrum-StÜrung erfßllen, solle die Diagnose einer sozialen KommunikationsstÜrung erwogen werden.
Nach ICD-11
Alle Ausprägungen des Autismus werden in der international seit Januar 2022 gßltigen 11. Revision der Internationalen Klassifikation der Krankheiten der Weltgesundheitsorganisation (ICD-11) in der Diagnose Autismus-Spektrum-StÜrung (Schlßssel 6A02, kurz ASS, englisch Autism Spectrum Disorder, ASD) zusammengefasst.cite-ref-10-6-10[6]
Die Diagnosekriterien lauten:cite-ref-10-6-11[6]
⢠Anhaltende Defizite beim Initiieren und Aufrechterhalten sozialer Kommunikation und wechselseitiger sozialer Interaktion, die auĂerhalb der typischen Bandbreite dessen liegen, was angesichts des Alters und intellektuellen Entwicklungsstandes zu erwarten wäre. Die spezifische Ausprägung dieser Defizite variiert mit dem Alter, lautsprachlichen und intellektuellen Fähigkeiten und der Schwere der StĂśrung. Ausprägungen kĂśnnen Beeinträchtigungen in folgenden Bereichen beinhalten:
⢠Verständnis von, Interesse an, oder unangemessene Reaktion auf verbale oder nonverbale Kommunikation anderer
⢠Integration von Lautsprache mit typischer komplementärer nonverbaler Kommunikation, wie etwa Blickkontakt, Gestik, Mimik und KÜrpersprache. Dieses nonverbale Verhalten kann auch in Bezug auf Frequenz und Intensität reduziert sein.
⢠Verständnis und Verwendung von Sprache in sozialen Zusammenhängen und Fähigkeit, wechselseitige soziale Gespräche zu initiieren und aufrechtzuerhalten.
⢠Soziales Bewusstsein, was zu im sozialen Kontext unangemessenem Verhalten fßhrt.
⢠Fähigkeit, sich Gefßhle, emotionale Verfassung und Standpunkte anderer vorzustellen und auf diese zu reagieren.
⢠Gegenseitiges Teilen von Interessen.
⢠Fähigkeit, typische Beziehungen mit Gleichaltrigen einzugehen und aufrechtzuerhalten.
⢠Anhaltende beschränkte, repetitive und unflexible Verhaltensmuster, Interessen oder Aktivitäten, die klar atypisch oder exzessiv fßr das Alter und den sozio-kulturellen Kontext sind. Dies kann beinhalten:
⢠Fehlende Anpassung an neue Erfahrungen und Umstände verbunden mit Stress, der durch triviale Veränderungen einer gewohnten Umgebung oder in Reaktion auf unerwartete Ereignisse ausgelÜst wird.
⢠Unflexibles Befolgen bestimmter Routinen. Diese kÜnnen beispielsweise geographischer Natur sein, wie etwa immer die gewohnte Route nehmen zu mßssen, oder präzise zeitliche Terminierung z. B. von Mahlzeiten erfordern.
⢠Exzessives Befolgen von Regeln (z. B. bei Spielen).
⢠Exzessive und anhaltende ritualisierte Verhaltensmuster (z. B. vertiefte Beschäftigung mit dem Aufreihen oder Sortieren von Gegenständen in bestimmter Weise), die keinen erkennbaren externen Zweck erfßllen.
⢠Repetitive und stereotype motorische Bewegungen, wie etwa Bewegungen des ganzen KÜrpers (z. B. Schaukeln), untypischer Gang (z. B. Laufen auf Zehenspitzen), ungewÜhnliche Hand- oder Fingerbewegungen und Haltung. Dieses Verhalten ist besonders in der frßhen Kindheit häufig.
⢠Anhaltende vertiefte Beschäftigung mit einem oder mehreren Spezialinteressen, Teilen von Objekten oder spezifischen Formen von Reizen (inklusive Medien) oder eine ungewÜhnlich starke Bindung an bestimmte Gegenstände (ausgenommen typische TrÜster).
⢠Lebenslange exzessive und anhaltende Hypersensitivität oder Hyposensitivität fßr Sinnesreize oder ein ungewÜhnliches Interesse an einem Sinnesreiz. Dies kann tatsächliche oder erwartete Geräusche, Licht, Texturen (besonders von Kleidung und Essen), Gerßche und Geschmack, Wärme, Kälte oder Schmerzen beinhalten.
⢠Der Beginn der StÜrung liegt in der Entwicklungsphase, typischerweise in der frßhen Kindheit, aber charakteristische Symptome kÜnnen sich auch erst später voll manifestieren, wenn soziale Anforderungen die beschränkten Kapazitäten ßbersteigen.
⢠Die Symptome fĂźhren zu einer signifikanten Beeinträchtigung im persĂśnlichen, familiären, sozialen, schulischen, beruflichen oder einem anderen wichtigen Bereich. Manchen autistischen Personen gelingt es, durch auĂergewĂśhnliche Anstrengungen in vielen Bereichen adäquat funktional zu agieren, so dass ihre Defizite anderen nicht auffallen. Die Diagnose einer Autismus-Spektrum-StĂśrung ist auch hier angemessen.
Analog zum DSM-5 werden dabei die StÜrung der Intelligenzentwicklung und Beeinträchtigung der funktionellen Sprache (Laut- oder Gebärdensprache) spezifiziert, wobei die mÜglichen Kombinationen in der ICD-11 eigene Diagnoseschlßssel erhalten:
| Autismus-Spektrum-StÜrung⌠| ⌠ohne StÜrung der Intelligenzentwicklung | ⌠mit StÜrung der Intelligenzentwicklung |
|---|---|---|
| ⌠mit leichtgradiger oder keiner Beeinträchtigung der funktionellen Sprache | 6A02.0 | 6A02.1 |
| ⌠mit Beeinträchtigung der funktionellen Sprache | 6A02.2 | 6A02.3 |
| ⌠mit vollständigem oder nahezu vollständigem Fehlen der funktionellen Sprache | â | 6A02.5 |
Zusätzlich soll die entsprechende Diagnose einer StÜrung der Intelligenzentwicklung vergeben werden.
Durch eine nach der ersten Ziffer 0 bis 3 bzw. 5 nachgestellte Ziffer 0 oder 1 kann kodiert werden, ob es zu einem Verlust bereits erworbener Fähigkeiten (typischerweise im Laufe des zweiten Lebensjahrs und im Bereich der Sprachentwicklung oder sozialer Reaktivität) kam:
⢠6A02.x 0: ohne Verlust bereits erworbener Fähigkeiten
⢠6A02.x 1: mit Verlust bereits erworbener Fähigkeiten
Differentialdiagnostik
Autistische Verhaltensweisen kĂśnnen auch bei folgenden Syndromen und psychischen Erkrankungen auftreten. Von diesen muss Autismus daher abgegrenzt werden:
ADHS
Die Aufmerksamkeitsdefizit-/HyperaktivitätsstÜrung ist von Autismus oft schwer zu unterscheiden, denn auch bei Autismus kÜnnen stark fokussierte Aufmerksamkeit, leichte Ablenkbarkeit sowie Hyperaktivität auftreten. Umgekehrt kÜnnen durch die fßr ADHS typische Impulsivität und Hyperaktivität Auffälligkeiten in der sozialen Kommunikation entstehen, wie etwa das Unterbrechen anderer Personen, eine unangepasste Lautstärke beim Sprechen und das Missachten des persÜnlichen Bereichs. Eine Unterscheidung ist mÜglich anhand des Entwicklungsverlaufs sowie dem Fehlen von beschränkten, repetitiven Verhaltensweisen und ungewÜhnlichen Interessen, die bei ADHS nicht auftreten. Die Differentialdiagnose zwischen ADHS und Autismus ist ßberdies auch deshalb schwierig, da ADHS häufig mit Autismus gemeinsam vorkommt (Komorbidität).cite-ref-dsm-5-tr-5-32[5]cite-ref-10-6-12[6]cite-ref-89[84]
BindungsstĂśrung
Autismus und BindungsstĂśrungen kĂśnnen ähnliche soziale Auffälligkeiten zeigen, unterscheiden sich jedoch in Ătiologie und typischem Verlauf. BindungsstĂśrungen entstehen meist infolge frĂźher Vernachlässigung oder instabiler Beziehungserfahrungen, während Autismus als neurobiologisch bedingte Entwicklungsvariante gilt, deren Merkmale unabhängig von Beziehungserfahrungen auftreten. Beide kĂśnnen mit Beziehungs- und Interaktionsschwierigkeiten einhergehen, diese beruhen jedoch auf unterschiedlichen Mechanismen.cite-ref-90[85]
Heller-Syndrom
Das Heller-Syndrom bewirkt einen allgemeinen Interessenverlust an der Umgebung, Stereotypien und motorische Manierismen. Das Sozialverhalten ähnelt dem eines Autisten. Es zählt zu den tiefgreifenden EntwicklungsstÜrungen nach ICD-10 und DSM-IV.
HĂśrbehinderung
Eine HĂśrbehinderung (SchwerhĂśrigkeit oder GehĂśrlosigkeit) kann bei Kindern auf den ersten Blick mit Autismus verwechselt werden, weil das Kind auf laute Geräusche oder Ansprache nicht reagiert und weil sich die Sprachentwicklung verzĂśgert. Ein HĂśrtest oder HĂśrscreening (bei Kindern regelmäĂig im Rahmen von Kindervorsorgeuntersuchungen und vor der Einschulung durchgefĂźhrt) kann eine HĂśrbehinderung ermitteln. Allerdings lassen aktuelle Forschungsergebnisse vermuten, dass das HĂśrtest-Verfahren Hirnstammaudiometrie (engl. auditory brainstem response, ABR) auch bei autistischen Neugeborenen Auffälligkeiten zeigt, da bei ihnen das Gehirn langsamer auf Geräusche reagiert.cite-ref-91[86]cite-ref-92[87]
Autismusähnliches Verhalten
Von autismusähnlichem Verhalten bei psychischem Hospitalismus, Kindesmisshandlung und Verwahrlosung unterscheidet sich Autismus dadurch, dass er primär, also von Geburt an, auftritt. Die typischen Verhaltensweisen werden bei Autisten nicht durch falsche Erziehung, mangelnde Liebe, Misshandlung oder Verwahrlosung ausgelĂśst. In jenen Fällen verschwindet das autismusähnliche Verhalten bei Besserung der äuĂeren Umstände wieder, wohingegen Autismus nicht veränderbar ist.
Magersucht
Bei Magersucht (Anorexia nervosa) kĂśnnen Essgewohnheiten auftreten (z. B. rigides und selektives Essverhalten, Rumination), die auch bei autistischen Menschen häufig zu beobachten sind.cite-ref-14-93-0[88]cite-ref-94[89] Diese haben zudem im Kindes- und Jugendalter ein erhĂśhtes Risiko fĂźr Untergewicht.cite-ref-14-93-1[88] Wesentliches Unterscheidungsmerkmal ist, dass bei Magersucht die Regulation des eigenen Gewichts und das KĂśrperbild im Vordergrund stehen, während bei Autismus die Ursache fĂźr das abweichende Essverhalten in sensorischen Sensitivitäten, der Neigung zu repetitivem Verhalten oder Schwierigkeiten, Hunger zu erkennen, liegen kann (Alexithymie).cite-ref-14-93-2[88] Jedoch kĂśnnen auch autistische Personen das Motiv haben, Gewicht zu verlieren, um soziale Anerkennung zu erlangen.cite-ref-95[90] Zu beachten ist, dass Magersucht auch gemeinsam mit einer Autismus-Spektrum-StĂśrung auftreten kann.cite-ref-14-93-3[88]cite-ref-16-96-0[91] Eine 2015 publizierte Auswertung von Daten des dänischen Gesundheitssystems ergab, dass Menschen mit einer Autismus-Diagnose eine fĂźnfmal so groĂe Wahrscheinlichkeit hatten, später von Magersucht betroffen zu sein als eine Kontrollgruppe ohne Autismus-Diagnose.cite-ref-97[92]cite-ref-pmid34419968-98-0[93] Autismus-Spektrum-StĂśrungen sind bei Patienten mit Anorexia nervosa im Vergleich zur GesamtbevĂślkerung Ăźberrepräsentiert.cite-ref-16-96-1[91]cite-ref-pmid34419968-98-1[93]
Mutismus
Mutismus hängt im Gegensatz zu Autismus eher mit sozialer Angst zusammen und äuĂert sich ausschlieĂlich als KommunikationsstĂśrung, geht aber typischerweise nicht mit einer EntwicklungsverzĂśgerung einher, wie es bei Autismus der Fall ist.cite-ref-42-99-0[94] Es wird zwischen totalem Mutismus (die Person spricht trotz funktionell vorhandener Sprechfähigkeit Ăźberhaupt nicht) und selektivem bzw. elektivem Mutismus (Spracheinsatz von Personen und Situationen abhängig) unterschieden. Im Gegensatz zu Autismus ist bei selektivem Mutismus auch in Situationen, in denen eine Person nicht spricht, die soziale Reziprozität nicht eingeschränkt und es treten keine repetitiven oder beschränkten Verhaltensweisen auf.cite-ref-42-99-1[94]
PersĂśnlichkeitsstĂśrungen
PersĂśnlichkeitsstĂśrungen gehen oft mit Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion einher, die Ăhnlichkeiten mit Autismus aufweisen und Autisten erfĂźllen oft auch formal die Kriterien fĂźr eine PersĂśnlichkeitsstĂśrung. Dies gilt insbesondere fĂźr die zwanghafte, ängstlich-vermeidende, schizoide und schizotype PersĂśnlichkeitsstĂśrung.cite-ref-100[95] Wesentliches Unterscheidungsmerkmal in der Diagnostik sind die beschränkten, repetitiven Verhaltensweisen und Interessen, welche bei Autismus ab der frĂźhen Kindheit auftreten, jedoch nicht bei PersĂśnlichkeitsstĂśrungen.cite-ref-dsm-5-tr-5-33[5]cite-ref-10-6-13[6] Manche Autoren sehen vor allem bei Frauen Parallelen zur Borderline-PersĂśnlichkeitsstĂśrung (BPS), bei der ebenfalls die Empathiefähigkeit beeinträchtigt sei und nonverbale Signale schwerer erkannt wĂźrden.cite-ref-17-101-0[96]cite-ref-18-102-0[97] Borderline sei jedoch von starken Stimmungsschwankungen geprägt und gehe selten mit Spezialinteressen oder ausgeprägt rationalem Denken einher.cite-ref-17-101-1[96] BPS und Autismus kĂśnnen auch gemeinsam auftreten.cite-ref-18-102-1[97] Ebenso ist die dissoziale PersĂśnlichkeitsstĂśrung differentialdiagnostisch abzugrenzen, da sowohl bei Autismus als auch bei dissozialer PersĂśnlichkeitsstĂśrung auffällige soziale Schwierigkeiten und mangelnde Anpassung auftreten kĂśnnen, wenngleich die inneren Mechanismen verschieden sind. Bei Autismus dominieren typischerweise Defizite der kognitiven Empathie, also Schwierigkeiten, die Perspektive und Gedanken anderer zu erfassen (z. B. vermindertes PerspektivĂźbernahmevermĂśgen).cite-ref-103[98] Bei der dissozialen PersĂśnlichkeitsstĂśrung hingegen steht ein emotionales Empathiedefizit im Vordergrund, also eine verminderte Fähigkeit, GefĂźhle anderer emotional nachzuempfinden, was sich häufig in rĂźcksichtslosen oder manipulativ wirkenden Verhaltensweisen äuĂert.cite-ref-104[99]
Schizophrenie
Schizophrenie ist typischerweise gekennzeichnet durch positive Symptome â also zusätzlich auftretende psychische Phänomene â wie Halluzinationen, Wahnvorstellungen, desorganisiertes Denken oder Sprechen sowie Ich-StĂśrungen (z. B. Gedankeneingabe oder -entzug), die bei Autismus nicht als Kernmerkmale gelten.cite-ref-105[100] Zudem beginnt Autismus in der Regel bereits in der frĂźhen Kindheit, während sich Schizophrenie meist erst im Jugend- oder jungen Erwachsenenalter manifestiert.cite-ref-106[101] Beide StĂśrungsbilder kĂśnnen sich jedoch in Bereichen der sozialen Kognition und sogenannter Negativsymptome â also dem Fehlen oder Verlust bestimmter Fähigkeiten â wie etwa sozialer RĂźckzug oder verarmter Affekt Ăźberschneiden; zudem weisen aktuelle genetische Befunde auf partielle Ăberschneidungen in seltenen Varianten (CNVs, de-novo-Mutationen) hin, was die klinische Abgrenzung im Einzelfall erschweren kann.cite-ref-107[102]cite-ref-108[103]cite-ref-109[104]
Stummheit, Aphasie
Stummheit, Aphasie oder eine sonstige Form von SprachentwicklungsverzĂśgerung kann bei Kindern auf den ersten Blick autistisches Verhalten vortäuschen, weil die sprachlichen ĂuĂerungen fehlen. Das normale Sozialverhalten unterscheidet die Stummheit allerdings vom Autismus bzw. vom Asperger-Syndrom.
Urbach-Wiethe-Syndrom
Das Urbach-Wiethe-Syndrom ist eine sehr seltene neurologische StÜrung, die zu Hautveränderungen, Schleimhautveränderungen (Heiserkeit) und zu Schwierigkeiten bei der Kommunikation und im Sozialverhalten fßhrt. Die Betroffenen haben Probleme, Gesichtsausdrßcke anderer Menschen zu interpretieren und Gesprächen zu folgen. Die gleichzeitig auftretenden Haut- und Schleimhautveränderungen ermÜglichen aber eine Abgrenzung vom Autismus. Eine genetische Untersuchung kann Klarheit verschaffen.
Zwangserkrankungen
Bei Menschen, die an Zwangshandlungen leiden, sind die Fähigkeiten zu sozialem Umgang und Kommunikation in der Regel nicht beeinträchtigt. Im Gegensatz zu an einer ZwangsstÜrung Erkrankten erleben Autisten ihre Routinen nicht als gegen ihren Willen aufgedrängt, sondern sie schaffen ihnen Sicherheit und sie fßhlen sich mit ihnen wohl (ich-synton). Einige Menschen mit Asperger-Syndrom erfßllen aber zusätzlich die Kriterien der zwanghaften PersÜnlichkeitsstÜrung; eine Differentialdiagnose ist normalerweise aber auch hier mÜglich.cite-ref-110[105]
Begleitende und vergesellschaftete StĂśrungen und Erkrankungen
Autismus-Spektrum-StÜrungen oder autistische Symptome sind mit einer Reihe von Syndromen vergesellschaftet, treten bei diesen also häufig auf oder gehÜren zur charakteristischen Symptomatik. Viele der Syndrome haben eine bekannte, oft monogenetische Ursache.cite-ref-111[106] Hierzu zählen beispielsweise:
Angelman-Syndrom
Das Angelman-Syndrom entsteht durch eine Veränderung auf dem 15. Chromosom und lässt sich genetisch nachweisen.
Fragiles-X-Syndrom
Das Fragiles-X-Syndrom wird durch einen genetischen Defekt ausgelĂśst, der mit entsprechenden Analysemethoden eindeutig nachgewiesen werden kann.
Rett-Syndrom
Das Rett-Syndrom zählt wie die oben angefĂźhrten Autismus-Varianten in der ICD-10 und dem DSM-IV zu den tiefgreifenden EntwicklungsstĂśrungen. Es kommt fast ausschlieĂlich bei Frauen vor; typische Symptome sind autismusähnliches Verhalten und StĂśrungen der Bewegungskoordination (Ataxie). Während im DSM-5 eine Diagnose âAutismus-Spektrum-StĂśrung mit einhergehendem Rett-Syndromâ mĂśglich ist, ist in der ICD-11 das Rett-Syndrom Ausschlussdiagnose fĂźr eine ASS.
Zusammen mit Autismus kĂśnnen zudem verschiedene begleitende (komorbide) kĂśrperliche und psychische Erkrankungen auftreten:
⢠Die Aufmerksamkeitsdefizit-/HyperaktivitätsstÜrung (ADHS) muss nicht nur von Autismus abgegrenzt werden, sondern kann auch zusätzlich auftreten.
⢠Autisten haben ein deutlich erhĂśhtes Risiko, zusätzliche psychische Belastungen wie Depressionen, Angst- oder Zwangssymptome zu entwickeln. Studien zeigen, dass bei bis zu 70 % der Personen im Autismus-Spektrum im Verlauf des Lebens mindestens eine komorbide psychische Erkrankung auftritt, bei rund 40 % sogar mehrere.cite-ref-112[107] Besonders dann, wenn die autistischen Merkmale Ăźber Jahre hinweg unerkannt bleiben und die Umwelt nicht auf die spezifischen sensorischen und sozialen BedĂźrfnisse eingeht, steigt das Risiko sekundärer psychischer Erkrankungen. Ăberforderung, Masking und wiederholte Erfahrungen des Nicht-Verstandenwerdens gelten als zentrale Belastungsfaktoren.cite-ref-113[108] Eine frĂźhzeitige Diagnose kann helfen, passende UnterstĂźtzungsformen und Umweltanpassungen zu schaffen, die Stress reduzieren und das Risiko zusätzlicher psychischer Erkrankungen verringern.cite-ref-114[109]cite-ref-115[110]
⢠TraumafolgestĂśrungen: Autistische Menschen haben ein erhĂśhtes Risiko fĂźr traumatische Erfahrungen,cite-ref-24-116-0[111]cite-ref-25-117-0[112]cite-ref-26-118-0[113] insbesondere fĂźr soziale Viktimisierung,cite-ref-25-117-1[112]cite-ref-26-118-1[113] und weisen zudem eine erhĂśhte Vulnerabilität dafĂźr auf, Ereignisse als traumatisierend zu erleben.cite-ref-lobregt-119-0[114] Zu beachten ist, dass es Ăberschneidungen der Symptomatik von PTBS und ASS gibt.cite-ref-24-116-1[111]cite-ref-26-118-2[113]
⢠SchlafstÜrungen sind bei autistischen Menschen besonders häufig, rund 80 Prozent der Kinder und 50 Prozent der Erwachsenen sind betroffen.cite-ref-120[115] Verbreitet sind vor allem Ein- und Durchschlafprobleme, Parasomnien und nächtliche epileptische Anfälle.cite-ref-6-121-0[116]cite-ref-7-122-0[117]
⢠Prosopagnosie (Gesichtsblindheit): Schwierigkeiten, Gesichter zu erkennen. Manche Autisten nehmen Menschen und Gesichter wie Gegenstände wahr. In Studien wurde festgestellt, dass manche Autisten die visuellen Informationen beim Betrachten von Personen und Gesichtern in einem Teil des Gehirns verarbeiten, der eigentlich fßr die Wahrnehmung von Objekten zuständig ist. Ihnen fehlt dann die intuitive Fähigkeit, Gesichter im Bruchteil einer Sekunde zu erkennen und Ereignissen zuzuordnen.
⢠Das Tourette-Syndrom ist eine neuro-psychiatrische Erkrankung, die durch das Auftreten von Tics charakterisiert ist.
⢠Das Down-Syndrom (Trisomie 21), eine Chromosomenanomalie, bei der das Chromosom 21 oder Teile davon dreifach statt doppelt vorhanden sind.cite-ref-123[118]
⢠TuberÜse Sklerose ist eine genetische Erkrankung, die mit Fehlbildungen und Tumoren des Gehirns, Hautveränderungen und meist gutartigen Tumoren in anderen Organsystemen einhergeht. Klinisch ist sie häufig durch epileptische Anfälle und kognitive Behinderungen gekennzeichnet.
⢠Geschlechtsinkongruenz sowie nicht-geschlechtskonformes Verhalten treten bei autistischen Menschen gehäuft auf. Zudem werden unter Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Geschlechtsdysphorie autistische Zßge und Autismus-Spektrum-StÜrungen ßberhäufig beobachtet.cite-ref-124[119]cite-ref-125[120]
Autismus und Trauma
Dem Zusammenhang zwischen Autismus und Trauma kommt in Forschung und Praxis besondere Bedeutung zu. Studien weisen darauf hin, dass Autisten eine erhÜhte Vulnerabilität fßr traumatische Erfahrungen aufweisen. Negative Ereignisse, die bei neurotypischen Personen lediglich als belastend oder unangenehm empfunden werden, kÜnnen bei Autisten bereits traumatisch erlebt werden.cite-ref-lobregt-119-1[114] Faktoren wie sensorische Empfindlichkeiten, Schwierigkeiten in der Emotionsregulation und ein eingeschränkter Zugang zur eigenen Gefßhlswahrnehmung (Alexithymie) kÜnnen dazu beitragen, dass belastende Ereignisse häufiger in dissoziative oder posttraumatische Symptomatik mßnden.cite-ref-126[121] Hinzu kommt, dass Menschen mit Autismus ein erhÜhtes Risiko tragen, Opfer von Gewalthandlungen oder Ausbeutung zu werden, weil soziale Naivität, eingeschränkte Fähigkeit zur Einschätzung sozialer Absichten und oft mangelnde Selbstverteidigung sie verwundbarer machen. Studien berichten, dass autistische Erwachsene häufiger kÜrperliche, emotionale und sexuelle Gewalt erleben, mehrfach viktimisiert werden und dass Kinder mit Autismus häufiger von Misshandlung und Mobbing betroffen sind als nicht-autistische Kinder.cite-ref-127[122]cite-ref-128[123]cite-ref-129[124]
Häufigkeit
Basierend auf Prävalenzstudien zur Zahl diagnostizierter Autisten, wird die Häufigkeit des StĂśrungsbildes meist mit 1 bis 2 % der BevĂślkerung angegeben.cite-ref-dsm-5-tr-5-34[5] Zugleich gilt Autismus jedoch als stark unterdiagnostiziert, das heiĂt, es ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. Eine britische Kohortenstudie kam 2023 auf Basis von mehr als sechs Millionen Gesundheitsdatensätzen zu dem Ergebnis, dass in England bis 2018 etwa die Hälfte bis zu drei Vierteln autistischer Erwachsener zwischen 20 und 49 Jahren nicht diagnostiziert waren. Bei Autisten Ăźber 50 Jahren sollen bis zu 96 % nicht diagnostiziert gewesen sein. Die hĂśchsten Diagnoseraten waren mit bis zu 4,4 % bei männlichen Kindern und Jugendlichen zu verzeichnen, ab dem Alter von 30 brachen die Raten regelrecht ein.cite-ref-130[125] Da Autismus zum grĂśĂten Teil erblich bedingt istcite-ref-38-3-1[3] und dementsprechend fast alle diagnostizierten Autisten weitere Betroffene in ihrer direkten Verwandtschaft haben mĂźssen, lassen sich aus der ungleichen Altersverteilung bei den Diagnosen die Dunkelziffern abschätzen. Eine andere Studie kam fĂźr die Diagnoseraten 2012 in Deutschland zu ähnlichen Ergebnissen bei der Altersverteilung. Der prozentuale Anteil lag hier jedoch selbst bei Kindern und Jugendlichen bei unter 1 %.cite-ref-131[126] was auf im Vergleich noch deutlich hĂśhere Dunkelziffern in Deutschland hinweist.
Als Ursachen fßr die hohen Dunkelziffern gelten insbesondere unzureichendes und veraltetes Wissen ßber Autismus beim medizinischen und psychiatrischen Personal sowie der Mangel an spezialisierten Anlaufstellen, was zu langen Wartezeiten fßhrt und die Wahrscheinlichkeit einer korrekten Diagnose reduziert. Auch die je nach Gesundheitssystem teils hohen Kosten einer Diagnostik, kÜnnen ein Hindernis darstellen.cite-ref-132[127]cite-ref-133[128]cite-ref-134[129] Da diese Probleme in den meisten Industrieländern in ähnlicher Weise bestehen, sind entsprechend hohe Dunkelziffern fast ßberall anzunehmen.cite-ref-135[130]cite-ref-136[131] Fßr Entwicklungsländer liegen keine umfassenden Erhebungen vor. Es ist insgesamt davon auszugehen, dass der tatsächliche Anteil autistischer Menschen an der GesamtbevÜlkerung deutlich hÜher liegt als die bislang angenommenen 1 bis 2 %.
Die Zahl von Autismus-Diagnosen steigt insbesondere seit den 1990ern weltweit stark an. In diesem Zusammenhang ist teils von einer Autismus-Epidemie die Rede.cite-ref-137[132] Ob es sich tatsächlich um einen Anstieg der Inzidenz handelt, ist aufgrund der hohen Dunkelziffern bei Erwachsenen nicht sicher abschätzbar, gilt aber als unwahrscheinlich. So konnten bislang trotz intensiver Forschung keine Umweltfaktoren (z. B. Pestizide oder andere Chemikalien) ausfindig gemacht werden, die fßr sich allein den Anstieg der Diagnoseraten erklären kÜnnten. Vielmehr sind das bessere wissenschaftliche Verständnis und die breitere Definition von Autismus sowie verbesserte Diagnoseverfahren und die zunehmende gesellschaftliche Wahrnehmung als Ursachen des Anstiegs zu sehen.cite-ref-19-7-4[7]cite-ref-138[133]
Dies lässt sich aus verschiedenen Beobachtungen ableiten. So fällt der Beginn des starken Anstiegs an Autismus-Diagnosen ungefähr mit der EinfĂźhrung des Asperger-Syndroms zum Jahr 1994 (in Deutschland zum Jahr 2000)cite-ref-139[134] zusammen, das erstmals die systematische Diagnostizierung von Autisten ohne geistige Behinderung und ohne SprachstĂśrung ermĂśglichte. Die bis dahin etablierte Diagnose FrĂźhkindlicher Autismus hatte Ăźberwiegend besonders schwere Ausprägungen erfasst, in der Regel mit schweren SprachstĂśrungen, Lernbehinderungen und oftmals mit geistigen Behinderungen. Sie konnte zudem nur an Kinder vergeben werden. Autisten ohne entsprechend schwere Behinderungen konnten zuvor also Ăźberhaupt nicht âoffiziellâ diagnostiziert werden. Auch Verlaufsstudien zeigen, dass der Anstieg an Diagnosen zum grĂśĂten Teil auf Autisten ohne Intelligenzminderung entfällt.cite-ref-140[135]cite-ref-141[136]
Die Geschlechterverteilung bei Autismusdiagnosen wird heute mit etwa 3:1 zugunsten männlicher Betroffener angegeben, das heiĂt, sie werden etwa dreimal so oft mit Autismus diagnostiziert wie weibliche. In der Vergangenheit wurde ein deutlich grĂśĂeres Verhältnis von 4:1 oder sogar 8:1 angenommen, was mittlerweile jedoch als Ăźberholt gilt.cite-ref-142[137] Die GrĂźnde fĂźr diese ungleiche Geschlechterverteilung sind umstritten. Wurden frĂźher vor allem biologische Schutzmechanismen vermutet, die Frauen besser vor Autismus schĂźtzten, gibt es heute zunehmend Hinweise darauf, dass Frauen schlichtweg unterdiagnostiziert sind.cite-ref-19-7-5[7]cite-ref-143[138]cite-ref-144[139] DafĂźr spricht u. a., dass das Geschlechterverhältnis diagnostizierter Erwachsener deutlich kleiner ist als bei Kindern und, dass Frauen im Schnitt mehrere Jahre später diagnostiziert werden.cite-ref-145[140]cite-ref-37-146-0[141]cite-ref-147[142] Eine australische Studie kam 2022 zu dem Ergebnis, dass rund 80 % der weiblichen Autisten bis zum 18. Lebensjahr nicht korrekt diagnostiziert sind.cite-ref-148[143] Dies ist u. a. darauf zurĂźckzufĂźhren, dass sich die autistische Symptomatik bei Mädchen und Frauen anders äuĂert als bei Jungen und Männern. Da Autismus jedoch jahrzehntelang fast ausschlieĂlich an männlichen Betroffenen erforscht wurde, basieren die Diagnosekriterien und -verfahren Ăźberwiegend auf der männlichen Präsentation des StĂśrungsbildes und erfassen den weiblichen Phänotyp nur unzureichend. Hinzu kommt, dass insbesondere hĂśher intelligente Autistinnen meist lernen, ihre autismustypischen Verhaltensweisen zu verbergen bzw. zu unterdrĂźcken (âMaskingâ), was die Diagnose zusätzlich erschwert. So liegen auch die geschlechtsbezogenen Diagnoseraten bei weniger intelligenten oder geistig behinderten Autisten deutlich näher beieinander als bei jenen mit Ăźberdurchschnittlicher Intelligenz, was auf eine besonders hohe Dunkelziffer bei autistischen Frauen hinweist.cite-ref-149[144]cite-ref-150[145]cite-ref-37-146-1[141]
Folgen und Prognose
Autismus kann die Entwicklung der PersÜnlichkeit, die Berufschancen und die Sozialkontakte erheblich beeinträchtigen. Der Langzeitverlauf von Autismus hängt von der individuellen Ausprägung beim Einzelnen ab. Die Ursache des Autismus kann nicht behandelt werden, da sie nicht bekannt ist. MÜglich ist lediglich eine unterstßtzende Behandlung in einzelnen Symptombereichen. Andererseits sind viele Schwierigkeiten, ßber die autistische Menschen berichten, durch Anpassungen ihrer Umwelt vermeidbar oder verminderbar. Beispielsweise berichten manche von einem Schmerzempfinden fßr bestimmte Tonfrequenzen. Solchen Menschen geht es in einem reizarmen Umfeld deutlich besser. Eine autismusgerechte Umwelt zu finden bzw. herzustellen ist deshalb ein wesentliches Ziel.
Dies gilt auch im Falle von SchlafstĂśrungen, welche sich durch verhaltenstherapeutische MaĂnahmen, MaĂnahmen der Schlafhygiene sowie eine medikamentĂśse Therapie (Melatonin) behandeln lassen.cite-ref-6-121-1[116]cite-ref-7-122-1[117] Auch eine Zunahme autistischer Symptome bei Schlafmangel ist beschrieben, etwa verstärkte stereotype Verhaltensweisen oder Hyperaktivität.cite-ref-7-122-2[117]
Kommunikationstraining fĂźr Autisten sowie fĂźr deren Freunde und AngehĂśrige kann fĂźr alle Beteiligten hilfreich sein und wird beispielsweise in GroĂbritannien von der National Autistic Society angeboten und wissenschaftlich weiterentwickelt. Eine zunehmende Zahl von Schulen, Colleges und Arbeitgebern speziell fĂźr autistische Menschen demonstriert den Erfolg, Autisten in autismusgerechten Umfeldern leben zu lassen.
Die autistischen Syndrome gehĂśren nach dem (deutschen) Schwerbehindertenrecht zur Gruppe der psychischen Behinderungen. Nach den Grundsätzen der Versorgungsmedizin-Verordnung beträgt der Grad der Behinderung je nach AusmaĂ der sozialen Anpassungsschwierigkeiten 10 bis 100.cite-ref-versmedv-151-0[146] Beim frĂźhkindlichen und atypischen Autismus bleibt eine Besserung des Symptombilds meist in engen Grenzen. Etwa 10â15 % der Menschen mit frĂźhkindlichem Autismus erreichen im Erwachsenenalter eine eigenständige LebensfĂźhrung. Der Rest benĂśtigt in der Regel eine intensive, lebenslange Betreuung und eine geschĂźtzte Unterbringung.
Ăber den Langzeitverlauf beim Asperger-Syndrom gibt es bisher keine Studien. Hans Asperger nahm einen positiven Langzeitverlauf an.cite-ref-152[147] In der Regel lernen Menschen mit Asperger-Syndrom im Laufe ihrer Entwicklung, ihre Probleme â abhängig vom Grad ihrer intellektuellen Fähigkeiten â mehr oder weniger gut zu kompensieren. Der britische Autismusexperte Tony Attwood vergleicht den Entwicklungsprozess von Menschen mit Asperger-Syndrom mit der Erstellung eines Puzzles: Mit der Zeit bekommen sie die einzelnen Teile des Puzzles zusammen und erkennen das ganze Bild. So kĂśnnen sie das Puzzle (oder Rätsel) des Sozialverhaltens lĂśsen.cite-ref-2-153-0[148]cite-ref-2-153-1[148] Es existiert eine Reihe von BĂźchern Ăźber autistische Menschen. Der Neurologe Oliver Sacks und Psychologe Torey L. Hayden haben BĂźcher Ăźber ihre autistischen Patienten und deren Lebenswege verĂśffentlicht. An BĂźchern, die von Autisten selbst geschrieben wurden, sind insbesondere die Werke der US-amerikanischen Tierwissenschaftlerin Temple Grandin, der australischen Schriftstellerin und KĂźnstlerin Donna Williams, der US-amerikanischen Erziehungswissenschaftlerin Liane Holliday Willey und des deutschen Schriftstellers und Filmemachers Axel Brauns bekannt.
Schule, Ausbildung, Beruf
Welche Schule fßr autistische Menschen geeignet ist, hängt von Intelligenz, Sprachentwicklung und Ausprägung des Autismus beim Einzelnen ab. Sind Intelligenz und Sprachentwicklung normal ausgeprägt, kÜnnen autistische Kinder eine Regelschule besuchen, und es kann ein reguläres Studium oder eine reguläre Berufsausbildung absolviert werden. Andernfalls kann der Besuch einer FÜrderschule in Betracht gezogen werden.cite-ref-s-nkel-154-0[149] Etwa zwei Drittel der autistischen Kinder besuchen Regelschulen.cite-ref-155[150] Die Inklusive Pädagogik bietet alternative LÜsungen an, die auch fßr autistische Kinder relevant sein kÜnnen.
Einerseits kann der Einstieg ins reguläre Berufsleben problematisch werden, da viele Autisten die hohen sozialen Anforderungen der heutigen Arbeitswelt nicht erfĂźllen kĂśnnen. So sind laut einer von Rehadat verĂśffentlichten Studie von 2004 nur ungefähr zehn Prozent der autistischen jungen Menschen den Anforderungen einer Berufsausbildung gewachsen, da âneben dem erreichten kognitiven Leistungsniveau die psychopathologischen Auffälligkeiten entscheidend fĂźr die Ausbildungsfähigkeit sindâ, was Geduld und mĂśglicherweise eine längere Phase der Berufsvorbereitung erfordert, damit eine Ablehnung prinzipiell ausbildungsfähiger Jugendlicher vermieden wird.cite-ref-rehadat-156-0[151] Verständnisvolle Vorgesetzte und Kollegen sind fĂźr autistische Menschen unerlässlich. Wichtig sind auĂerdem geregelte Arbeitsabläufe, klare Aufgaben, Ăźberschaubare Sozialkontakte, eine eindeutige Kommunikation und die Vermeidung von HĂśflichkeitsfloskeln, welche zu Missverständnissen fĂźhren kĂśnnen.cite-ref-ollech-157-0[152] Zudem kann etwa eine Tätigkeit in einer Werkstatt fĂźr Menschen mit Behinderung (kurz WfbM) infrage kommen.
Auf der anderen Seite sind Autisten mit ihren unter Umständen vorhandenen Teilleistungsstärken teilweise gerade besonders gut fßr bestimmte Berufe bzw. Tätigkeiten geeignet.cite-ref-20-158-0[153] Viele Autisten erfßllen durch ihre kognitive Leistungsfähigkeit auch die Voraussetzungen fßr ein Studium, welches sich jedoch aufgrund der nicht fest vorgeschriebenen Struktur in die Länge ziehen kann.cite-ref-s-nkel-154-1[149] Ein wichtiges Ziel fßr autistische Erwachsene ist es, eine zum eigenen Stärke-Schwäche-Profil passende Nische zu finden, in der sie gut zurechtkommen. Der richtige Arbeitsplatz, der besondere Eigenarten der jeweiligen Person berßcksichtigt, kann schwierig zu finden, aber oft auch sehr erfßllend sein. Verschiedene Unternehmen suchen gezielt nach Autisten oder haben sich auf ihre Vermittlung spezialisiert.cite-ref-20-158-1[153]
Der britische Psychologe Attwood schreibt Ăźber die Diagnose von âleicht autistischenâ Erwachsenen, dass diese teilweise gut zurechtkommen, wenn sie etwa einen passenden Arbeitsplatz gefunden haben, aber im Fall von Krisen â etwa durch Erwerbslosigkeit â von ihrem Wissen Ăźber das Asperger-Syndrom zur Bewältigung von Krisen profitieren kĂśnnen.cite-ref-159[154]
Behandlungsleitlinien und unterstĂźtzende MaĂnahmen
Die Behandlung von Autismus zielt nicht auf eine âHeilungâ der zugrunde liegenden neurobiologischen Besonderheiten, sondern auf die FĂśrderung von Kommunikation, Selbstständigkeit, sozialer Teilhabe und Lebensqualität. Therapieansätze orientieren sich heute an einem individuellen, ressourcenorientierten und lebensweltbezogenen Konzept, das sowohl medizinische, psychologische als auch sozialpädagogische MaĂnahmen umfasst.cite-ref-160[155] Dabei ist auch zu beachten, dass seit dem Inkrafttreten des Ăbereinkommens Ăźber die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-Behindertenrechtskonvention) zumindest in Deutschland zunehmend Wert darauf gelegt wird, fĂźr Kinder im Autismus-Spektrum eine passende Umgebung zu gestalten. Defizite in der Entwicklung kĂśnnen bei einem fĂśrderlichen Umgang mit den Kindern sowie durch eine Umgebung, die Vertrautheit, Ruhe, Ăberschaubarkeit und Vorhersagbarkeit bietet, teilweise ausgeglichen werden.cite-ref-4-161-0[156]
Die aktuelle S3-Leitlinie betont, dass therapeutische Interventionen stets koordiniert, vernetzt und aufeinander abgestimmt erfolgen sollen â EinzelmaĂnahmen ohne Bezug zueinander gelten als wenig wirksam. Zudem mĂźssen Komorbiditäten wie ADHS, AngststĂśrungen oder Epilepsie bei der Planung der Behandlung berĂźcksichtigt werden.cite-ref-162[157]
Ausgehend von der individuellen Entwicklung wird bei autistischen Kindern ein Plan aufgestellt, in dem die Art der Behandlung einzelner Symptome festgelegt und aufeinander abgestimmt wird. Dem Ăbereinkommen Ăźber die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-Behindertenrechtskonvention) entsprechend sollte eine passende Umgebung geschaffen werden, in der alle Beteiligten lernen, wie sie die âEigenartenâ des Kindes am besten berĂźcksichtigen kĂśnnen.cite-ref-4-161-1[156] Bei Kindern wird das gesamte Umfeld (Eltern, Familien, Kindergarten, Schule) in den Behandlungsplan einbezogen. Angebote fĂźr Erwachsene sind vielerorts erst im Aufbau begriffen.cite-ref-163[158] Einen Ăberblick Ăźber Anwendungen, Therapien und Interventionen hat die englische National Autistic Society verĂśffentlicht.cite-ref-164[159] Eine Auswahl von Behandlungsmethoden soll im Folgenden kurz vorgestellt werden.cite-ref-5-165-0[160]cite-ref-166[161]
Zur Behandlung bei Erwachsenen liegt eine umfassende Ăbersicht von 2013 durch die Freiburger Autismus-Studiengruppe vor.cite-ref-167[162] Die systematische Auswertung von Behandlungsversuchen bei älteren Jugendlichen und Erwachsenen ist (Stand 2017) â im Gegensatz zur Situation bei Kindern â noch unbefriedigend, was auf die historisch spätere Aufmerksamkeit bei der Erfassung dieser Altersgruppen zurĂźckgefĂźhrt wurde.cite-ref-pmid26077193-168-0[163]cite-ref-169[164]
Therapie
Verhaltenstherapeutische Verfahren spielen in der Behandlung von Menschen im Autismus-Spektrum eine zentrale Rolle. Sie zielen darauf ab, adaptive Fähigkeiten zu fÜrdern, problematische Verhaltensmuster zu reduzieren und Kommunikations- sowie Interaktionskompetenzen zu stärken. Dabei kommen sowohl klassische verhaltenstherapeutische Ansätze (z. B. Applied Behavior Analysis, ABA) als auch neuere integrative Formen zum Einsatz, die kognitive, emotionale und soziale Lernprozesse einbeziehen.cite-ref-170[165]
Kognitiv-behaviorale Interventionen (CBT) werden insbesondere bei BegleitstĂśrungen wie Angst, Zwang oder Depression eingesetzt und zeigen bei entsprechender Anpassung an die BedĂźrfnisse autistischer Menschen â etwa durch visuelle Strukturierung, klare Sprache und eltern- oder gruppenbasiertes Training â gute Wirksamkeit.cite-ref-171[166]
Als Mittel der Wahl gilt Verhaltenstherapie insbesondere dann, wenn konkrete Lernziele formuliert, Verhaltensmuster systematisch geĂźbt und Umgebungsbedingungen an individuelle BedĂźrfnisse angepasst werden. Sie kann in Einzel- oder Gruppensettings erfolgen und wird häufig mit anderen FĂśrdermaĂnahmen kombiniert.cite-ref-172[167]cite-ref-173[168]
Die AWMF-S3-Leitlinie benennt eine Reihe spezifischer Verfahren mit nachgewiesener Wirksamkeit, darunter:cite-ref-174[169]
⢠TEACCH (Treatment and Education of Autistic and related Communication Handicapped Children) â strukturierte FĂśrderung und Visualisierungshilfen im Alltag, insbesondere fĂźr Kinder und Jugendliche;
⢠ESDM (Early Start Denver Model) â frĂźhkindliche, spielbasierte und entwicklungsorientierte FĂśrderung;
⢠PECS (Picture Exchange Communication System) â Bildaustauschsystem zur nonverbalen Kommunikation;
⢠PRT (Pivotal Response Treatment) â motivationsorientierte Verhaltenstherapie mit Fokus auf SchlĂźsselbereiche sozialer Kommunikation;
⢠EIBI (Early Intensive Behavioral Intervention) â intensiv verhaltenstherapeutisches FrĂźhfĂśrderprogramm;
⢠CBT (Cognitive Behavioral Therapy) â kognitive Verhaltenstherapie, insbesondere bei Begleiterkrankungen;
Das Freiburger Aspergerspezifische Therapieprogramm fßr Erwachsene (FASTER) wurde von der Arbeitsgruppe um den Psychiater und Neurowissenschaftler Ludger Tebartz van Elst an der Universitätsklinik Freiburg entwickelt. Es handelt sich um ein manualisiertes, gruppenbasiertes Therapieprogramm fßr Erwachsene mit hochfunktionalem Autismus oder Asperger-Syndrom. Ziel ist die Verbesserung von Selbstwahrnehmung, Stress- und Emotionsregulation sowie sozialer Kommunikation, etwa durch Video-Feedback, Psychoedukation und Training nonverbaler Interaktion. Erste Studien weisen auf gute Akzeptanz und Wirksamkeit des Ansatzes hin.cite-ref-175[170]
Elterntraining
Eine Reduzierung des Stresses der Eltern zeigt deutliche Besserungen im Verhalten ihrer autistischen Kinder. Es gibt starke Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen der Stressbelastung der Eltern und den Verhaltensproblemen ihrer Kinder, unabhängig davon, wie stark die Merkmale des Autismus ausgeprägt sind. Verhaltensprobleme der Kinder zeigen sich nicht vor, sondern auch während erhÜhter Stressbelastung der Eltern.cite-ref-176[171] Die National Autistic Society hat das EarlyBird-Programm entwickelt, ein dreimonatiges Trainingsprogramm fßr Eltern, um sie auf das Thema Autismus effektiv vorzubereiten.cite-ref-177[172] Nebst dem Stressmanagement kann Elterntraining auch auf eine Verbesserung von Begleitsymptomen wie Angst- und SchlafstÜrungen abzielen, bei Letzterem z. B. durch die Erstellung und Umsetzung eines Schlafplans und die Einfßhrung bestimmter Rituale vor dem Zubettgehen.cite-ref-6-121-2[116]cite-ref-7-122-3[117]
MedikamentĂśse Behandlung
Die medikamentÜse Behandlung von Begleitsymptomen wie etwa Angst, Depressionen, Aggressivität oder Zwängen mit Antidepressiva (etwa SSRI), atypischen Neuroleptika oder Benzodiazepinen kann eine Komponente im Gesamtbehandlungsplan sein.cite-ref-178[173]
FĂźr Kinder mit SchlafstĂśrungen kann die Gabe von Melatonin helfen, wenn verhaltenstherapeutische MaĂnahmen und MaĂnahmen der Schlafhygiene allein nicht zum gewĂźnschten Erfolg fĂźhren.cite-ref-6-121-3[116]cite-ref-7-122-4[117] SchlafstĂśrungen sind bei autistischen Menschen multifaktoriell bedingt â fĂźr Kinder konnte zum Teil eine verringerte Produktion und Freisetzung von kĂśrpereigenem Melatonin gezeigt werden.cite-ref-6-121-4[116]cite-ref-8-179-0[174] In Studien mit retardiertem Melatonin zeigten autistische Kinder und Jugendliche wiederum eine verkĂźrzte Einschlafzeit und eine erhĂśhte Gesamtschlafdauer.cite-ref-7-122-5[117]cite-ref-8-179-1[174]
Mit besonderer Vorsicht ist bei der Gabe von Stimulanzien, wie sie bei Hyperaktivität (ADHS) verschrieben werden, vorzugehen, da sie bei Autismus und der hier häufig vorkommenden Ăberempfindlichkeit auf Reize der Sinnesorgane letztere noch verstärken kĂśnnen. Die Wirksamkeit von Methylphenidat ist bei Autisten reduziert (ca. 50 statt 75 Prozent der Patienten), 10-mal häufiger seien unerwĂźnschte Nebenwirkungen wie z. B. Reizbarkeit oder SchlafstĂśrungen.cite-ref-180[175]
Sozialpädagogische und alltagsbezogene Hilfen
Neben therapeutischen Angeboten spielen (sozial-)pädagogische UnterstĂźtzungsformen eine zentrale Rolle. Bei Kindern kann dies eine Schulbegleitung oder Integrationsassistenz sein, um die Teilhabe am Unterricht zu ermĂśglichen. Erwachsene mit stärker ausgeprägten Beeinträchtigungen erhalten im Rahmen der Eingliederungshilfe nach SGB IX Leistungen wie Ambulant Betreutes Wohnen (ABW), Arbeitsassistenz oder tagesstrukturierende MaĂnahmen, um ein selbstbestimmtes Leben und soziale Integration zu fĂśrdern.cite-ref-181[176]
Ergänzende MaĂnahmen
MĂśgliche ergänzende MaĂnahmen sind etwa Musik-, Kunst-, Massagetherapie oder der Einsatz von Therapierobotern (Keepon) oder Echolokationslauten (Dolphin Space). Sie kĂśnnen die Lebensqualität steigern, indem sie positiv auf Stimmung, Ausgeglichenheit und Kontaktfähigkeit einwirken.
Therapeutisches Reiten und der Einsatz von Hunden sowohl zur UnterstĂźtzung von Therapien als auch zur Begleitung im Alltag gelten als besonders geeignet.cite-ref-182[177]
Verfahren ohne Wirksamkeitsnachweis
Weitere bekannte MaĂnahmen sind Festhaltetherapie, GestĂźtzte Kommunikation und Daily-Life-Therapie. Diese MaĂnahmen âsind im Kontext der Behandlung des Autismus entweder äuĂerst umstritten und unglaubwĂźrdig oder deren Annahmen und Versprechungen wurden durch wissenschaftliche Untersuchungen im Wesentlichen widerlegtâ.cite-ref-5-165-1[160]cite-ref-35-183-0[178]
⢠Die Festhaltetherapie wurde 1984 von der US-amerikanischen Kinderpsychologin Martha Welch entwickelt und von Jirina Prekop im deutschen Sprachraum verbreitet. Ansatzpunkt bei dieser Therapie ist die nicht dem aktuellen Stand der Autismusforschung entsprechende Annahme, dass der Autismus eine emotionale StĂśrung sei, die durch negative EinflĂźsse in der frĂźhesten Kindheit hervorgerufen werde. Das autistische Kind habe kein Urvertrauen aufbauen kĂśnnen. Bei der Ăźberaus umstrittenen Festhaltetherapie soll durch Festhalten des Kindes der Widerstand gegen Nähe und KĂśrperkontakt gebrochen und so das Urvertrauen nachträglich entwickelt werden. Bedenklich bei der Festhaltetherapie âist nicht nur die manchmal äuĂerst dramatisch und gewalttätig anmutende Vorgehensweise, sondern auch die dem Konzept mehr oder weniger zugrundeliegende These, dass das frĂźhe Urvertrauen vom Kind nicht erworben werden konnte. Dies wird häufig von Eltern im Sinne einer persĂśnlichen Schuld am Sosein ihres autistischen Kindes interpretiertâ.cite-ref-184[179]cite-ref-185[180] Kritiker und Kinderschutz-Fachstellen beschreiben fĂźr die Festhaltetherapie erhebliche Risiken bis hin zu kumulativer Traumatisierung, Angst- und Ohnmachtserleben, Bindungs- und Vertrauensschäden sowie Eskalationen bis zur Misshandlung; sie sprechen von therapeutisch verbrämter Gewalt und fordern eine klare Abgrenzung bzw. ein Unterbinden solcher Praktiken.cite-ref-benz-186-0[181]cite-ref-187[182] In der internationalen Fachliteratur wird das Verfahren als schädliche Intervention diskutiert, die mit adversen Ereignissen assoziiert ist und fĂźr Minderjährige besondere Gefahren birgt.cite-ref-188[183] Auch die Ăźberregionale Presse dokumentiert seit Jahren Warnungen aus der Wissenschaft gegenĂźber Verfahren, bei denen Kinder stundenlang fixiert werden; dabei werden gesundheitliche und psychische Schäden sowie die Grenzverletzung kindlicher Rechte problematisiert.cite-ref-189[184]cite-ref-190[185] Heute gilt die sogenannte Festhaltetherapie als nicht evidenzbasiertes und ethisch inakzeptables Verfahren, das in Fachkreisen klar abgelehnt wird. Sie wird weder von psychotherapeutischen Berufsverbänden noch von wissenschaftlichen Fachgesellschaften anerkannt.cite-ref-benz-186-1[181]
⢠Bei der Methode Gestßtzte Kommunikation benutzt die autistische Person (gestßtzte Person) mit kÜrperlicher Hilfestellung durch eine assistierende Person (Stßtzer) eine Kommunikationshilfe (Buchstabentafel, Kommunikationstafel, Computertastatur u. ä.). Durch diese gemeinsame Bedienung entsteht ein Text, dessen Autorenschaft der gestßtzten Person zugeschrieben wird. Die Stßtzer werden in Seminaren in die Gestßtzte Kommunikation eingefßhrt. Kritik an der Methode entzßndet sich u. a. daran, dass in Blindversuchen nachgewiesen werden konnte, dass der Stßtzer den Schreiber unbewusst und unbeabsichtigt beeinflusste, sodass der Stßtzer und nicht die gestßtzte Person Urheber des Textes ist.cite-ref-35-183-1[178]
⢠Die Daily-Life-Therapie wurde erstmals 1964 in Japan angewandt. Dabei wird von der Grundhypothese ausgegangen, dass ein hohes Angstniveau bei autistischen Menschen durch kÜrperliche Anstrengung beseitigt werden kann. KÜrperliche Anstrengung fßhrt zu einer erhÜhten Ausschßttung von Endorphinen, die schmerzlindernd oder schmerzunterdrßckend (analgetisch) wirken.
⢠Des Weiteren gibt es verschiedene âbiologisch begrĂźndeteâ Therapiemethoden â etwa die Behandlung mit dem Darmhormon Sekretincite-ref-191[186] â, unter Verwendung hoher Dosen von Vitaminen und Mineralien oder mit besonderen Diäten. Auch hier fehlen bisher Wirksamkeitsnachweise, sodass von diesen MaĂnahmen abgeraten wird.cite-ref-5-165-2[160]cite-ref-35-183-2[178]
Ursachen
Autismus gilt als eines der am stärksten erblich bedingten StĂśrungsbilder Ăźberhaupt.cite-ref-9-192-0[187]cite-ref-pmid32206584-193-0[188] Verschiedene Studien und Metaanalysen belegen eine Heritabilität von etwa 50â90 %, das heiĂt, dass das Risiko, mit Autismus geboren zu werden, zu bis zu 90 % genetisch bedingt ist. UmwelteinflĂźsse während der Schwangerschaft (z. B. bestimmte Infektionserkrankungen, Medikamente oder Pestizide) kĂśnnen das Risiko nach aktuellem Stand der Forschung lediglich erhĂśhen, jedoch ohne genetische Beteiligung keinen Autismus verursachen.cite-ref-194[189]cite-ref-195[190]cite-ref-196[191]cite-ref-197[192] De-novo-Mutationen, die sich in der Schwangerschaft spontan und ohne erbliche Komponente entwickeln, kĂśnnen ebenfalls Autismus hervorrufen, wobei die Bedeutung von UmwelteinflĂźssen hier noch nicht abschlieĂend geklärt ist.cite-ref-198[193]cite-ref-199[194] Biomarker, die eine sichere Diagnose erlauben, sind bislang nicht bekannt.cite-ref-28-26-0[26]
Nach aktuellem Stand der Wissenschaft wird angenommen, dass es sich bei Autismus um ein angeborenes StĂśrungsbild handelt, das nicht nachträglich im Kindes-, Jugend- oder Erwachsenenalter erworben werden kann.cite-ref-200[10.1]cite-ref-201[195]cite-ref-202[196]cite-ref-203[197] Vollumfänglich widerlegt sind die Mitte des 20. Jahrhunderts verbreitete Annahme, Autismus entstehe durch fehlende Mutterliebe (siehe âKĂźhlschrankmutterâ)cite-ref-sinzig-204-0[198]cite-ref-205[199] sowie die ab 1998 von Andrew Wakefield verbreitete Falschbehauptung, bestimmte Impfstoffe kĂśnnten Autismus verursachen. Wakefields Arbeiten wurden später als finanziell motivierte Fälschungen enttarnt, der Autor 2010 mit einem lebenslangen Berufsverbot belegt.cite-ref-pmid30986133-206-0[200]
Biologische Erklärungsansätze
Die biologischen Ursachen des gesamten Autismusspektrums liegen in entwicklungsbiologischen Abweichungen bei Entstehung und Wachstum des Gehirns. Verändert sind nach aktuellem Forschungsstand dabei sowohl Anatomie als auch Funktion, und insbesondere die Ausbildung bestimmter Nervenverbindungen (Konnektom).cite-ref-pmid25891007-207-0[201] Gegenstand der Forschung sind die mĂśglichen Ursachen dieser Abweichungen, die in erster Linie â aber nicht nur â die Embryonalentwicklung betreffen. Neben besonderen vererbten genetischen Bedingungen kommen im Prinzip alle Faktoren infrage, die die Arbeit der Gene in kritischen Zeitfenstern beeinflussen (Teratologie).cite-ref-pmid26021712-208-0[202]
Zwei Metaanalysen von Daten zur Kartierung des menschlichen Gehirns von 2021 und 2022 kamen â unabhängig voneinander â zu dem Ergebnis, dass bei Autisten im Zusammenhang mit Empathie-Prozessen die Aktivität im rechtsseitigen Gyrus parahippocampalis im Vergleich zu gesunden Kontrollgruppen signifikant vermindert war.cite-ref-pmid34322943-209-0[203]cite-ref-pmid35882091-210-0[204] Diese Gehirnregion ist unter anderem an der Wahrnehmung von sozialen Situationen beteiligt.cite-ref-pmid36138872-211-0[205]cite-ref-pmid33126911-212-0[206]
Genetische Faktoren
Die genetischen Ursachen des Gesamtbereichs des Autismusspektrums haben sich als äuĂerst vielfältig und hochkomplex erwiesen.cite-ref-9-192-1[187]cite-ref-213[207] In einer Ăbersicht von 2011 wurden bereits 103 Gene und 44 Genorte (Genloci) als Kandidaten fĂźr eine Beteiligung identifiziert, und es wurde vermutet, dass die Zahlen weiter stark stiegen.cite-ref-214[208] Es wird allgemein davon ausgegangen, dass die immensen KombinationsmĂśglichkeiten vieler genetischer Abweichungen die Ursache fĂźr die groĂe Vielfalt und Breite des Autismusspektrums sind.cite-ref-215[209]
Seit etwa 2010 hat sich zunehmend herausgestellt, dass neben den länger bekannten erblichen Veränderungen gerade bei Autismus submikroskopische Veränderungen in Chromosomen eine SchlĂźsselrolle spielen, nämlich die Kopienzahlvariationen.cite-ref-pmid29325621-216-0[210]cite-ref-pmid29574884-217-0[211]cite-ref-pmid27894357-218-0[212] In erster Linie handelt es sich dabei um Genduplikation oder Gendeletion. Sie entstehen bei der Bildung von Eizellen der Mutter oder von Samenzellen des Vaters (Meiose). Das heiĂt, sie entstehen neu (de novo). Wenn ein Kind eine solche Abweichung von einem Elternteil erhält, kann es sie jedoch weiter vererben, und zwar mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent. Dadurch ist es mĂśglich, dass eine Abweichung, die zu Autismus beiträgt, nur einmalig bei einem Kind auftritt und nicht weiter vererbt wird oder aber auch mehrere Familienmitglieder in verschiedenen Generationen betrifft. In letzterem Fall kann zudem die Durchschlagskraft (Penetranz und Expressivität) einer solchen genetischen Abweichung von Person zu Person hĂśchst unterschiedlich sein (0â100 %). Eineiige Zwillinge weisen im Regelfall beide eine Autismus-Spektrum-StĂśrung auf, eine âsehr hohe Erblichkeitâ konnte allerdings nur fĂźr âextrem hohe Autismus-Symptomlevelsâ ('extreme autism symptom levels') in Zwillingsstudien nachgewiesen werden.cite-ref-219[213] Moderne Analysemethoden (DNA-Chip-Technologie) erlauben die Feststellung genetischer Abweichungen (Analyse des Karyotyps), die zur Ausprägung der Spektrum-StĂśrung fĂźhren,cite-ref-9-192-2[187] wobei die Einbeziehung von Familienmitgliedern oft hilfreich oder sogar notwendig ist. Die Ergebnisse kĂśnnen dann die Grundlage von genetischen Beratungen bilden.
Atypische Konnektivität
2004 entdeckte eine Forschergruppe um Marcel Just und Nancy Minshew an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh (USA) die Erscheinung der veränderten Konnektivität (groĂräumiger Informationsfluss, engl. connectivity) im Gehirn bei den Gruppendaten von 17 Probanden aus dem Asperger-Bereich des Autismusspektrums. Funktionelle Gehirnscans (fMRI) zeigten im Vergleich zur Kontrollgruppe sowohl Bereiche erhĂśhter als auch Bereiche verminderter Aktivität sowie eine verminderte Synchronisation der Aktivitätsmuster verschiedener Gehirnbereiche. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse entwickelten die Autoren erstmals die Theorie der Unterkonnektivität (underconnectivity) fĂźr die Erklärung des Autismusspektrums.cite-ref-220[214]
Die Ergebnisse wurden relativ schnell in weiteren Studien bestätigt, ausgebaut und präzisiert, und das Konzept der Unterkonnektivität wurde entsprechend fortentwickelt.cite-ref-221[215]cite-ref-222[216] Bezßglich anderer Theorien wurde es nicht als Gegenmodell, sondern als ßbergreifendes Generalmodell präsentiert. In den folgenden Jahren nahm die Anzahl der Studien zur Konnektivität beim Autismusspektrum explosionsartig zu.
Dabei wurde neben eher globaler Unterkonnektivität häufig auch eher lokale Ăberkonnektivität gefunden. Letztere wird allerdings â gestĂźtzt auf Kenntnisse der frĂźhkindlichen Gehirnentwicklung bei Autismus â eher als Ăberspezialisierung und nicht als Steigerung der Effektivität verstanden. Um beide Erscheinungen zu berĂźcksichtigen, wird das Konzept nun atypische Konnektivität genannt. Es zeichnet sich ab (Stand: Juli 2015), dass es sich als Konsensmodell in der Forschung etabliert.cite-ref-223[217]cite-ref-224[218] Dies gilt auch, wenn der Asperger-Bereich des Autismusspektrums fĂźr sich betrachtet wird.cite-ref-225[219] Die beim Autismusspektrum vorliegende atypische Konnektivität wird verstanden als Ursache des hier beobachteten besonderen Verhaltens, wie etwa bei der Erfassung von Zusammenhängen zwischen Dingen, Personen, GefĂźhlen und Situationen.
Umwelt- und mĂśgliche kombinierte Faktoren
Die Hypothese, dass Umweltgifte die Entstehung von Autismus begĂźnstigen kĂśnnten, ist Gegenstand wissenschaftlicher Diskussionen. Nach dem Stand von 2017 gilt dies als nicht ausreichend erforscht.cite-ref-pmid28102992-226-0[220]cite-ref-227[221]cite-ref-228[222] Der mĂśgliche Einfluss erhĂśhter Aufnahme von Quecksilber und anderer Substanzen ist aufgrund widersprĂźchlicher Untersuchungsergebnisse noch umstritten.cite-ref-229[223]cite-ref-230[224]
Widerlegte Erklärungsansätze
Es taucht immer wieder das GerĂźcht auf, Autismus kĂśnne durch Impfungen etwa gegen Mumps, Masern oder RĂśteln (MMR) verursacht werden, wobei eine im Impfstoff enthaltene organische Quecksilberverbindung, das Konservierungsmittel Thiomersal, als auslĂśsende Substanz verdächtigt wird. Derlei Berichte entbehren jedoch âjeglicher wissenschaftlicher Grundlage, so unterscheidet sich die Häufigkeit von Autismus nicht bei geimpften und ungeimpften Kindern.âcite-ref-5-165-3[160] Durch verschiedene Studien ist der Zusammenhang zwischen Thiomersal enthaltenden Impfstoffen und Autismus mittlerweile widerlegt.cite-ref-231[225]cite-ref-232[226]cite-ref-233[227]cite-ref-234[228]cite-ref-235[229]cite-ref-236[230] Ungeachtet dessen ist heute in der Regel in Impfstoffen kein Thiomersal mehr enthalten.cite-ref-237[231] Eine Abnahme der Anzahl der Neuerkrankungen war erwartungsgemäà in Folge nicht zu beobachten â eine weitere Schwächung der âAutismus-durch-Impfungâ-Hypothese.cite-ref-238[232]
Die Annahmen, dass Autismus eine Folge von Impfschäden sein soll, ging auf eine VerĂśffentlichung von Andrew Wakefield in der Fachzeitschrift The Lancet 1998 zurĂźck.cite-ref-239[233] 2004 wurde bekannt, dass Wakefield vor der VerĂśffentlichung von Anwälten, die Eltern autistischer Kinder vertraten, 55.000 ÂŁ an Drittmitteln erhalten hatte.cite-ref-240[234] Diese suchten Verbindungen zwischen Autismus und der Impfung, um Hersteller des Impfstoffes zu verklagen. Die Gelder waren weder den Mitautoren noch der Zeitschrift bekannt gewesen. Daraufhin traten zehn der dreizehn Autoren des Artikels von diesem zurĂźck.cite-ref-241[235] Im Januar 2010 entschied die britische Ărztekammer (General Medical Council), dass Wakefield âunethische Forschungsmethodenâ angewandt hatte und seine Ergebnisse in âunehrlicherâ und âunverantwortlicherâ Weise präsentiert wurden. The Lancet zog daraufhin Wakefields VerĂśffentlichung vollständig zurĂźck.cite-ref-242[236] In der Folge wurde im Mai 2010 auch ein Berufsverbot in GroĂbritannien gegen ihn ausgesprochen.cite-ref-243[237]
Die amerikanische Food and Drug Administration hat im September 2006 einen Zusammenhang zwischen Autismus und Impfstoffen als unbegrßndet abgewiesen,cite-ref-244[238] zahlreiche wissenschaftliche und medizinische Einrichtungen folgten dieser Einschätzung.cite-ref-245[239]cite-ref-246[240]cite-ref-247[241]
Bis 2013 gab es widersprĂźchliche Hinweise zu der Hypothese, dass Systeme von Spiegelneuronen bei autistischen Menschen mĂśglicherweise nicht hinreichend funktionstĂźchtig seien.cite-ref-248[242]cite-ref-249[243] In einer Metaanalyse von 2013 wurde dann festgestellt, dass es wenig gebe, das die Hypothese stĂźtze, und dass das Datenmaterial eher mit der Annahme vereinbar sei, dass die absteigende (Top-down-)Modulierung sozialer Reaktionen bei Autismus atypisch sei.cite-ref-250[244]
Die Theorie, dass eine Vermännlichung des Gehirns (Extreme Male Brain Theory) durch einen hohen Testosteronspiegel im Mutterleib ein Risikofaktor fĂźr ASS sein kĂśnnte, wurde in neueren Studien gezielt untersucht, konnte jedoch nicht bestätigt werden.cite-ref-251[245]cite-ref-252[246] Hierzu zählen auch Untersuchungen des Gehirns durch bildgebende Verfahren (fMRI). Es zeigte sich, dass männliche Autisten eher typisch weibliche Eigenschaften bei der Verbindung von Gehirnregionen (engl. connectivity) hatten â statt, wie in der Theorie der Vermännlichung des Gehirns vorhergesagt, besonders verstärkt männliche.cite-ref-pmid26989195-253-0[247]cite-ref-pmid29504047-254-0[248]
Obwohl VerdauungsstĂśrungen im Zusammenhang mit ASS oft beschrieben wurden, gibt es bis heute (Stand November 2015) keine zuverlässigen Daten zu einer mĂśglichen Korrelation oder gar einem mĂśglichen ursächlichen Zusammenhang â weder in die eine noch in die andere Richtung.cite-ref-255[249]cite-ref-256[250]cite-ref-257[251]
Auties und Aspies
Die Ausprägungen von Autismus umfassen ein breites Spektrum. Viele autistische Menschen wĂźnschen sich keine âHeilungâ, da sie Autismus nicht als Krankheit, sondern als normalen Teil ihres Selbst betrachten. Viele Erwachsene mit âleichteremâ Autismus haben gelernt, mit ihrer Umwelt zurechtzukommen. Sie wĂźnschen sich statt Pathologisierung oft nur die Toleranz durch ihre Mitmenschen. Auch sehen sie Autismus nicht als etwas von ihnen Getrenntes, sondern als integralen Bestandteil ihrer PersĂśnlichkeit.
Die australische KĂźnstlerin und Kanner-Autistin Donna Williams hat in diesem Zusammenhang den Ausdruck Auties vorgeschlagen, der sich entweder speziell auf Menschen mit Kanner-Autismus bezieht oder allgemein auf alle Menschen im Autismus-Spektrum. Williams grĂźndete 1992 zusammen mit Kathy Lissner Grant und Jim Sinclair das Autism Network International (ANI) und gilt als Mitinitiatorin der Neurodiversitätsbewegung. Von der US-amerikanischen Erziehungswissenschaftlerin und Asperger-Autistin Liane Holliday Willey stammt der Ausdruck Aspies fĂźr Menschen mit Asperger-Syndrom. Die Psychologen Tony Attwood und Carol Gray richten in ihrem Essay Die Entdeckung von âAspieâcite-ref-aspie-258-0[252] den Blick auf positive Eigenschaften von Menschen mit Asperger-Syndrom. Die AusdrĂźcke Auties und Aspies wurden von vielen Selbsthilfeorganisationen von Menschen im Autismusspektrum Ăźbernommen.
Um dem Wunsch vieler Autisten nach Toleranz durch ihre Mitmenschen Ausdruck zu verleihen, feiern einige seit 2005 jährlich am 18. Juni den Autistic Pride Day. Das Schlagwort der Autismusrechtsbewegung â âNeurodiversitätâ (neurodiversity) â bringt die Idee zum Ausdruck, dass eine untypische neurologische Entwicklung einem normalen menschlichen Unterschied entspreche, der ebenso Toleranz verdiene wie jede andere (physiologische oder sonstige) menschliche Variante.
Autismusforschung
In der Grundlagenforschung wurde bei der visuellen Wahrnehmung von Autisten ein ßberscharfer Aufmerksamkeitswinkel festgestellt, der in seiner Schärfe (sharpness) stark mit der Ausprägung der autistischen Symptome korrelierte,cite-ref-259[253] sowie eine erhÜhte Empfindlichkeit fßr visuelle Feinkontraste.cite-ref-260[254]
Klinische Beobachtungen von Uta Frith (2003) verdeutlichten, dass Autisten häufig erhebliche Schwierigkeiten haben, sprachliche ĂuĂerungen in der gegebenen sprachlichen Situation (Kontext) angemessen zu verstehen (siehe Pragmatik, Disambiguierung).cite-ref-261[255] Ergebnisse von Melanie Eberhardt und Christoph Michael MĂźller deuteten darauf hin, dass ein Autismus-Konzept einer am Detail orientierten Verarbeitung von Sprache viele Besonderheiten des Sprachverstehens autistischer Menschen erklären kann.cite-ref-262[256] Peter Vermeulen entwickelte Friths Beobachtungen zu der Theorie weiter, dass Autisten generell Schwierigkeiten mit der intuitiven Erfassung und Nutzung von Kontextinformationen haben, nicht nur bezogen auf das Sprachverständnis.cite-ref-263[257]
Aktuelle Ergebnisse der internationalen Autismusforschung werden auf der seit 2007 jährlich stattfindenden Wissenschaftlichen Tagung Autismus-Spektrum (WTAS) vorgestellt. Diese Tagung ist mit Grßndung der Wissenschaftlichen Gesellschaft Autismus-Spektrum (WGAS)cite-ref-264[258] 2008 auch deren wesentliches Organ.
Autismus und Behinderung
Barrierefreiheit
Eine UN-Studie erkennt die kulturelle Eigenart von Autisten, barrierefrei online Gemeinschaften zu bilden, als im Rahmen der Menschenrechte gleichwertig an: âHere, the concept of community should not be necessarily limited to a geographic and physical location: some persons with autism have found that support provided online may be more effective, in certain cases, than support received in person.âcite-ref-265[259]
Autisten haben in Deutschland das Recht auf barrierefreie fernschriftliche Kommunikation. Das kann beispielsweise einer Entscheidung des Bundessozialgerichts vom 14. November 2013 entnommen werden, die von der Enthinderungsselbsthilfe von Autisten fĂźr Autisten erstritten wurde.cite-ref-266[260]
Grad der Behinderung
Grad der Behinderung: âDie Kriterien der Definitionen der ICD 10-GM Version 2011 mĂźssen erfĂźllt sein. Komorbide psychische StĂśrungen sind gesondert zu berĂźcksichtigen. Eine Behinderung liegt erst ab Beginn der Teilhabebeeinträchtigung vor. Eine pauschale Festsetzung des GdS nach einem bestimmten Lebensalter ist nicht mĂśglich.
Bei tief greifenden EntwicklungsstĂśrungen (insbesondere frĂźhkindlicher Autismus, atypischer Autismus, Asperger-Syndrom)
⢠ohne soziale Anpassungsschwierigkeiten beträgt der GdS 10â20,
⢠mit leichten sozialen Anpassungsschwierigkeiten beträgt der GdS 30â40,
⢠mit mittleren sozialen Anpassungsschwierigkeiten beträgt der GdS 50â70,
⢠mit schweren sozialen Anpassungsschwierigkeiten beträgt der GdS 80â100.
Soziale Anpassungsschwierigkeiten liegen insbesondere vor, wenn die Integrationsfähigkeit in Lebensbereiche (wie zum Beispiel Regel-Kindergarten, Regel-Schule, allgemeiner Arbeitsmarkt, Ăśffentliches Leben, häusliches Leben) nicht ohne besondere FĂśrderung oder UnterstĂźtzung (zum Beispiel durch Eingliederungshilfe) gegeben ist oder wenn die Autisten einer Ăźber das dem jeweiligen Alter entsprechende MaĂ hinausgehenden Beaufsichtigung bedĂźrfen. Mittlere soziale Anpassungsschwierigkeiten liegen insbesondere vor, wenn die Integration in Lebensbereiche nicht ohne umfassende UnterstĂźtzung (zum Beispiel einen Integrationshelfer als Eingliederungshilfe) mĂśglich ist. Schwere soziale Anpassungsschwierigkeiten liegen insbesondere vor, wenn die Integration in Lebensbereiche auch mit umfassender UnterstĂźtzung nicht mĂśglich ist.âcite-ref-gegenueberstellung-267-0[261]
Hilflosigkeit: âBei tief greifenden EntwicklungsstĂśrungen, die fĂźr sich allein einen GdS von mindestens 50 bedingen, und bei anderen gleich schweren, im Kindesalter beginnenden Verhaltens- und emotionalen StĂśrungen mit lang andauernden erheblichen Einordnungsschwierigkeiten ist regelhaft Hilflosigkeit bis zum 18. Lebensjahr anzunehmen.âcite-ref-gegenueberstellung-267-1[261]
Autisten galten in Deutschland vor 2010/2011 nach den frĂźheren Anhaltspunkten fĂźr die ärztliche Gutachtertätigkeit (AHG) im sozialen Entschädigungsrecht und nach dem Schwerbehindertenrecht Teil 2 SGB IX automatisch als Schwerbehinderte mit einem Grad der Behinderung (GdB) zwischen 50 und 100. AuĂerdem wurde bei autistischen Kindern mindestens bis zum 16. Lebensjahr Hilflosigkeit angenommen.cite-ref-270[264]
Geschichte
Zum Begriff
Der Schweizer Psychiater Eugen Bleuler prägte den Begriff Autismus um 1911 im Rahmen seiner Forschungen zur Schizophrenie. Er bezog ihn ursprĂźnglich zunächst nur auf diese Erkrankung und wollte damit eines ihrer Grundsymptome beschreiben: die ZurĂźckgezogenheit in eine innere Gedankenwelt. Bleuler verstand unter Autismus âdie LoslĂśsung von der Wirklichkeit zusammen mit dem relativen oder absoluten Ăberwiegen des Binnenlebensâ.cite-ref-02-271-0[265]
Sigmund Freud Ăźbernahm die Begriffe âAutismusâ und âautistischâ von Bleuler und setzte sie annähernd mit âNarzissmusâ bzw. ânarzisstischâ gleich,cite-ref-272[266] als Gegensatz zu âsozialâ. Die Begriffsbedeutung wandelte sich mit der Zeit von âdas Leben in einer eigenen Gedanken- und Vorstellungsweltâ hin zu âSelbstbezogenheitâ in einem allgemeinen Sinn.cite-ref-02-271-1[265]
Diagnose-Entstehung
Erstmals beschrieben wurde das heute als Autismus bezeichnete StĂśrungsbild 1925 von der sowjetischen Psychiaterin Grunja Sucharewa. Sie bezeichnete es zunächst als âSchizoide Psychopathie des Kindesaltersâ, später dann als âAutistische (pathologisch vermeidende) Psychopathieâ. Im Gegensatz zur Forschung des späteren 20. Jahrhunderts, die Autismus als ein Ăźberwiegend bei Jungen auftretendes StĂśrungsbild betrachtete, beschrieb Sucharewa bereits explizit die Geschlechtsunterschiede in der Symptomatik. Diese wurden danach erst wieder im 21. Jahrhundert verbreitet aufgegriffen.cite-ref-273[267]cite-ref-274[268]cite-ref-275[269] Zudem erfasste sie auch bereits die fĂźr Autismus charakteristische Ăberempfindlichkeit gegenĂźber Sinnesreizen, die erst 2013 mit EinfĂźhrung des DSM-5 als diagnostisch relevant anerkannt wurde. Sucharewa als Erstbeschreiberin von Autismus ist in der Literatur weitgehend vergessen, stattdessen werden meist Hans Asperger und Leo Kanner genannt. Ob und inwieweit sie mit Sucharewas Arbeit vertraut waren, ist umstritten.cite-ref-276[270]
Asperger und Kanner nahmen den Autismus-Begriff unabhängig voneinander auf und versuchten es als eigenständiges Syndrom zu etabliereren. Sie unterschieden dabei Menschen mit Schizophrenie, die sich aktiv in ihr Inneres zurĂźckziehen, von jenen, die von Geburt an in einem Zustand der inneren ZurĂźckgezogenheit leben. Letzteres definierte nunmehr den âAutismusâ.
Kanner prägte den Begriff des âfrĂźhkindlichen Autismusâ (early infantile autism),cite-ref-277[271] der daher auch als Kanner-Syndrom bezeichnet wird. Seine Sichtweise erreichte internationale Anerkennung und wurde zur Grundlage der weiteren Forschung und der Anerkennung von Autismus als eigenständiges StĂśrungsbild.cite-ref-pmid24329180-8-2[8]
Die VerĂśffentlichungen Aspergers zur âAutistischen Psychopathieâ hingegen wurden zunächst international kaum wahrgenommen. Dies lag zum einen an der zeitlichen Ăberlagerung mit dem Zweiten Weltkrieg und zum anderen daran, dass Asperger auf Deutsch publizierte und seine Texte lange nicht ins Englische Ăźbersetzt wurden. Die englische Psychiaterin Lorna Wing (siehe historische Literatur) fĂźhrte seine Arbeit in den 1980er-Jahren fort und verwendete erstmals die Bezeichnung Asperger-Syndrom. Im Jahr 1991 Ăźbersetzte Uta Frith Aspergers Dissertation erstmals ins Englische.cite-ref-278[272] Im darauffolgenden Jahr wurde das Asperger-Syndrom als selbstständige Diagnose in die ICD-10 aufgenommen. Seit dem DSM-5 (2013) wurden alle autistischen Ausprägungen unter dem Oberbegriff Autismus-Spektrum-StĂśrung (englisch: Autism Spectrum Disorder) zusammengefasst. Grund hierfĂźr war, dass die Unterschiede, insbesondere zwischen dem Asperger-Syndrom und der Autistischen StĂśrung ohne Intelligenzminderung, zu gering erschienen, um sie voneinander zu unterscheiden. Diese Zusammenfassung wurde 2022 in die ICD Ăźbernommen.cite-ref-279[273]
Autismus und Kunst
Manche autistische Menschen sind erfolgreich in der bildenden Kunst tätig. Es gibt in dieser Gruppe von KĂźnstlern eine groĂe Vielfalt von stilistischen Merkmalen, bildnerischen Ausdrucksformen und Verfahren. Kategorisieren lassen sich sogenannte Kritzelbilder und präschematische Darstellungen, abstrakte Malerei oder Farb-Form-Experimente, bildnerische Narrationen, surreal-phantastische Bildnerei, Collagen, seriell angelegten Musterbildungen aus geometrischen Figurationen oder einer fotorealistischen Präzisionsmalerei.cite-ref-280[274]
Bekannte PersĂśnlichkeiten mit Autismus (Auswahl)
| Name | Lebensdaten | bekannt als |
|---|---|---|
| Anthony Hopkins [ 275 ] | *1937 | Schauspieler, Oscar-Preisträger |
| Bill Gates [ 276 ] | *1955 | Unternehmer, MitgrĂźnder von Microsoft |
| Craig Nicholls [ 277 ] | *1977 | Sänger, Frontman von The Vines |
| Damian Milton | *1973 | Autismusforscher, Urheber des Doppelten-Empathie-Problems |
| Daniel Tammet | *1979 | RechenkĂźnstler, Savant |
| Donald Triplett | 1933â2023 | erster diagnostizierter Autist |
| Donna Williams [ 278 ] | 1963â2017 | Schriftstellerin, KĂźnstlerin |
| Elon Musk [ 279 ] | *1971 | Unternehmer, Multimilliardär |
| Greta Thunberg [ 280 ] | *2003 | Klimaaktivistin |
| Grimes [ 281 ] | *1988 | Musikerin |
| Ian Murdock [ 282 ] | 1973â2015 | Informatiker, GrĂźnder von Debian |
| J. Michael Straczynski [ 283 ] | *1954 | Autor, Filmproduzent |
| Paddy Considine [ 284 ] | *1973 | Schauspieler |
| Stephen Wiltshire | *1974 | KĂźnstler, Savant |
| Susan Boyle [ 285 ] | *1961 | Sängerin |
| Temple Grandin | *1947 | Erfinderin, Ethologin |
| Tim Burton [ 286 ] | *1958 | Autor, Produzent, Filmregisseur |
| Tim Page [ 287 ] | *1954 | Schriftsteller, Musikkritiker, Pulitzer-Preisträger |
| Max Park | *2001 | Weltrekordler im Speedcubing |
| Daryl Hannah [ 288 ] | *1960 | Schauspielerin |
| Dan Akroyd [ 289 ] | *1952 | Schauspieler |
| Lucy Bronze [ 290 ] | *1991 | FuĂballerin |
| Courtney Love [ 291 ] | *1964 | Musikerin, Schauspielerin |
| Bella Ramsey [ 292 ] | *2003 | Schauspieler/in |
| Kim Peek | 1951â2009 | Savant, Vorbild fĂźr Rain Man |
| Wentworth Miller [ 293 ] | *1972 | Schauspieler |
| Vernon Smith [ 294 ] | *1927 | Ăkonom, Wirtschaftsnobelpreis träger |
| Tony DeBlois | *1974 | Pianist, Savant |
| Eric Garcia [ 295 ] | *1972 | Schriftsteller |
| Sia [ 296 ] | *1975 | Sängerin |
| Satoshi Tajiri [ 297 ] | *1965 | Erfinder von PokĂŠmon |
Posthume Zuschreibungen (Auswahl)
Zahlreichen historischen PersĂśnlichkeiten wird im Ăśffentlichen und wissenschaftlichen Diskurs eine Autismus-Spektrum-StĂśrung nachgesagt. Eine posthume Diagnose ist bei Autismus jedoch niemals mĂśglich, weshalb solche Zuschreibungen immer spekulativ bleiben. Personen, deren Leben und Wirken aus heutiger Sicht immer wieder Anlass fĂźr entsprechende Vermutungen gibt, sind unter anderem:
| Name | Lebensdaten | bekannt als |
|---|---|---|
| Albert Einstein [ 298 ] | 1879â1955 | Physiker, Nobelpreisträger |
| Barbara McClintock [ 299 ] | 1902â1992 | Genetikerin, Nobelpreisträgerin |
| Carl Sagan [ 300 ] | 1934â1996 | Naturwissenschaftler, Fernsehmoderator |
| Franz Kafka [ 301 ] | 1883â1924 | Schriftsteller |
| Charles Darwin [ 302 ] | 1809â1882 | Naturforscher, BegrĂźnder der Evolutionstheorie |
| Henry Cavendish [ 303 ] | 1731â1810 | Naturwissenwissenschaftler |
| Isaac Newton [ 304 ] | 1643â1727 | Naturforscher, Universalgelehrter |
| James Joyce [ 305 ] | 1882â1941 | Schriftsteller |
| BĂŠla BĂĄrtok [ 306 ] | 1881â1945 | Komponist, Pianist |
| Michelangelo [ 307 ] | 1475â1564 | Bildhauer, Maler, Baumeister |
| Nikola Tesla [ 308 ] | 1856â1943 | Erfinder |
| Glenn Gould [ 309 ] | 1932â1982 | Pianist, Komponist |
| Andy Warhol [ 310 ] | 1928â1987 | KĂźnstler |
| Paul Dirac [ 311 ] | 1902â1984 | Physiker |
| Thomas Jefferson [ 312 ] | 1743â1826 | dritter Präsident der USA |
| Virginia Woolf [ 313 ] | 1882â1941 | Schriftstellerin |
| Immanuel Kant [ 314 ] | 1724â1804 | Philosoph |
| Emily Dickinson [ 315 ] | 1830â1886 | Dichterin |
| Lewis Carroll [ 316 ] | 1832â1998 | Schriftsteller, Mathematiker, Philosoph |
| Alan Turing [ 317 ] | 1912â1954 | Logiker, Mathmatiker, Kryptoanalytiker |
| Stanley Kubrick [ 318 ] | 1928â1999 | Regisseur, Produzent, Drehbuchautor |
| Steve Jobs [ 319 ] | 1955â2011 | Unternehmer, MitbegrĂźnder von Apple |
Autismus in den Medien
Journalismus
⢠Ines Schipperges: Autismus-Serie: Alle acht Folgen.cite-ref-sueddeut-autismus-326-0[320] In: SZ-Magazin, 28. März 2018. Ausgezeichnet mit dem DGPPN-Medienpreis fßr Wissenschaftsjournalismus in der Kategorie Gesellschaft.cite-ref-dgppn-2018-327-0[321]
Romane
⢠Lost in Fuseta, seit 2017 erscheinende Romanreihe um den titelgebenden autistischen Kommissar Leander Lost von Gil Ribeiro alias Holger Karsten Schmidt.
Dokumentarfilme
⢠Alternative Kurzfassung: Der seltsame Sohn â Im Haus der Autisten â u. a. im Rahmen der WDR-Sendereihe Menschen hautnah ausgestrahlt,cite-ref-333[327] 2009 (44 Minuten).
⢠Expedition ins Gehirn â 3-teilige Wissenschaftsdokumentation Ăźber Savants und Autisten mit Savant-Fähigkeiten, Arte und Radio Bremen, TR-Verlagsunion, 2006, ISBN 3-8058-3772-0 (DVD, deutsch/englisch, ca. 156 Minuten).
⢠Sendungen des WDR-Fernsehmagazins Quarks & Co:
⢠Autismus â wenn Denken einsam macht. 2006.cite-ref-334[328]
⢠Was ist anders bei Nicole? Begegnung mit einer Autistin. 2008.cite-ref-335[329]
⢠Was ist Autismus? â Reihe im Rahmen des Schulfernsehens Planet Schule des SWR und WDR Fernsehenscite-ref-336[330]
⢠The Boy With The Incredible Brain â Reportage Ăźber Daniel Tammet im Rahmen der britischen TV-Serie Extraordinary People. 2005 (englisch).
⢠2007: Ihr Name ist Sabine (Elle s'appelle Sabine), Regie: Sandrine Bonnaire
⢠Wenn Veränderung ängstigt. Kurzfilm, Deutschland 2012, Regie: Christian Landrebe (7 Minuten)cite-ref-337[331]
⢠Hilfe bei Autismus? Die Rolle der Bakterien â Dokumentation von Marion Gruner und Christopher Sumpton Ăźber Wissenschaftler, die Indizien fĂźr die Ursache der StĂśrung in der menschlichen Darmflora suchen. Kanada 2012, Arte (52 Minuten).cite-ref-338[332]
⢠2010: Eine ruhige Jacke, Schweiz, Regie: Ramòn Gigercite-ref-339[333]
⢠2012: Matthijsâ Regeln (De regels van Matthijs), Niederlande, Regie: Marc Schmidt â Goldenes Kalb 2012 â Bester langer Dokumentarfilmcite-ref-340[334]cite-ref-341[335]
⢠Antje Behr: Ich, autistisch/Moi : autiste. In der Reihe: Psycho. Deutschland/Frankreich 2022, rbb/Arte (27 Minuten).cite-ref-342[336]
⢠Autismus â Das rätselhafte Spektrum. TV-Dokumentation von Nadine Niemann (Drehbuch / Regie), D 2025 fĂźr Radio Bremen / arte (permanent abrufbar auf youtube.com).
Spielfilme
Im Folgenden eine Liste von Filmen, die Autismus als zentrales Thema behandeln:
⢠2005: Mozart und der Wal (Mozart and the Whale), Regie: Petter NÌss, mit Josh Hartnett, Radha Mitchell
⢠2007: Ben X, Regie: Nic Balthazar, mit Greg Timmermans
⢠2010: Du gehst nicht allein (Temple Grandin), Film ßber das Leben von Temple Grandin, mit Claire Danes
⢠2010: Im Weltraum gibt es keine GefĂźhle (I rymden finns inga känslor), Regie: Andreas Ăhman, mit Bill SkarsgĂĽrd, Martin WallstrĂśm
⢠2011: Der kalte Himmel (Zweiteiler), Regie: Johannes Fabrick, mit Christine Neubauer, Tim Bergmann
⢠2011: Liebe am Fjord â Das Ende der Eiszeit, Regie: JĂśrg GrĂźnler, mit Senta Berger, Sandra Borgmann, Thure Lindhardt
⢠2012: Das Pferd auf dem Balkon, Regie: Hßseyin Tabak, mit Nora Tschirner, Enzo Gaier, Natasa Paunoviccite-ref-343[337]
⢠2015: Birnenkuchen mit Lavendel (Le goĂťt des merveilles), Regie: Ăric Besnard, mit Virginie Efira, Benjamin Lavernhe
⢠2019: Alles auĂer gewĂśhnlich (Hors normes), Regie: Ăric Toledano und Olivier Nakache, mit Vincent Cassel, Reda Kateb
⢠2019: Verliebt in Valerie, Regie: Claudia Garde, mit Sebastian Zimmler, Mina Tandercite-ref-344[338]
⢠2019: Vincents Welt (Tutto il mio folle amore), mit Valeria Golino, Giulio Pranno
⢠2023: Die Flut â Tod am Deich, Regie: Andreas Prochaska, mit Philine SchmĂślzer, Anton Spieker
Siehe auch
: Kategorie:Autismus im Film
Fernsehserien
⢠Aapki Antara (Indien, 2009), mit Aaina Mehta als Antara
⢠Kommissar Beck â Der Junge in der Glaskugel (Schweden 2001)cite-ref-346[340]
⢠Die BrĂźcke â Transit in den Tod (Schweden/Dänemark 2011; deutsch als ZDF-Koproduktion)cite-ref-347[341]
⢠The Good Doctor (Vereinigte Staaten, 2017â2024), mit Freddie Highmore als Chirurg Shaun Murphy
⢠Der Alte (Deutschland, 2017â2021 in der Figur des Lenny Wandmann, gespielt von Thimo Meitner)
⢠Atypical (Vereinigte Staaten, 2017), mit Keir Gilchrist als Schßler Sam Gardner
⢠Pablo (GroĂbritannien, 2017â2020), Zeichentrickserie
⢠Das Quartett (Deutschland, 2019â2024), in der Figur des Kriminaltechnikers Linus Roth, gespielt von Anton Spieker
⢠Extraordinary Attorney Woo (Sßdkorea, 2022), mit Park Eun-bin als Anwältin Woo Young-woo
⢠Addie und wie sie die Welt fĂźhlt (Kanada/GroĂbritannien, 2023), mit Lola Blue als Addie
HĂśrfunk
⢠Thomas Gaevert: âIch kriegte es nicht rausâ â Bericht aus der Welt der Autisten. Produktion: SĂźdwestrundfunk 2005 (25 Minuten); Erstsendung: 21. September 2005, SWR2.
Literatur
Fachliteratur
⢠Inge Kamp-Becker, Sanna Stroth, Anika Langmann: Autismus im Erwachsenenalter (= Fortschritte der Psychotherapie. Nr. 96). Hogrefe Verlag, GÜttingen 2025, ISBN 978-3-8017-3174-8, doi:10.1026/03174-000 (hogrefe.com).
⢠Thomas Girsberger: Die vielen Farben des Autismus. Spektrum, Ursachen, Diagnose, Therapie und Beratung. 7. Auflage. W. Kohlhammer, Stuttgart 2024, ISBN 978-3-17-045373-9.
⢠Christian Lindmeier, Marek Grummt, Mechthild Richter (Hrsg.): Neurodiversität und Autismus. W. Kohlhammer, Stuttgart 2023, ISBN 978-3-17-041267-5.
⢠Catherine Lord, Tony Charman, u. a.: The Lancet Commission on the future of care and clinical research in autism. In: The Lancet. Band 399, Nr. 10321, 15. Januar 2022, S. 271â334, doi:10.1016/S0140-6736(21)01541-5 (englisch).
⢠Georg Theunissen (Hrsg.): Autismus verstehen. AuĂen- und Innensichten. 2. Auflage. W. Kohlhammer, Stuttgart 2020, ISBN 978-3-17-037907-7.
⢠Ludger Tebartz van Elst (Hrsg.): Autismus-Spektrum-StÜrungen im Erwachsenenalter. 4. Auflage. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin 2025, ISBN 978-3-95466-976-9.
⢠Steph Jones: The Autistic Survival Guide to Therapy. Jessica Kingsley Publishers, London / Philadelphia 2024, ISBN 978-1-83997-731-2.
⢠Fred R. Volkmar, Brian Reichow, James C. McPartland (Hrsg.): Adolescents and Adults with Autism Spectrum Disorders. 2. Auflage. Springer International Publishing, Cham 2024, ISBN 978-3-03146462-1 (englisch).
Leitlinien
⢠S3-Leitlinie Leitlinie Autismus-Spektrum-StÜrungen im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter. Teil 2: Therapie der Deutschen Gesellschaft fßr Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie e. V. (DGKJP) und der Deutschen Gesellschaft fßr Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V. (DGPPN). In: AWMF online (Stand 2021)
⢠S3-Leitlinie Leitlinie Autismus-Spektrum-StÜrungen im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter, Teil 1: Diagnostik der Deutschen Gesellschaft fßr Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie e. V. (DGKJP). In: AWMF online (Stand 2016)
⢠Joaquin Fuentes, Amaia HervĂĄs, Patricia Howlin: ESCAP practice guidance for autism: a summary of evidence-based recommendations for diagnosis and treatment. In: European child & adolescent psychiatry. Band 30, Nummer 6, Juni 2021, S. 961â984, doi:10.1007/s00787-020-01587-4, PMID 32666205, PMC 8140956 (freier Volltext).
⢠Autism spectrum disorder in adults: diagnosis and management. In: National Institute for Health and Care Excellence [NICE] (Hrsg.): NICE Clinical Guidelines. Nr. 142. London 2021, ISBN 978-1-4731-2039-6 (org.uk).
⢠American Psychiatric Association: Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders. DSM-5-TR 2022, ISBN 978-0-89042-576-3.
Historisch
⢠Hans Asperger: Das psychisch abnorme Kind. In: Wiener Klinische Wochenzeitschrift. Jg. 51, 1938, ISSN 0043-5325, S. 1314â1317.
⢠Hans Asperger: Die âAutistischen Psychopathenâ im Kindesalter. In: Archiv fĂźr Psychiatrie und Nervenkrankheiten. Band 117, 1944, S. 73â136. doi:10.1007/bf01837709
⢠Susan Folstein und Michael Rutter: Infantile Autism: a Genetic Study of 21 Twin Pairs. In: The Journal of Child Psychology and Psychiatry. Band 18, Nr. 4, 1977, S. 297â321, doi:10.1111/j.1469-7610.1977.tb00443.x
⢠Leo Kanner: Autistic disturbances of affective contact. In: Nervous child. Band 2, Nr. 3, 1943, S. 217â250 (englisch, th-hoffmann.eu [PDF; 2,3 MB]).
⢠Lorna Wing, Judith Gould: Severe impairments of social interaction and associated abnormalities in children: Epidemiology and classification. In: Journal of Autism and Developmental Disorders. Band 9, Nr. 1, März 1979, ISSN 0162-3257, S. 11â29, doi:10.1007/BF01531288 (springer.com [abgerufen am 19. November 2023] Studie, die als wegbereitend fĂźr das Konzept des Autismusspektrums gilt).
⢠Lorna Wing: Aspergerâs syndrome. A clinical account. In: Psychological medicine. Band 11, H. 1, Februar 1981, ISSN 0033-2917, S. 115â129, PMID 7208735 (wissenschaftliche VerĂśffentlichung, die maĂgeblich dazu beitrug, die Bezeichnung Asperger-Syndrom international zu etablieren).
⢠Lorna Wing: The History of Ideas on Autism. In: Autism. 1997, Band 1, Nummer 1, S. 13â23, doi:10.1177/1362361397011004.
Genetik
⢠Anita Thapar und Michael Rutter: Genetic Advances in Autism. In: Journal of autism and developmental disorders. Band 51, Nummer 12, Dezember 2021, S. 4321â4332, doi:10.1007/s10803-020-04685-z, PMID 32940822, PMC 8531042 (freier Volltext) (Review).
Weblinks
Commons
: Autism
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Autismus
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
Wiktionary: Autie
⢠Literatur von und ßber Autismus im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⢠Autismus bei gesundheitsinformation.de des IQWIG
⢠Autismus im Portal gesund.bund.de des Bundesgesundheitsministeriums
⢠Autismus-Spektrum-StÜrungen/Asperger-Syndrom beim Deutschen Bildungsserver
Einzelnachweise
cite-note-11. â Krankheitsbegriff: Neurodiversität â Der Wert des Andersseins. Abgerufen am 24. April 2025.
cite-note-22. â autismus Deutschland e. V. (Hrsg.): Rechte von Menschen mit Autismus. Ratgeber zu den RechtsansprĂźchen von Menschen mit Autismus und ihrer AngehĂśrigen. (autismus.de [PDF]).
cite-note-38-33. â Hans-Ulrich Bernard: Ursachen von Autismus-Spektrum-StĂśrungen: eine Spurensuche. Kohlhammer, Stuttgart 2017, ISBN 978-3-17-032033-8.
cite-note-f84-44. â Kapitel V Psychische und VerhaltensstĂśrungen (F00âF99) Abschnitt EntwicklungsstĂśrungen (F80âF89). In: ICD-10-GM Version 2023. 6. Dezember 2022, abgerufen am 22. April 2023 (auf der Website des Bundesinstituts fĂźr Arzneimittel und Medizinprodukte).
cite-note-dsm-5-tr-55. â Autism Spectrum Disorder. In: American Psychiatric Association (Hrsg.): Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, Fifth Edition, Text Revision. American Psychiatric Association, Washington, DC 2022, ISBN 978-0-89042-575-6, S. 56â68.
cite-note-10-66. â 6A02 Autism spectrum disorder. In: ICD-11 for Mortality and Morbidity Statistics. World Health Organization, 2023, abgerufen am 5. Juni 2023 (englisch).
cite-note-19-77. â Deutsche Gesellschaft fĂźr Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie und Deutsche Gesellschaft fĂźr Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (Hrsg.): Autismus-Spektrum-StĂśrungen im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter â Teil 1: Diagnostik. Interdisziplinäre S3-Leitlinie der DGKJP und der DGPPN sowie der beteiligten Fachgesellschaften, Berufsverbände und Patientenorganisationen. 23. Februar 2016 (awmf.org [PDF; abgerufen am 5. Juni 2023] AWMF-Registernummer 028â018, Langfassung).
cite-note-pmid24329180-88. â F. R. Volkmar, J. C. McPartland: From Kanner to DSM-5: autism as an evolving diagnostic concept. In: Annual review of clinical psychology. Band 10, 2014, S. 193â212, doi:10.1146/annurev-clinpsy-032813-153710, PMID 24329180.
cite-note-99. â Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 11. Revision. Bundesinstitut fĂźr Arzneimittel und Medizinprodukte, abgerufen am 12. Juni 2023.
cite-note-192-1010. â Deutsche Gesellschaft fĂźr Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie und Deutsche Gesellschaft fĂźr Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (Hrsg.): Autismus-Spektrum-StĂśrungen im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter â Teil 1: Diagnostik. Interdisziplinäre S3-Leitlinie der DGKJP und der DGPPN sowie der beteiligten Fachgesellschaften, Berufsverbände und Patientenorganisationen. 23. Februar 2016 (awmf.org [PDF; abgerufen am 5. Juni 2023] AWMF-Registernummer 028â018, Langfassung).
cite-note-31-1212. â Catherine Lord, Mayada Elsabbagh, Gillian Baird, Jeremy Veenstra-Vanderweele: Autism spectrum disorder. In: The Lancet. Band 392, Nr. 10146, 2018, S. 508â520, doi:10.1016/s0140-6736(18)31129-2, PMID 30078460, PMC 7398158 (freier Volltext).
cite-note-1919. â Irmgard DĂśringer, Barbara Rittmann (Hrsg.): Autismus: frĂźhe Diagnose, Beratung und Therapie: das Praxisbuch. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2020, ISBN 978-3-17-035163-9, S. 28 ff.
cite-note-2020. â Audrey Thurm, Elizabeth M. Powell, Jeffrey L. Neul, Ann Wagner, Lonnie Zwaigenbaum: Loss of Skills and Onset Patterns in Neurodevelopmental Disorders: Understanding the Neurobiological Mechanisms. In: Autism Research. Band 11, Nr. 2, 2017, doi:10.1002/aur.1903, PMID 29226600, PMC 5825269 (freier Volltext).
cite-note-03-2424. â 299.0 Autistic Disorder. In: American Psychiatric Association (Hrsg.): Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, Fourth Edition, Text Revision. American Psychiatric Association, Arlington, VA 2000, ISBN 0-89042-024-6, S. 70â75.
cite-note-28-2626. â Catherine Lord, Tony Charman, Alexandra Havdahl, Paul Carbone, Evdokia Anagnostou, Brian Boyd, Themba Carr, Petrus J de Vries, Cheryl Dissanayake, Gauri Divan, Christine M Freitag, Marina M Gotelli, Connie Kasari, Martin Knapp, Peter Mundy, Alex Plank, Lawrence Scahill, Chiara Servili, Paul Shattuck, Emily Simonoff, Alison Tepper Singer, Vicky Slonims, Paul P Wang, Maria Celica Ysrraelit, Rachel Jellett, Andrew Pickles, James Cusack, Patricia Howlin, Peter Szatmari, Alison Holbrook, Christina Toolan, James B McCauley: The Lancet Commission on the future of care and clinical research in autism. In: The Lancet. Band 399, Nr. 10321, 2022, S. 274, doi:10.1016/S0140-6736(21)01541-5.
cite-note-2827. â E. Taylor-Bower, L. Berry, K. Plaisted-Grant, S. Archer: Sensory Overloads, Meltdowns, and Shutdowns in Autism â Preliminary Findings. In: 1st Annual Psychology Postgraduate Symposium, University of Cambridge. September 2024, abgerufen am 4. Oktober 2025 (englisch).
cite-note-lewis-2928. â L. F. Lewis, K. Stevens: The lived experience of meltdowns for autistic adults. In: Autism. August 2023, abgerufen am 4. Oktober 2025 (englisch).
cite-note-3029. â K. Paris, A. Zeph Lodestone, M. Houser, L. F. Lewis: âShutdowns Are Like Youâre Stuck on the Blue Screen of Deathâ: A Metaphor Analysis of Autistic Shutdowns. In: Autism in Adulthood. 12. Februar 2025, abgerufen am 4. Oktober 2025 (englisch).
cite-note-3130. â D. M. Raymaker, A. R. Teo, N. A. Steckler, B. Lentz, M. Scharer, A. Delos Santos, S. K. Kapp, M. Hunter, A. Joyce, C. Nicolaidis: âHaving All of Your Internal Resources Exhausted Beyond Measure and Being Left with No Clean-Up Crewâ: Defining Autistic Burnout. In: Autism in Adulthood. 1. Juni 2020, abgerufen am 4. Oktober 2025 (englisch).
cite-note-3332. â Nienke Peters-Scheffer, Robert Didden, Russell Lang: Intellectual Disability. In: Johnny L. Matson (Hrsg.): Comorbid Conditions Among Children with Autism Spectrum Disorders. Springer International Publishing, Cham 2016, ISBN 978-3-319-19182-9, S. 283â300, doi:10.1007/978-3-319-19183-6_12.
cite-note-27-4039. â World Health Organization (Hrsg.): The ICD-10 Classification of Mental and Behavioural Disorders: Clinical descriptions and diagnostic guidelines. Genf 1992, ISBN 92-4154422-8, S. 252â259.
cite-note-4140. â Sarah Hendrickx: Women and girls with autism spectrum disorder: understanding life experiences from early childhood to old age. Jessica Kingsley Publishers, London; Philadelphia 2015, ISBN 978-0-85700-982-1, S. 55 f.
cite-note-4241. â Was ist Autismus? Abgerufen am 17. Juli 2025.
1. Judith Sinzig: FrĂźhkindlicher Autismus. Springer, Berlin, Heidelberg 2011, ISBN 978-3-642-13070-0, doi:10.1007/978-3-642-13071-7.
cite-note-112-4643. â Denis G. Sukhodolsky, Theresa R. Gladstone, Carolyn L. Marsh: Irritability in Autism. In: Fred R. Volkmar (Hrsg.): Encyclopedia of Autism Spectrum Disorders. Springer International Publishing, Cham 2021, ISBN 978-3-319-91279-0, S. 2561â2564, doi:10.1007/978-3-319-91280-6_102263.
cite-note-4744. â Joshua J. Diehl, Karen Tang, Brynn Thomas: High-Functioning Autism (HFA). In: Encyclopedia of Autism Spectrum Disorders. Springer International Publishing, Cham 2021, ISBN 978-3-319-91279-0, S. 2334â2338, doi:10.1007/978-3-319-91280-6_344 (springer.com [abgerufen am 25. April 2025]).
cite-note-4845. â Lucia Margari, Concetta de Giambattista, Patrizia Ventura: Comparison of High-Functioning Autism and Asperger Syndrome. In: Encyclopedia of Autism Spectrum Disorders. Springer International Publishing, Cham 2021, ISBN 978-3-319-91279-0, S. 1136â1141, doi:10.1007/978-3-319-91280-6_102343 (springer.com [abgerufen am 25. April 2025]).
cite-note-4946. â Georg Theunissen: High Functioning Autism (hochfunktionaler Autismus). In: Georg Theunissen, Wolfram Kulig, Vico Leuchte, Henriette Paetz (Hrsg.): Handlexikon Autismus-Spektrum: SchlĂźsselbegriffe aus Forschung, Theorie, Praxis und Betroffenen-Sicht. 1. Auflage. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-17-026753-4, S. 169 f., doi:10.17433/978-3-17-026753-4 (kohlhammer.de [abgerufen am 25. April 2025]).
cite-note-15-5047. â Ludger Tebartz van Elst, Monica Biscaldi-Schäfer und Andreas Riedel: Asperger-Syndrom, Autismus-Spektrum-StĂśrungen und Autismusbegriff: historische Entwicklung und moderne Nosologie. In: Ludger Tebartz van Elst (Hrsg.): Autismus-Spektrum-StĂśrungen im Erwachsenenalter. 3. Auflage. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin 2021, ISBN 978-3-95466-645-4, Teil I Kapitel 1, S. 3â16.
cite-note-5148. â Lexikon | AutismusSpektrum.info. Abgerufen am 25. April 2025.
cite-note-5249. â Why âHigh Functioningâ Creates Misunderstanding of Autism | Psychology Today. Abgerufen am 25. April 2025 (amerikanisches Englisch).
cite-note-5350. â Why we should stop using the term âhigh functioning autismâ. Abgerufen am 25. April 2025 (englisch).
cite-note-5451. â Kristen Bottema-Beutel, Steven K. Kapp, Jessica Nina Lester, Noah J. Sasson, Brittany N. Hand: Avoiding Ableist Language: Suggestions for Autism Researchers. In: Autism in Adulthood. Band 3, Nr. 1, 2021, S. 18â29, doi:10.1089/aut.2020.0014, PMID 36601265, PMC 8992888 (freier Volltext).
cite-note-36-5652. â ICD-10-GM-2025: F84.- Tief greifende EntwicklungsstĂśrungen â icd-code.de. Abgerufen am 25. April 2025.
cite-note-5753. â Fred R. Volkmar: PDD-NOS (Pervasive Developmental Disorder Not Otherwise Specified). In: Encyclopedia of Autism Spectrum Disorders. Springer International Publishing, Cham 2021, ISBN 978-3-319-91279-0, S. 3350â3352, doi:10.1007/978-3-319-91280-6_1550 (springer.com [abgerufen am 25. April 2025]).
cite-note-5955. â Darlene R. Walker, Ann Thompson, Lonnie Zwaigenbaum, Jeremy Goldberg, Susan E. Bryson, William J. Mahoney, Christina P. Strawbridge, Peter Szatmari: Specifying PDD-NOS: A Comparison of PDD-NOS, Asperger Syndrome, and Autism. In: Journal of the American Academy of Child & Adolescent Psychiatry. Band 43, Nr. 2, Februar 2004, S. 172â180, doi:10.1097/00004583-200402000-00012 (elsevier.com [abgerufen am 25. April 2025]).
cite-note-82-6157. â David Ariel Sher, Jenny L. Gibson: Pioneering, prodigious and perspicacious: Grunya Efimovna Sukharevaâs life and contribution to conceptualising autism and schizophrenia. In: European Child & Adolescent Psychiatry. Band 32, Nr. 3, März 2023, S. 475â490, doi:10.1007/s00787-021-01875-7, PMID 34562153, PMC 10038965 (freier Volltext).
cite-note-62-6359. â 299.80 Aspergerâs Disorder. In: American Psychiatric Association (Hrsg.): Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, Fourth Edition, Text Revision. Arlington, VA 2000, ISBN 0-89042-024-6, S. 80â84, doi:10.1176/appi.books.9780890420249.dsm-iv-tr.
cite-note-274-6460. â World Health Organization (Hrsg.): The ICD-10 Classification of Mental and Behavioural Disorders: Clinical descriptions and diagnostic guidelines. Genf 1992, ISBN 92-4154422-8, S. 252â259.
cite-note-6561. â L. Mottron, L. Bouvet, A. Bonnel, F. Samson, J. A. Burack, M. Dawson, P. Heaton: Veridical mapping in the development of exceptional autistic abilities. In: Neuroscience and biobehavioral reviews. Band 37, Nummer 2, Februar 2013, S. 209â228, doi:10.1016/j.neubiorev.2012.11.016, PMID 23219745 (freier Volltext) (Review).
cite-note-6662. â Helmut Remschmidt: Das Asperger-Syndrom. Eine zu wenig bekannte StĂśrung? (PDF; 91 kB) In: Deutsches Ărzteblatt. 97, Heft 19, 12. Mai 2000.
cite-note-6864. â Felicity Sedgewick, Laura Hull, Helen Ellis: Autism and Masking: How and Why People Do it, and the Impact It Can Have. Jessica Kingsley Publishers, London 2021, ISBN 978-1-78775-579-6.
cite-note-pmid23096764-6965. â D. Bons, E. van den Broek, F. Scheepers, P. Herpers, N. Rommelse, J. K. Buitelaar: Motor, emotional, and cognitive empathy in children and adolescents with autism spectrum disorder and conduct disorder. In: Journal of abnormal child psychology. Band 41, Nummer 3, April 2013, S. 425â443, doi:10.1007/s10802-012-9689-5, PMID 23096764 (Review), PDF.
cite-note-12-7268. â Denise Brett, Frances Warnell, Helen McConachie, Jeremy R. Parr: Factors Affecting Age at ASD Diagnosis in UK: No Evidence that Diagnosis Age has Decreased Between 2004 and 2014. In: Journal of Autism and Developmental Disorders. Band 46, Nr. 6, 1. Juni 2016, ISSN 1573-3432, S. 1974â1984, doi:10.1007/s10803-016-2716-6, PMID 27032954, PMC 4860193 (freier Volltext).
cite-note-1-7571. â Ludger Tebartz van Elst: Die hochfunktionalen Autismus-Spektrum-StĂśrungen im Erwachsenenalter â Symptomatik und Klassifikation. In: Ludger Tebartz van Elst (Hrsg.): Autismus-Spektrum-StĂśrungen im Erwachsenenalter. 3. Auflage. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin 2021, ISBN 978-3-95466-645-4, Teil I Kapitel 3, S. 28â37.
cite-note-21-7873. â Andreas Riedel: Klinische Diagnostik. In: Ludger Tebartz van Elst (Hrsg.): Autismus-Spektrum-StĂśrungen im Erwachsenenalter. 3. Auflage. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin 2021, ISBN 978-3-95466-645-4, Teil II Kapitel 1, S. 129â152.
cite-note-8176. â Reinhold Rauh und Thomas Fangmeier: Psychometrische Untersuchungen. In: Ludger Tebartz van Elst (Hrsg.): Autismus-Spektrum-StĂśrungen im Erwachsenenalter. 3. Auflage. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin 2021, ISBN 978-3-95466-645-4, Teil II Kapitel 3, S. 172â195.
cite-note-23-8277. â Christine PreiĂmann: Autismus-Spektrum-StĂśrungen bei Mädchen und Frauen. In: Ludger Tebartz van Elst (Hrsg.): Autismus-Spektrum-StĂśrungen im Erwachsenenalter. 3. Auflage. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin 2021, ISBN 978-3-95466-645-4, Teil I Kapitel 6, S. 121â125.
cite-note-30-8580. â Tobias Schuwerk, Eva Kunerl, Leonhard Schilbach, Markus Witzmann: Bayerische Autismus-Umfrage 2019 : Ergebnisbericht. Hochschule fĂźr angewandte Wissenschaften MĂźnchen, Ludwig-Maximilians-Universität MĂźnchen, MĂźnchen 2019, S. 10, urn:nbn:de:bvb:m347-dtl-0000001810 (kobv.de [abgerufen am 5. August 2024]).
cite-note-8681. â Juliana HĂśfer, Falk Hoffmann, Inge Kamp-Becker, Luise Poustka, Veit Roessner, Sanna Stroth, Nicole Wolff, Christian J. Bachmann: Pathways to a diagnosis of autism spectrum disorder in Germany: a survey of parents. In: Child and Adolescent Psychiatry and Mental Health. Band 13, Nr. 1, 21. März 2019, ISSN 1753-2000, S. 16, doi:10.1186/s13034-019-0276-1, PMID 30949235, PMC 6429704 (freier Volltext).
cite-note-22-8782. â M. DĂśpfner, W. Gaebel, W. Maier, W. Rief, H. SaĂ und M. Zaudig (Hrsg.): Diagnostisches und statistisches Manual psychischer StĂśrungen DSM-5. 2. Auflage. Hogrefe, GĂśttingen 2018, ISBN 978-3-8409-2803-1, S. 64â76.
cite-note-8883. â Diagnostisches und statistisches Manual psychischer StĂśrungen DSM-5ÂŽ. 2. Auflage. Hogrefe, GĂśttingen 2018, ISBN 978-3-8409-2803-1, S. 67.
cite-note-8984. â Regina Taurines, Christina Schwenck, Eva Westerwald, Michael Sachse, Michael Siniatchkin: ADHD and autism: differential diagnosis or overlapping traits? A selective review. In: ADHD Attention Deficit and Hyperactivity Disorders. Band 4, Nr. 3, September 2012, ISSN 1866-6116, S. 115â139, doi:10.1007/s12402-012-0086-2 (springer.com [abgerufen am 30. Juni 2021]).
cite-note-9085. â C. Davidson, H. Moran, H. Minnis: Autism and attachment disorders â how do we tell the difference? In: Development and Psychopathology. 24. Februar 2022, abgerufen am 4. Oktober 2025 (englisch).
cite-note-9287. â Oren Miron, Rafael E. Delgado, Christine F. Delgado, Elizabeth A. Simpson, Kun-Hsing Yu, Anibal Gutierrez, Guangyu Zeng, Jillian N. Gerstenberger, Isaac S. Kohane: Prolonged Auditory Brainstem Response in Universal Hearing Screening of Newborns with Autism Spectrum Disorder. 2. November 2020, doi:10.1002/aur.2422 (wiley.com).
cite-note-14-9388. â Kathrin Nickel, Alexandra Isaksson und Almut Zeeck: Autismus-Spektrum-StĂśrungen und verändertes Essverhalten bzw. EssstĂśrungen. In: Ludger Tebartz van Elst (Hrsg.): Autismus-Spektrum-StĂśrungen im Erwachsenenalter. 3. Auflage. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin 2021, ISBN 978-3-95466-645-4, Teil III Kapitel 8, S. 258â262.
cite-note-9590. â Janina Brede, Charli Babb, Catherine Jones, Mair Elliott, Cathy Zanker, Kate Tchanturia, Lucy Serpell, John Fox, Will Mandy: âFor Me, the Anorexia is Just a Symptom, and the Cause is the Autismâ: Investigating Restrictive Eating Disorders in Autistic Women. In: Journal of Autism and Developmental Disorders. Band 50, Nr. 12, 1. Dezember 2020, doi:10.1007/s10803-020-04479-3, PMID 32274604, PMC 7677288 (freier Volltext): âFor some women, struggles with their sense of self led to them focusing on their weight and shape. In an attempt to make sense of their experience of not fitting in, a few women concluded that the reason must relate to their body and appearance. For others, being exposed to societal messages about the importance of women being thin resulted in them wanting to change their body weight and shape in order to fit in and connect with peers. In a few cases, anorexia and its values, including the desire to be thin, provided a sense of identity that autistic women had been lacking.â
cite-note-9792. â Susanne V. Koch, Janne T. Larsen, Svend E. Mouridsen, Mette Bentz, Liselotte Petersen, Cynthia Bulik, Preben B. Mortensen, Kerstin J. Plessen: Autism spectrum disorder in individuals with anorexia nervosa and in their first- and second-degree relatives: Danish nationwide register-based cohort-study. In: British Journal of Psychiatry. Band 206, Nr. 5, 2015, S. 401â407, doi:10.1192/bjp.bp.114.153221, PMID 25657359.
cite-note-pmid34419968-9893. â E. Saure, M. Laasonen, A. Raevuori: Anorexia nervosa and comorbid autism spectrum disorders. In: Current opinion in psychiatry. Band 34, Nummer 6, November 2021, S. 569â575, doi:10.1097/YCO.0000000000000742, PMID 34419968 (Review), PDF.
cite-note-42-9994. â American Psychiatric Association (Hrsg.): Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, Fifth Edition. American Psychiatric Association, Arlington, VA 2013, ISBN 978-0-89042-554-1, S. 57.
cite-note-10095. â Camilla Rinaldi, Margherita Attanasio, Marco Valenti, Monica Mazza, Roberto Keller: Autism spectrum disorder and personality disorders: Comorbidity and differential diagnosis. In: World Journal of Psychiatry. Band 11, Nr. 12, 19. Dezember 2021, ISSN 2220-3206, S. 1366â1386, doi:10.5498/wjp.v11.i12.1366, PMID 35070783, PMC 8717043 (freier Volltext) â (wjgnet.com [abgerufen am 11. September 2025]).
cite-note-17-10196. â Mandy Roy, Wolfgang Dillo, Hinderk M. Emrich, Martin D. Ohlmeier: Das Asperger-Syndrom im Erwachsenenalter. In: Deutsches Ărzteblatt. Band 106, Nr. 5. Deutscher Ărzteverlag, 30. Januar 2009, S. 59â64, doi:10.3238/arztebl.2009.0059 (aerzteblatt.de).
cite-note-18-10297. â Ludger Tebartz van Elst, Harald Richter und Alexandra Philipsen: Autismus-Spektrum-StĂśrungen und Borderline-PersĂśnlichkeitsstĂśrungen. In: Ludger Tebartz van Elst (Hrsg.): Autismus-Spektrum-StĂśrungen im Erwachsenenalter. 3. Auflage. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin 2021, ISBN 978-3-95466-645-4, Teil III Kapitel 7, S. 252â257.
cite-note-10398. â Yukihiko Shirayama, Kazuki Matsumoto, Sayo Hamatani, Katsumasa Muneoka, Akihiro Okada, Koichi Sato: Associations among autistic traits, cognitive and affective empathy, and personality traits in adults with autism spectrum disorder and no intellectual disability. In: Scientific Reports. 24. Februar 2022, abgerufen am 28. September 2025 (englisch).
cite-note-10499. â Rebecca Shin-Yee Wong: Psychopathology of antisocial personality disorder: from the structural, functional and biochemical perspectives. In: Egyptian Journal of Neurology & Psychiatry. 16. August 2023, abgerufen am 28. September 2025 (englisch).
cite-note-105100. â D. A. Trevisan, J. H. Foss-Feig, A. J. Naples, V. Srihari, A. Anticevic, J. C. McPartland: Autism Spectrum Disorder and Schizophrenia Are Better Differentiated by Positive Symptoms Than Negative Symptoms. In: Frontiers in Psychiatry. 11. Juni 2020, abgerufen am 5. Oktober 2025 (englisch).
cite-note-106101. â T. Schnitzler, T. Fuchs: Autism spectrum disorder and schizophrenia: a phenomenological comparison. In: Frontiers in Psychiatry. 28. März 2025, abgerufen am 5. Oktober 2025 (englisch).
cite-note-107102. â J. M. Fernandes, R. CajĂŁo, R. Lopes, R. JerĂłnimo, J. B. Barahona-CorrĂŞa: Social Cognition in Schizophrenia and Autism Spectrum Disorders: A Systematic Review and Meta-Analysis of Direct Comparisons. In: Frontiers in Psychiatry. 24. Oktober 2018, abgerufen am 5. Oktober 2025 (englisch).
cite-note-108103. â A. Jutla, J. Foss-Feig, J. Veenstra-VanderWeele: Autism spectrum disorder and schizophrenia: an updated conceptual review. In: Autism Research. 29. Dezember 2021, abgerufen am 5. Oktober 2025 (englisch).
cite-note-109104. â B. St. Pourcain, E. B. Robinson, V. Anttila, B. B. Sullivan, J. Maller, J. Golding, D. Skuse, S. Ring, D. M. Evans, S. Zammit, S. E. Fisher, B. M. Neale, R. J. L. Anney, S. Ripke, M. V. Hollegaard, T. Werge, A. Ronald, J. Grove, D. M. Hougaard, A. D. Børglum, P. B. Mortensen, M. J. Daly, G. Davey Smith: ASD and schizophrenia show distinct developmental profiles in common genetic overlap with population-based social communication difficulties. In: Molecular Psychiatry. 3. Januar 2017, abgerufen am 5. Oktober 2025 (englisch).
cite-note-110105. â GĂźnter Esser (Hrsg.): Lehrbuch der klinischen Psychologie und Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen. 3. Auflage. Georg Thieme Verlag, 2008, ISBN 978-3-13-126083-3, S. 194.
cite-note-111106. â Andreas Riedel: Spezifische mit Autismus-Spektrum-StĂśrungen vergesellschaftete Syndrome. In: Ludger Tebartz van Elst (Hrsg.): Autismus-Spektrum-StĂśrungen im Erwachsenenalter. 3. Auflage. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin 2021, ISBN 978-3-95466-645-4, Teil I Kapitel 4.
cite-note-112107. â T. Barlattani, C. DâAmelio, A. Cavatassi, D. De Luca, R. Di Stefano, A. Di Berardo, S. Mantenuto, F. Minutillo, V. Leonardi, G. Renzi, A. Russo, A. Rossi, F. Pacitti: Autism spectrum disorders and psychiatric comorbidities: a narrative review. In: Journal of Psychopathology. 29. März 2023, abgerufen am 5. Oktober 2025 (englisch).
cite-note-113108. â A. C. Kirsch, A. R. S. Huebner, S. Q. Mehta, F. R. Howie, A. L. Weaver, S. M. Myers, R. G. Voigt, S. K. Katusic: Association of Comorbid Mood and Anxiety Disorders With Autism Spectrum Disorder. In: JAMA Pediatrics. 2. Dezember 2019, abgerufen am 5. Oktober 2025 (englisch).
cite-note-114109. â J. Sizoo, M. van den Brink, A. Gorissen, H. Koekkoek, J. van der Gaag: Adults with autism spectrum disorders and co-morbid depression: A review of current treatment options. In: European Psychiatry. 2015, abgerufen am 5. Oktober 2025 (englisch).
cite-note-115110. â S. J. Rim, K. Kwak, S. Park: Risk of psychiatric comorbidity with autism spectrum disorder and its association with diagnosis timing using a nationally representative cohort. In: Research in Autism Spectrum Disorders. Juni 2023, abgerufen am 5. Oktober 2025 (englisch).
cite-note-24-116111. â Carl Eduard Scheidt, Almut Zeeck: Autismus-Spektrum-StĂśrungen in der Psychosomatischen Medizin. In: Ludger Tebartz van Elst (Hrsg.): Autismus-Spektrum-StĂśrungen im Erwachsenenalter. 3. Auflage. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin 2021, ISBN 978-3-95466-645-4, Teil I Kapitel 10, S. 113â120.
cite-note-26-118113. â Freya Rumball, Lucinda Brook, Francesca HappĂŠ, Anke Karl: Heightened risk of posttraumatic stress disorder in adults with autism spectrum disorder: The role of cumulative trauma and memory deficits. In: Research in Developmental Disabilities. Band 110, März 2021, S. 103848, doi:10.1016/j.ridd.2020.103848.
cite-note-lobregt-119114. â Ella Lobregt-van Buuren, Marjolijn Hoekert, Bram Sizoo: Autism, Adverse Events, and Trauma. In: Exon Publications. 20. August 2021, abgerufen am 28. September 2025 (englisch).
cite-note-6-121116. â Madeleine Grigg-Damberger, Frank Ralls: Treatment strategies for complex behavioral insomnia in children with neurodevelopmental disorders:. In: Current Opinion in Pulmonary Medicine. Band 19, Nr. 6, November 2013, ISSN 1070-5287, S. 616â625, doi:10.1097/MCP.0b013e328365ab89 (lww.com [abgerufen am 27. Oktober 2022]).
cite-note-7-122117. â Autismus-Spektrum-StĂśrungen im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter, Teil 2: Therapie. (PDF) In: Interdisziplinäre S3-Leitlinie der DGKJP und der DGPPN sowie der beteiligten Fachgesellschaften, Berufsverbände und Patientenorganisationen. Deutsche Gesellschaft fĂźr Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie e. V. (DGKJP), Mai 2022, abgerufen am 22. Oktober 2022.
cite-note-123118. â Noemi A Spinazzi, Jonathan D Santoro, Katherine Pawlowski, Gabriel Anzueto, Yamini J Howe, Lina R Patel, Nicole T Baumer: Co-occurring conditions in children with Down syndrome and autism: a retrospective study. In: Journal of Neurodevelopmental Disorders. Band 15, 2. März 2023, doi:10.1186/s11689-023-09478-w (nih.gov [abgerufen am 26. Februar 2025]).
cite-note-124119. â Gender Dysphoria. In: American Psychiatric Association (Hrsg.): Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, Fifth Edition, Text Revision. American Psychiatric Association, Washington, DC 2022, ISBN 978-0-89042-575-6, S. 511â520.
cite-note-126121. â Alice M. G. Quinton, Dorota Ali, Andrea Danese, Francesca HappĂŠ, Freya Rumball: The Assessment and Treatment of Post-traumatic Stress Disorder in Autistic People: A Systematic Review. In: Review Journal of Autism and Developmental Disorders. 21. Februar 2024, abgerufen am 28. September 2025 (englisch).
cite-note-127122. â Jonathan A. Weiss, Michelle A. Fardella: Victimization and Perpetration Experiences of Adults With Autism. In: Frontiers in Psychiatry. 25. Mai 2018, abgerufen am 28. September 2025 (englisch).
cite-note-128123. â Grace Trundle, Katy A. Jones, Danielle Ropar, Vincent Egan: Prevalence of Victimisation in Autistic Individuals: A Systematic Review and Meta-Analysis. In: Trauma Violence Abuse. 6. Mai 2022, abgerufen am 28. September 2025 (englisch).
cite-note-129124. â Vicki Gibbs, Jennie Hudson, Elizabeth Pellicano: The Extent and Nature of Autistic Peopleâs Violence Experiences During Adulthood: A Cross-sectional Study of Victimisation. In: Journal of Autism and Developmental Disorders. 11. Juli 2022, abgerufen am 28. September 2025 (englisch).
cite-note-130125. â Elizabeth OâNions, Irene Petersen, Joshua E. J. Buckman, Rebecca Charlton, Claudia Cooper, Anne Corbett, Francesca HappĂŠ, Jill Manthorpe, Marcus Richards, Rob Saunders, Cathy Zanker, Will Mandy, Joshua Stott: Autism in England: assessing underdiagnosis in a population-based cohort study of prospectively collected primary care data. In: The Lancet Regional Health â Europe. Band 29, 1. Juni 2023, ISSN 2666-7762, doi:10.1016/j.lanepe.2023.100626, PMID 37090088 (thelancet.com [abgerufen am 20. Juli 2025]).
cite-note-131126. â Christian J Bachmann, Bettina Gerste, Falk Hoffmann: Diagnoses of autism spectrum disorders in Germany: Time trends in administrative prevalence and diagnostic stability. In: Autism. Band 22, Nr. 3, April 2018, ISSN 1362-3613, S. 283â290, doi:10.1177/1362361316673977 (sagepub.com [abgerufen am 20. Juli 2025]).
cite-note-132127. â Andrea Trubanova Wieckowski, Katharine E. Zuckerman, Sarabeth Broder-Fingert, Diana L. Robins: Addressing current barriers to autism diagnoses through a tiered diagnostic approach involving pediatric primary care providers. In: Autism Research. Band 15, Nr. 12, 2022, ISSN 1939-3806, S. 2216â2222, doi:10.1002/aur.2832 (wiley.com [abgerufen am 20. Juli 2025]).
cite-note-133128. â Natasha Malik-Soni, Andrew Shaker, Helen Luck, Anne E. Mullin, Ryan E. Wiley, M. E. Suzanne Lewis, Joaquin Fuentes, Thomas W. Frazier: Tackling healthcare access barriers for individuals with autism from diagnosis to adulthood. In: Pediatric Research. Band 91, Nr. 5, April 2022, ISSN 1530-0447, S. 1028â1035, doi:10.1038/s41390-021-01465-y (nature.com [abgerufen am 20. Juli 2025]).
cite-note-134129. â The Barriers to an Adult Diagnosis of Autism | Psychology Today. Abgerufen am 20. Juli 2025 (amerikanisches Englisch).
cite-note-135130. â Oksana I. Talantseva, Raisa S. Romanova, Ekaterina M. Shurdova, Tatiana A. Dolgorukova, Polina S. Sologub, Olga S. Titova, Daria F. Kleeva, Elena L. Grigorenko: The global prevalence of autism spectrum disorder: A three-level meta-analysis. In: Frontiers in Psychiatry. Band 14, 9. Februar 2023, ISSN 1664-0640, doi:10.3389/fpsyt.2023.1071181, PMC 9947250 (freier Volltext) â (frontiersin.org [abgerufen am 21. Juli 2025]).
cite-note-136131. â NeuroLaunch editorial team: Autism Spectrum Disorder Prevalence: Global Statistics and Trends. 11. August 2024, abgerufen am 21. Juli 2025 (amerikanisches Englisch).
cite-note-138133. â Stephanie Pappas: Rising Autism Rates Are Not an âEpidemicâ. Abgerufen am 20. Juli 2025 (englisch).
cite-note-140135. â Matthew J. Maenner, Zachary Warren, Ashley Robinson Williams, Esther Amoakohene, Amanda V. Bakian, Deborah A. Bilder, Maureen S. Durkin, Robert T. Fitzgerald, Sarah M. Furnier, Michelle M. Hughes, Christine M. Ladd-Acosta, Dedria McArthur, Elise T. Pas, Angelica Salinas, Alison Vehorn, Susan Williams, Amy Esler, Andrea Grzybowski, Jennifer Hall-Lande, Ruby H. N. Nguyen, Karen Pierce, Walter Zahorodny, Allison Hudson, Libby Hallas, Kristen Clancy Mancilla, Mary Patrick, Josephine Shenouda, Kate Sidwell, Monica DiRienzo, Johanna Gutierrez, Margaret H. Spivey, Maya Lopez, Sydney Pettygrove, Yvette D. Schwenk, Anita Washington, Kelly A. Shaw: Prevalence and Characteristics of Autism Spectrum Disorder Among Children Aged 8 Years â Autism and Developmental Disabilities Monitoring Network, 11 Sites, United States, 2020. In: Morbidity and Mortality Weekly Report. Surveillance Summaries (Washington, D.C.: 2002). Band 72, Nr. 2, 24. März 2023, ISSN 1545-8636, S. 1â14, doi:10.15585/mmwr.ss7202a1, PMID 36952288, PMC 10042614 (freier Volltext) â (nih.gov [abgerufen am 21. Juli 2025]).
cite-note-141136. â Josephine Shenouda, Emily Barrett, Amy L. Davidow, Kate Sidwell, Cara Lescott, William Halperin, Vincent M. B. Silenzio, Walter Zahorodny: Prevalence and Disparities in the Detection of Autism Without Intellectual Disability. In: Pediatrics. Band 151, Nr. 2, 26. Januar 2023, ISSN 0031-4005, S. e2022056594, doi:10.1542/peds.2022-056594.
cite-note-142137. â Rachel Loomes, Laura Hull, William Polmear Locke Mandy: What Is the Male-to-Female Ratio in Autism Spectrum Disorder? A Systematic Review and Meta-Analysis. In: Journal of the American Academy of Child & Adolescent Psychiatry. Band 56, Nr. 6, 1. Juni 2017, ISSN 0890-8567, S. 466â474, doi:10.1016/j.jaac.2017.03.013, PMID 28545751 (jaacap.org [abgerufen am 20. Juli 2025]).
cite-note-143138. â Laura Hull, K. V. Petrides, William Mandy: The Female Autism Phenotype and Camouflaging: a Narrative Review. In: Review Journal of Autism and Developmental Disorders. Band 7, Nr. 4, Dezember 2020, ISSN 2195-7177, S. 306â317, doi:10.1007/s40489-020-00197-9 (springer.com [abgerufen am 20. Juli 2025]).
cite-note-144139. â Alycia K. Halladay, Somer Bishop, John N. Constantino, Amy M. Daniels, Katheen Koenig, Kate Palmer, Daniel Messinger, Kevin Pelphrey, Stephan J. Sanders, Alison Tepper Singer, Julie Lounds Taylor, Peter Szatmari: Sex and gender differences in autism spectrum disorder: summarizing evidence gaps and identifying emerging areas of priority. In: Molecular Autism. Band 6, Nr. 1, 13. Juni 2015, ISSN 2040-2392, S. 36, doi:10.1186/s13229-015-0019-y, PMC 4465158 (freier Volltext).
cite-note-145140. â Maj-Britt Posserud, Berit Skretting Solberg, Anders Engeland, Jan Haavik, Kari Klungsøyr: Male to female ratios in autism spectrum disorders by age, intellectual disability and attention-deficit/hyperactivity disorder. In: Acta Psychiatrica Scandinavica. Band 144, Nr. 6, 2021, ISSN 1600-0447, S. 635â646, doi:10.1111/acps.13368 (wiley.com [abgerufen am 21. Juli 2025]).
cite-note-37-146141. â Victoria Milner, Emma Colvert, Laura Hull, Julia Cook, Dorota Ali, William Mandy, Francesca HappĂŠ: Does camouflaging predict age at autism diagnosis? A comparison of autistic men and women. In: Autism Research: Official Journal of the International Society for Autism Research. Band 17, Nr. 3, März 2024, ISSN 1939-3806, S. 626â636, doi:10.1002/aur.3059, PMID 38031639 (nih.gov [abgerufen am 21. Juli 2025]).
cite-note-147142. â Terisa P. Gabrielsen, K. Kawena Begay, Kathleen Campbell, Katrina Hahn, Lucas T. Harrington: Sex, Gender, Autism, Assessment, and Equity for Females. In: Assessment of Autism in Females and Nuanced Presentations. Springer International Publishing, Cham 2023, ISBN 978-3-03133968-4, S. 7 ff., doi:10.1007/978-3-031-33969-1_1 (springer.com [abgerufen am 21. Juli 2025]).
cite-note-148143. â Robert McCrossin: Finding the True Number of Females with Autistic Spectrum Disorder by Estimating the Biases in Initial Recognition and Clinical Diagnosis. In: Children. Band 9, Nr. 2, 17. Februar 2022, ISSN 2227-9067, S. 272, doi:10.3390/children9020272, PMC 8870038 (freier Volltext) â (mdpi.com [abgerufen am 20. Juli 2025]).
cite-note-149144. â Terisa P. Gabrielsen, K. Kawena Begay, Kathleen Campbell, Katrina Hahn, Lucas T. Harrington: Assessment of Autism in Females and Nuanced Presentations: Integrating Research into Practice. Springer International Publishing, Cham 2023, ISBN 978-3-03133968-4, S. 5 f., doi:10.1007/978-3-031-33969-1 (springer.com [abgerufen am 20. Juli 2025]).
cite-note-150145. â Martina Siracusano, Luigi Mazzone: Autism Spectrum Disorder: Prevalence and Symptomsâ Onset. In: Autism Spectrum Disorder: Understanding the Female Phenotype. Springer International Publishing, Cham 2024, ISBN 978-3-03162071-3, S. 3â10, doi:10.1007/978-3-031-62072-0_1 (springer.com [abgerufen am 20. Juli 2025]).
cite-note-versmedv-151146. â Juris: Versorgungsmedizin-Verordnung (VersMedV) inkl. GdS-Tabelle (âAutistische Syndromeâ stehen in der Anlage zu § 2, sowohl im Teil A, Nr. 5.d)bb) als auch im Teil B, Nr. 3.5 und Nr. 3.5.1), abgerufen am 23. September 2017 (Volltext).
cite-note-152147. â Hans Asperger: Die âAutistischen Psychopathenâ im Kindesalter. In: Archiv fĂźr Psychiatrie und Nervenkrankheiten. Band 117, Nr. 1, 1944, S. 132 f., doi:10.1007/bf01837709 (autismus-biberach.com [PDF]). autismus-biberach.com (Memento vom 19. Juni 2018 im Internet Archive)
cite-note-s-nkel-154149. â Ulrike SĂźnkel: Autismus-Spektrum-StĂśrungen und die Arbeitswelt in: Ludger Tebartz van Elst (Hrsg.): Das Asperger-Syndrom im Erwachsenenalter und andere hochfunktionale Autismus-Spektrum-StĂśrungen. Berlin 2013, S. 337.
cite-note-155150. â Heureka! Autismusforschungsforum: Autismus und Schule â Ein Wegweiser fĂźr Lehrkräfte. LMU MĂźnchen, 2021, abgerufen am 11. Juni 2024.
cite-note-20-158153. â Ludger Tebartz van Elst: Die Organisation der Nische. In: Ludger Tebartz van Elst (Hrsg.): Autismus-Spektrum-StĂśrungen im Erwachsenenalter. 3. Auflage. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin 2021, ISBN 978-3-95466-645-4, Teil IV Kapitel 2, S. 300â308.
cite-note-159154. â Dinah Murray u. a.: Coming Out Asperger. Diagnosis, Disclosure and Self-Confidence. Jessica Kingsley Publishers, London/Philadelphia 2006, ISBN 1-84310-240-4, S. 32â52.
cite-note-160155. â Deutsche Gesellschaft fĂźr Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP): Leitlinie: Autismus-Spektrum-StĂśrungen im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter. In: AWMF. 2023, abgerufen am 5. Oktober 2025.
cite-note-4-161156. â Georg Theunissen: Menschen im Autismus-Spektrum: Verstehen, annehmen, unterstĂźtzen. Kohlhammer, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-17-025393-3.
cite-note-162157. â Deutsche Gesellschaft fĂźr Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN): S3-Leitlinie Autismus-Spektrum-StĂśrungen, Teil 2: Therapie. (PDF) In: AWMF. 2021, abgerufen am 5. Oktober 2025.
cite-note-163158. â Autismus: Ambulanzen und Sprechstunden sind Ăźberlaufen. Spiegel online, 2. April 2014, abgerufen am 23. Dezember 2014.
cite-note-164159. â Advice and guidance. National Autistic Society, abgerufen am 25. April 2023 (englisch).
cite-note-5-165160. â Einen Ăberblick bietet: Fritz Poustka (2004): Ratgeber autistische StĂśrungen. Informationen fĂźr Betroffene, Eltern, Lehrer und Erzieher. Hogrefe, ISBN 3-8017-1633-3, S. 52â61. Zitate zu Verfahren ohne Wirksamkeitsnachweis (S. 59), zu Impfschäden (S. 60).
cite-note-166161. â WeiterfĂźhrende Informationen enthält: Michaela WeiĂ (2002). Autismus. Therapien im Vergleich. Ein Handbuch fĂźr Therapeuten und Eltern. Edition Marhold, 2002, ISBN 3-89166-997-6.
cite-note-167162. â Dieter Ebert, Thomas Fangmeier, Andrea Lichtblau, Julia Peters, Monica Biscaldi-Schäfer, Ludger Tebartz van Elst: Asperger-Autismus und hochfunktionaler Autismus bei Erwachsenen. Ein Therapiemanual der Freiburger Autismus-Studiengruppe. Hogrefe Verlag, GĂśttingen 2013, ISBN 978-3-8409-2501-6.
cite-note-pmid26077193-168163. â T. S. Brugha, L. Doos, A. Tempier, S. Einfeld, P. Howlin: Outcome measures in intervention trials for adults with autism spectrum disorders; a systematic review of assessments of core autism features and associated emotional and behavioural problems. In: International journal of methods in psychiatric research. Band 24, Nummer 2, Juni 2015, S. 99â115, doi:10.1002/mpr.1466, PMID 26077193 (Review).
cite-note-169164. â Julie Lounds Taylor, Dwayne Dove, Jeremy Veenstra-VanderWeele, Nila A. Sathe, Melissa L. McPheeters: Interventions for Adolescents and Young Adults With Autism Spectrum Disorders (= AHRQ Comparative Effectiveness Reviews). Agency for Healthcare Research and Quality (US), Rockville MD 1. Januar 2012, PMID 23035276 (ncbi.nlm.nih.gov [abgerufen am 24. April 2017]).
cite-note-170165. â Q. Yu, E. Li, L. Li, W. Liang: Efficacy of Interventions Based on Applied Behavior Analysis for Autism Spectrum Disorder: A Meta-Analysis. In: Psychiatry Investigation. 8. Mai 2020, abgerufen am 5. Oktober 2025 (englisch).
cite-note-171166. â S. Sharma, A. Hucker, T. Matthews, D. Grohmann, K. R. Laws: Cognitive behavioural therapy for anxiety in children and young people on the autism spectrum: a systematic review and meta-analysis. In: BMC Psychology. 1. Oktober 2021, abgerufen am 5. Oktober 2025 (englisch).
cite-note-172167. â L. A. Vismara, S. J. Rogers: Behavioral treatments in autism spectrum disorder: what do we know? In: Annual Review of Clinical Psychology. 2010, abgerufen am 5. Oktober 2025 (englisch).
cite-note-173168. â T. Smith, S. Iadarola: Evidence Base Update for Autism Spectrum Disorder. In: Journal of Clinical Child & Adolescent Psychology. 2. Oktober 2015, abgerufen am 5. Oktober 2025 (englisch).
cite-note-174169. â Deutsche Gesellschaft fĂźr Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN): S3-Leitlinie Autismus-Spektrum-StĂśrungen, Teil 2: Therapie. (PDF) In: AWMF. 2021, abgerufen am 5. Oktober 2025.
cite-note-175170. â L. Tebartz van Elst, T. Fangmeier, U. M. Schaller, O. Hennig, M. Kieser, K. Koelkebeck, C. Kuepper, V. Roessner, D. Wildgruber, I. Dziobek: FASTER and SCOTT & EVA trainings for adults with high-functioning autism spectrum disorder (ASD): study protocol for a randomized controlled trial. In: Trials. 8. April 2021, abgerufen am 5. Oktober 2025 (englisch).
cite-note-176171. â Phil Reed: Evaluation of Early Intervention (Memento vom 28. September 2007 im Internet Archive) (MS PowerPoint; 2,2 MB)
cite-note-177172. â NAS EarlyBird.
cite-note-178173. â D. A. Baribeau, E. Anagnostou: An update on medication management of behavioral disorders in autism. In: Current psychiatry reports. Band 16, Nummer 3, März 2014, S. 437, doi:10.1007/s11920-014-0437-0, PMID 24488702 (Review).
cite-note-8-179174. â Frank Kirchhoff u. a.: Einsatz von Melatonin bei Kindern mit SchlafstĂśrungen â Stellungnahme der Arbeitsgruppe Pädiatrie der Deutschen Gesellschaft fĂźr Schlafforschung und Schlafmedizin e. V. (DGSM). (PDF) In: DGSM. Deutsche Gesellschaft fĂźr Schlafforschung und Schlafmedizin e. V., 2018, abgerufen am 27. Oktober 2022.
cite-note-180175. â Luise Poustka: Psychopharmakologie bei Autismus Spektrum StĂśrungen (Memento vom 27. Mai 2016 im Internet Archive). (PDF; 1,2 MB) Klinik fĂźr Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am Zentralinstitut fĂźr seelische Gesundheit Mannheim. Ulm 2012.
cite-note-181176. â Bundesministerium fĂźr Arbeit und Soziales: Leistungen nach dem SGB IX. Abgerufen am 5. Oktober 2025.
cite-note-182177. â Temple Grandin, Aubrey H. Fine, Christine M. Bowers: The use of therapy animals with individuals with autism spectrum disorders. In: Handbook on Animal-Assisted Therapy. Elsevier, 2010, ISBN 978-0-12-381453-1, S. 247â264, doi:10.1016/b978-0-12-381453-1.10013-3.
cite-note-35-183178. â Jessica F. Scherr, Elizabeth M. Kryszak, James A. Mulick: Autism Spectrum. In: Stephen Hupp (Hrsg.): Pseudoscience in Child and Adolescent Psychotherapy: A Skeptical Field Guide. Cambridge University Press, Cambridge 2019, ISBN 978-1-316-79809-6, S. 28â49, doi:10.1017/9781316798096.005.
cite-note-184179. â Georg Feuser: Aspekte einer Kritik des Verfahrens des âerzwungenen Haltensâ (Festhaltetherapie) bei autistischen und anders behinderten Kindern und Jugendlichen. Abgerufen am 8. Januar 2018.
cite-note-185180. â Helmut Remschmidt: Autismus: Erscheinungsformen, Ursachen, Hilfen. 2., aktualisierte Auflage. MĂźnchen, Beck 2002, ISBN 3-406-44747-3, S. 80.
cite-note-benz-186181. â U. Benz: Festhaltetherapien â Ein Plädoyer gegen umstrittene Therapieverfahren. In: Psychosozial-Verlag. 2013, abgerufen am 5. Oktober 2025.
cite-note-187182. â I. Breyer: Das festgehaltene Kind. Therapie und Gewalt. In: Forum Kritische Psychologie â Neue Folge. 2023, abgerufen am 5. Oktober 2025.
cite-note-188183. â J. Mercer: Holding therapy: a harmful mental health intervention. In: Focus on Alternative and Complementary Therapies. 9. April 2013, abgerufen am 5. Oktober 2025 (englisch).
cite-note-189184. â A. MĂźller-Lissner: Gesundheit: Und bist du nicht willig. In: Der Tagesspiegel. 8. Oktober 2004, abgerufen am 5. Oktober 2025.
cite-note-190185. â A. MĂźller-Lissner: Kritik an Autismus-Therapien: In nasse TĂźcher gewickelt und festgehalten. In: Der Tagesspiegel. 9. Februar 2012, abgerufen am 5. Oktober 2025.
cite-note-191186. â Shanthi Krishnaswami, Melissa L. McPheeters, Jeremy Veenstra-VanderWeele: A Systematic Review of Secretin for Children With Autism Spectrum Disorders. In: Pediatrics. Band 127, Nr. 5, 2011, S. e1322âe1325, doi:10.1542/peds.2011-0428, PMID 21464196, PMC 3387870 (freier Volltext).
cite-note-9-192187. â A. Thapar, M. Rutter: Genetic Advances in Autism. In: Journal of autism and developmental disorders. Band 51, Nummer 12, Dezember 2021, S. 4321â4332, doi:10.1007/s10803-020-04685-z, PMID 32940822, PMC 8531042 (freier Volltext) (Review)
cite-note-pmid32206584-193188. â H. Hodges, C. Fealko, N. Soares: Autism spectrum disorder: definition, epidemiology, causes, and clinical evaluation. In: Translational pediatrics. Band 9, Suppl 1 Februar 2020, S. S55âS65, doi:10.21037/tp.2019.09.09, PMID 32206584, PMC 7082249 (freier Volltext) (Review).
cite-note-194189. â Beata Tick, Patrick Bolton, Francesca HappĂŠ, Michael Rutter, FrĂźhling Rijsdijk: Heritability of autism spectrum disorders: a metaâanalysis of twin studies. In: Journal of Child Psychology and Psychiatry. Band 57, Nr. 5, Mai 2016, ISSN 0021-9630, S. 585â595, doi:10.1111/jcpp.12499, PMID 26709141, PMC 4996332 (freier Volltext) â (wiley.com [abgerufen am 30. August 2025]).
cite-note-195190. â Ann Genovese, Merlin G. Butler: The Autism Spectrum: Behavioral, Psychiatric and Genetic Associations. In: Genes. Band 14, Nr. 3, 9. März 2023, ISSN 2073-4425, S. 677, doi:10.3390/genes14030677, PMID 36980949, PMC 10048473 (freier Volltext) â (mdpi.com [abgerufen am 30. August 2025]).
cite-note-196191. â David Kainer, Alan R. Templeton, Erica T. Prates, Daniel Jacboson, Euan R.O. Allan, Sharlee Climer, Michael R. Garvin: Structural variants identified using non-Mendelian inheritance patterns advance the mechanistic understanding of autism spectrum disorder. In: Human Genetics and Genomics Advances. Band 4, Nr. 1, Januar 2023, S. 100150, doi:10.1016/j.xhgg.2022.100150, PMID 36340933, PMC 9634371 (freier Volltext) â (elsevier.com [abgerufen am 30. August 2025]).
cite-note-197192. â Dan Bai, Benjamin Hon Kei Yip, Gayle C. Windham, Andre Sourander, Richard Francis, Rinat Yoffe, Emma Glasson, Behrang Mahjani, Auli Suominen, Helen Leonard, Mika Gissler, Joseph D. Buxbaum, Kingsley Wong, Diana Schendel, Arad Kodesh, Michaeline Breshnahan, Stephen Z. Levine, Erik T. Parner, Stefan N. Hansen, Christina Hultman, Abraham Reichenberg, Sven Sandin: Association of Genetic and Environmental Factors With Autism in a 5-Country Cohort. In: JAMA Psychiatry. Band 76, Nr. 10, 1. Oktober 2019, ISSN 2168-622X, S. 1035â1043, doi:10.1001/jamapsychiatry.2019.1411.
cite-note-198193. â Stephan J. Sanders, Michael T. Murtha, Abha R. Gupta, John D. Murdoch, Melanie J. Raubeson, A. Jeremy Willsey, A. Gulhan Ercan-Sencicek, Nicholas M. DiLullo, Neelroop N. Parikshak, Jason L. Stein, Michael F. Walker, Gordon T. Ober, Nicole A. Teran, Youeun Song, Paul El-Fishawy, Ryan C. Murtha, Murim Choi, John D. Overton, Robert D. Bjornson, Nicholas J. Carriero, Kyle A. Meyer, Kaya Bilguvar, Shrikant M. Mane, Nenad Sestan, Richard P. Lifton, Murat GĂźnel, Kathryn Roeder, Daniel H. Geschwind, Bernie Devlin, Matthew W. State: De novo mutations revealed by whole-exome sequencing are strongly associated with autism. In: Nature. Band 485, Nr. 7397, 4. April 2012, ISSN 1476-4687, S. 237â241, doi:10.1038/nature10945, PMID 22495306, PMC 3667984 (freier Volltext) â (nih.gov [abgerufen am 30. August 2025]).
cite-note-199194. â A. Havdahl, M. Niarchou, A. Starnawska, M. Uddin, C. van der Merwe, V. Warrier: Genetic contributions to autism spectrum disorder. In: Psychological Medicine. Band 51, Nr. 13, Oktober 2021, ISSN 0033-2917, S. 2260â2273, doi:10.1017/S0033291721000192 (cambridge.org [abgerufen am 30. August 2025]).
cite-note-201195. â Autismus: Ursachen, Formen, FrĂźherkennung. 4. Juli 2024, abgerufen am 12. November 2025.
cite-note-203197. â Inge Kamp-Becker, Sven BĂślte: Autismus (= UTB. Nr. 3567). 4. Auflage. Ernst Reinhardt Verlag, MĂźnchen 2024, ISBN 978-3-8385-6315-2, S. 31 ff.
cite-note-sinzig-204198. â Judith Sinzig: FrĂźhkindlicher Autismus. Springer, 2011, S. 3, 31â40 (Auszug (Google)).
cite-note-205199. â William Mandy, Meng-Chuan Lai: Annual Research Review: The role of the environment in the developmental psychopathology of autism spectrum condition. In: Journal of Child Psychology and Psychiatry, and Allied Disciplines. Band 57, Nr. 3, März 2016, ISSN 1469-7610, S. 271â292, doi:10.1111/jcpp.12501, PMID 26782158.
cite-note-pmid30986133-206200. â F. DeStefano, T. T. Shimabukuro: The MMR Vaccine and Autism. In: Annual review of virology. Band 6, Nummer 1, September 2019, S. 585â600, doi:10.1146/annurev-virology-092818-015515, PMID 30986133, PMC 6768751 (freier Volltext) (Review).
cite-note-pmid25891007-207201. â C. Ecker, S. Y. Bookheimer, D. G. Murphy: Neuroimaging in autism spectrum disorder: brain structure and function across the lifespan. In: The Lancet. Neurology. [elektronische VerĂśffentlichung vor dem Druck] April 2015, doi:10.1016/S1474-4422(15)00050-2, PMID 25891007 (Review).
cite-note-pmid26021712-208202. â A. Ornoy, L. Weinstein-Fudim, Z. Ergaz: Prenatal factors associated with autism spectrum disorder (ASD). In: Reproductive toxicology (Elmsford, N.Y.). [elektronische VerĂśffentlichung vor dem Druck] Mai 2015, doi:10.1016/j.reprotox.2015.05.007, PMID 26021712 (Review).
cite-note-pmid34322943-209203. â M. Arioli, Z. Cattaneo, E. Ricciardi, N. Canessa: Overlapping and specific neural correlates for empathizing, affective mentalizing, and cognitive mentalizing: A coordinate-based meta-analytic study. In: Human brain mapping. Band 42, Nummer 14, Oktober 2021, S. 4777â4804, doi:10.1002/hbm.25570, PMID 34322943, PMC 8410528 (freier Volltext) (Review).
cite-note-pmid35882091-210204. â A. Del Casale, S. Ferracuti, A. Alcibiade, S. Simone, M. N. Modesti, M. Pompili: Neuroanatomical correlates of autism spectrum disorders: A meta-analysis of structural magnetic resonance imaging (MRI) studies. In: Psychiatry research. Neuroimaging. Band 325, September 2022, S. 111516, doi:10.1016/j.pscychresns.2022.111516, PMID 35882091 (Review).
cite-note-pmid36138872-211205. â A. Hengstschläger, A. Sommerlad, J. Huntley: What Are the Neural Correlates of Impaired Awareness of Social Cognition and Function in Dementia? A Systematic Review. In: Brain sciences. Band 12, Nummer 9, August 2022, doi:10.3390/brainsci12091136, PMID 36138872, PMC 9496823 (freier Volltext) (Review).
cite-note-pmid33126911-212206. â T. Mei, A. Llera, u. a.: Gray matter covariations and core symptoms of autism: the EU-AIMS Longitudinal European Autism Project. In: Molecular autism. Band 11, Nummer 1, Oktober 2020, S. 86, doi:10.1186/s13229-020-00389-4, PMID 33126911, PMC 7596954 (freier Volltext).
cite-note-213207. â A. M. Persico, V. Napolioni: Autism genetics. In: Behavioural brain research. Band 251, August 2013, S. 95â112, doi:10.1016/j.bbr.2013.06.012, PMID 23769996 (Review).
cite-note-214208. â C. Betancur: Etiological heterogeneity in autism spectrum disorders: more than 100 genetic and genomic disorders and still counting. In: Brain research. Band 1380, März 2011, S. 42â77, doi:10.1016/j.brainres.2010.11.078, PMID 21129364 (Review).
cite-note-215209. â S. De Rubeis, J. D. Buxbaum: Genetics and genomics of autism spectrum disorder: Embracing complexity. In: Human Molecular Genetics. [elektronische VerĂśffentlichung vor dem Druck] Juli 2015, doi:10.1093/hmg/ddv273, PMID 26188008 (Review).
cite-note-pmid29325621-216210. â G. Ramaswami, D. H. Geschwind: Genetics of autism spectrum disorder. In: Handbook of clinical neurology. Band 147, 2018, S. 321â329, doi:10.1016/B978-0-444-63233-3.00021-X, PMID 29325621 (Review), PDF.
cite-note-pmid29574884-217211. â M. Woodbury-Smith, S. W. Scherer: Progress in the genetics of autism spectrum disorder. In: Developmental medicine and child neurology. Band 60, Nummer 5, 05 2018, S. 445â451, doi:10.1111/dmcn.13717, PMID 29574884 (Review) (freier Volltext).
cite-note-pmid27894357-218212. â R. Acuna-Hidalgo, J. A. Veltman, A. Hoischen: New insights into the generation and role of de novo mutations in health and disease. In: Genome biology. Band 17, Nummer 1, 11 2016, S. 241, doi:10.1186/s13059-016-1110-1, PMID 27894357, PMC 5125044 (freier Volltext) (Review).
cite-note-219213. â Thomas W. Frazier, Lee Thompson, Eric A. Youngstrom, Paul Law, Antonio Y. Hardan, Charis Eng, Nathan Morris: A Twin Study of Heritable and Shared Environmental Contributions to Autism. In: Journal of Autism and Developmental Disorders. Band 44, Nr. 8, 2014, S. 2013â2025, doi:10.1007/s10803-014-2081-2, PMID 24604525, PMC 4104233 (freier Volltext).
cite-note-220214. â M. A. Just, V. L. Cherkassky, T. A. Keller, N. J. Minshew: Cortical activation and synchronization during sentence comprehension in high-functioning autism: evidence of underconnectivity. In: Brain : a journal of neurology. Band 127, Nummer 8, August 2004, S. 1811â1821, doi:10.1093/brain/awh199, PMID 15215213 (freier Volltext).
cite-note-221215. â H. Koshino, Patricia A. Carpenter, N. J. Minshew, V. L. Cherkassky, T. A. Keller, Marcel A. Just: Functional connectivity in an fMRI working memory task in high-functioning autism. In: NeuroImage. Band 24, Nummer 3, Februar 2005, S. 810â821, doi:10.1016/j.neuroimage.2004.09.028, PMID 15652316.
cite-note-222216. â M. A. Just, V. L. Cherkassky, T. A. Keller, R. K. Kana, N. J. Minshew: Functional and anatomical cortical underconnectivity in autism: evidence from an FMRI study of an executive function task and corpus callosum morphometry. In: Cerebral cortex (New York, N.Y.: 1991). Band 17, Nummer 4, April 2007, S. 951â961, doi:10.1093/cercor/bhl006, PMID 16772313, PMC 4500121 (freier Volltext).
cite-note-223217. â R. A. MĂźller, P. Shih, B. Keehn, J. R. Deyoe, K. M. Leyden, D. K. Shukla: Underconnected, but how? A survey of functional connectivity MRI studies in autism spectrum disorders. In: Cerebral cortex (New York, N.Y. : 1991). Band 21, Nummer 10, Oktober 2011, S. 2233â2243, doi:10.1093/cercor/bhq296, PMID 21378114, PMC 3169656 (freier Volltext) (Review).
cite-note-224218. â J. O. Maximo, E. J. Cadena, R. K. Kana: The implications of brain connectivity in the neuropsychology of autism. In: Neuropsychology review. Band 24, Nummer 1, März 2014, S. 16â31, doi:10.1007/s11065-014-9250-0, PMID 24496901, PMC 4059500 (freier Volltext) (Review).
cite-note-225219. â D. E. Welchew, C. Ashwin, K. Berkouk, R. Salvador, J. Suckling, S. Baron-Cohen, E. Bullmore: Functional disconnectivity of the medial temporal lobe in Aspergerâs syndrome. In: Biological psychiatry. Band 57, Nummer 9, Mai 2005, S. 991â998, doi:10.1016/j.biopsych.2005.01.028, PMID 15860339.
cite-note-pmid28102992-226220. â M. Ng, J. G. de Montigny, M. Ofner, M. T. Do: Environmental factors associated with autism spectrum disorder: a scoping review for the years 2003â2013. In: Health Promotion and Chronic Disease Prevention in Canada: Research, Policy and Practice. Band 37, Nummer 1, Januar 2017, S. 1â23, PMID 28102992, PMC 5480297 (freier Volltext) (Review).
cite-note-227221. â D. A. Rossignol, S. J. Genuis, R. E. Frye: Environmental toxicants and autism spectrum disorders: a systematic review. In: Translational Psychiatry. 4, 2014, S. e360, doi:10.1038/tp.2014.4.
cite-note-228222. â Amy E. Kalkbrenner, Rebecca J. Schmidt, Annie C. Penlesky: Environmental Chemical Exposures and Autism Spectrum Disorders: A Review of the Epidemiological Evidence. In: Current Problems in Pediatric and Adolescent Health Care. 44, 2014, S. 277â318, doi:10.1016/j.cppeds.2014.06.001.
cite-note-229223. â S. T. Schultz: Does thimerosal or other mercury exposure increase the risk for autism? A review of current literature. In: Acta neurobiologiae experimentalis. Band 70, Nummer 2, 2010, S. 187â195, PMID 20628442 (freier Volltext) (Review).
cite-note-230224. â K. Yoshimasu, C. Kiyohara, S. Takemura, K. Nakai: A meta-analysis of the evidence on the impact of prenatal and early infancy exposures to mercury on autism and attention deficit/hyperactivity disorder in the childhood. In: Neurotoxicology. Band 44, September 2014, S. 121â131, doi:10.1016/j.neuro.2014.06.007, PMID 24952233 (Review).
cite-note-234228. â Eric Fombonne u. a.: Pervasive developmental disorders in Montreal, Quebec, Canada: prevalence and links with immunizations. In: Pediatrics. 118. Jg., Nr. 1, 2006, PMID 16818529, S. e139â50 (PDF; 584 kB).
cite-note-237231. â K. Weisser, K. Bauer, P. Volkers, B. Keller-Stanislawski (Paul-Ehrlich-Institut): Thiomersal und Impfungen. In: Bundesgesundheitsblatt â Gesundheitsforschung â Gesundheitsschutz. Bd. 47, 2004, S. 1165â1174, doi:10.1007/s00103-004-0943-z (PDF; 262 kB (Memento vom 21. April 2017 im Internet Archive)).
cite-note-240234. â Brian Deer: Revealed: MMR Research Scandal In: The Sunday Times (London) 22. Februar 2004
cite-note-242236. â Cinthia BriseĂąo: ZurĂźckgezogene Studie: Das offizielle Ende eines Forschungsskandals. In: Spiegel Online. 3. Februar 2010, abgerufen am 27. Dezember 2014.
cite-note-243237. â Forschungsskandal: Britischer Autismus-Arzt erhält Berufsverbot. In: Spiegel Online. 24. Mai 2010, abgerufen am 27. Dezember 2014.
cite-note-244238. â FDA Decision on Thimerosal. In: neurodiversity weblog. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 19. April 2013; abgerufen am 15. August 2016 (englisch, Brief von Jeffrey Shuren (FDA)). (PDF; 2,9 MB).
cite-note-245239. â Robert Koch-Institut in Schutzimpfungen â 20 Einwände und Antworten des Robert Koch-Instituts und des Paul-Ehrlich-Instituts (Memento vom 24. April 2023 im Internet Archive).
cite-note-246240. â Thimerosal: updated statement. An Advisory Committee Statement. In: National Advisory Committee on Immunization (Hrsg.): Can Commun Dis Rep. Band 33, ACSâ6, 2007, S. 1â13, PMID 17663033 (englisch, phac-aspc.gc.ca).
cite-note-247241. â American Medical Association: AMA Welcomes New IOM Report Rejecting Link Between Vaccines and Autism. 18. Mai 2004, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 6. Oktober 2012; abgerufen am 23. Juli 2007.
cite-note-248242. â Mirella Dapretto e.a.: Understanding emotions in others: mirror neuron dysfunction in children with autism spectrum disorders. Nature Neuroscience, 4. Dezember 2005, abgerufen am 20. Oktober 2011. doi:10.1038/nn1611
cite-note-250244. â A. F. Hamilton: Reflecting on the mirror neuron system in autism: a systematic review of current theories. In: Developmental cognitive neuroscience. Band 3, Januar 2013, S. 91â105, doi:10.1016/j.dcn.2012.09.008, PMID 23245224 (Review).
cite-note-251245. â A. L. Guyatt, J. Heron, B. l. Knight, J. Golding, D. Rai: Digit ratio and autism spectrum disorders in the Avon Longitudinal Study of Parents and Children: a birth cohort study. In: BMJ open. Band 5, Nummer 8, 2015, S. e007433, doi:10.1136/bmjopen-2014-007433, PMID 26307613, PMC 4550720 (freier Volltext).
cite-note-252246. â I. Hauth, Y. G. de Bruijn, W. Staal, J. K. Buitelaar, N. N. Rommelse: Testing the extreme male brain theory of autism spectrum disorder in a familial design. In: Autism research : official journal of the International Society for Autism Research. Band 7, Nummer 4, August 2014, S. 491â500, doi:10.1002/aur.1384, PMID 24777834.
cite-note-pmid26989195-253247. â K. Alaerts, S. P. Swinnen, N. Wenderoth: Sex differences in autism: a resting-state fMRI investigation of functional brain connectivity in males and females. In: Social cognitive and affective neuroscience. Band 11, Nummer 6, Juni 2016, S. 1002â1016, doi:10.1093/scan/nsw027, PMID 26989195, PMC 4884321 (freier Volltext).
cite-note-pmid29504047-254248. â S. L. Ferri, T. Abel, E. S. Brodkin: Sex Differences in Autism Spectrum Disorder: a Review. In: Current psychiatry reports. Band 20, Nummer 2, März 2018, S. 9, doi:10.1007/s11920-018-0874-2, PMID 29504047, PMC 6477922 (freier Volltext) (Review).
cite-note-255249. â C. A. Molloy, P. Manning-Courtney: Prevalence of chronic gastrointestinal symptoms in children with autism and autistic spectrum disorders. In: Autism. The international Journal of Research and Practice. Band 7, Nummer 2, Juni 2003, S. 165â171, PMID 12846385.
cite-note-256250. â E. Y. Hsiao: Gastrointestinal issues in autism spectrum disorder. In: Harvard review of psychiatry. Band 22, Nummer 2, 2014 Mar-Apr, S. 104â111, doi:10.1097/HRP.0000000000000029, PMID 24614765 (Review).
cite-note-257251. â C. A. Erickson, K. A. Stigler, M. R. Corkins, D. J. Posey, J. F. Fitzgerald, C. J. McDougle: Gastrointestinal factors in autistic disorder: a critical review. In: Journal of autism and developmental disorders. Band 35, Nummer 6, Dezember 2005, S. 713â727, doi:10.1007/s10803-005-0019-4, PMID 16267642 (Review).
cite-note-aspie-258252. â Carol Gray und Tony Attwood: Die Entdeckung von âAspieâ, 1999. (PDF; 29 kB)
cite-note-259253. â C. E. Robertson, D. J. Kravitz, J. Freyberg, S. Baron-Cohen, C. I. Baker: Tunnel vision: sharper gradient of spatial attention in autism. In: The Journal of neuroscience : the official journal of the Society for Neuroscience. Band 33, Nummer 16, April 2013, S. 6776â6781, doi:10.1523/JNEUROSCI.5120-12.2013, PMID 23595736, PMC 3640213 (freier Volltext).
cite-note-260254. â L. KĂŠĂŻta, J. Guy, C. Berthiaume, L. Mottron, A. Bertone: An early origin for detailed perception in Autism Spectrum Disorder: biased sensitivity for high-spatial frequency information. In: Scientific reports. Band 4, 2014, S. 5475, doi:10.1038/srep05475, PMID 24993026, PMC 4081897 (freier Volltext).
cite-note-261255. â Elisabeth L. Hill, Uta Frith: Understanding autism: insights from mind and brain. In: Philosophical Transactions of the Royal Society of London B: Biological Sciences. Band 358, Nr. 1430, 28. Februar 2003, ISSN 0962-8436, S. 281â289, doi:10.1098/rstb.2002.1209, PMID 12639326, PMC 1693123 (freier Volltext).
cite-note-262256. â Melanie Eberhardt, Christoph M. MĂźller: Sprachverständnis bei Menschen mit Autismus. Ausdruck einer detailorientierten Informationsverarbeitung? (PDF; 485 kB) In: pedocs.de. Abgerufen am 6. Juni 2016.
cite-note-263257. â Peter Vermeulen: Autismus als Kontextblindheit. 1. Auflage. Vandenhoeck & Ruprecht, GĂśttingen 2016, ISBN 978-3-525-49010-5.
cite-note-264258. â Wissenschaftliche Gesellschaft Autismus-Spektrum (WGAS), abgerufen am 1. Dezember 2015.
cite-note-265259. â ohchr.org
cite-note-266260. â Enthinderungsselbsthilfe von Autisten fĂźr Autisten (und AngehĂśrige) BSG stärkt Anspruch von Autisten auf barrierefreie Kommunikation. In: enthinderung.de. 3. Dezember 2013, abgerufen am 23. September 2017.
cite-note-gegenueberstellung-267261. â Buzer.de: GegenĂźberstellung der vor dem 10.03.2010 geltenden Fassung mit der aktuellen Fassung (âAutistische Syndromeâ stehen sowohl im Teil A, Nr. 5.d)bb) als auch im Teil B, Nr. 3.5 und Nr. 3.5.1), abgerufen am 23. September 2017 (Volltext).
cite-note-268262. â Buzer.de: Dritte Verordnung zur Ănderung der Versorgungsmedizin-Verordnung (3. VersMedVĂndV) (âAutistische Syndromeâ stehen in den Artikeln 1.a) sowie 2.a) ), abgerufen am 23. September 2017 (Volltext).
cite-note-269263. â Buzer.de: Vierte Verordnung zur Ănderung der Versorgungsmedizin-Verordnung (4. VersMedVĂndV) (âAutistische Syndromeâ stehen in Artikel 1., a) bis d) ), abgerufen am 23. September 2017 (Volltext).
cite-note-270264. â BMAS: FrĂźhere Anhaltspunkte fĂźr die ärztliche Gutachtertätigkeit im sozialen Entschädigungsrecht und nach dem Schwerbehindertenrecht (Teil 2 SGB IX), abgerufen am 23. September 2017, PDF, 5 MB.
cite-note-02-271265. â Uwe Henrik Peters (2007): WĂśrterbuch der Psychiatrie und medizinischen Psychologie. 6. Neuauflage. Fischer bei Elsevier, ISBN 978-3-437-15061-6. Siehe Autismus (Seite 58).
cite-note-272266. â Sigmund Freud: Massenpsychologie und Ich-Analyse. In: GW. XIII, S. 73 f.
cite-note-276270. â Cristina Maria Pozzi, Rudimar dos Santos Riesgo, Francisco Baptista Assumpção Junior: Revisiting the history of autism before Kanner and Asperger: a tribute to Grunya Sukhareva. In: Arquivos de Neuro-Psiquiatria. Band 82, Nr. 08, August 2024, ISSN 0004-282X, S. 001â003, doi:10.1055/s-0044-1788269 (thieme-connect.de [abgerufen am 7. April 2025]).
cite-note-277271. â Leo Kanner: Early infantile autism. In: The Journal of Pediatrics. Band 25, Nr. 3, 1944, S. 211â217, doi:10.1016/S0022-3476(44)80156-1.
cite-note-278272. â Hans Asperger: âAutistic psychopathyâ in childhood. In: Uta Frith (Hrsg.): Autism and Asperger syndrome. 20. Auflage. Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-0-521-38608-1, S. 37â92 (englisch).
cite-note-279273. â Isabel Dziobek, Sandra Stoll: Hochfunktionaler Autismus bei Erwachsenen: ein kognitiv-verhaltenstherapeutisches Manual (= Kohlhammer Manuale). Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2019, ISBN 978-3-17-034491-4 (Kapitel 1.1.1., Geschichte, zitiert nach der EPUB-Ausgabe).
cite-note-280274. â Georg Theunissen, Michael Schubert: Starke Kunst von Autisten und Savants. Ăber auĂergewĂśhnliche Bildwerke, Kunsttherapie und Kunstunterricht Freiburg im Breisgau, Lambertus (2010)
cite-note-2812. Bruce Fessier: 'Westworld' star Anthony Hopkins explores consciousness. Abgerufen am 29. November 2025 (amerikanisches Englisch).
cite-note-2823. Bill Gates Exclusive: I'm On The Autism Spectrum, It Never Goes Away. In: www.ndtv.com. (ndtv.com [abgerufen am 29. November 2025]).
cite-note-2834. Dan Martin: Vines cancel live shows over frontman's illness. In: The Guardian. 18. November 2008, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 29. November 2025]).
cite-note-2845. Donna Williams: About me. Abgerufen am 29. November 2025.
cite-note-2856. Hope King: Elon Musk opens up about growing up with Asperger's. 15. April 2022, abgerufen am 30. November 2025 (englisch).
cite-note-2867. deutschlandfunkkultur.de: Greta Thunbergs Erfolgsgeheimnis - Die politische Kraft des Autismus. 21. Januar 2021, abgerufen am 30. November 2025.
cite-note-2878. Grimes Reveals She Was Recently Diagnosed with ADHD and Autism. Abgerufen am 30. November 2025 (englisch).
cite-note-2889. 2015-1223-MURDOCK-I. Abgerufen am 30. November 2025.
cite-note-28910. Straczynski, J. Michael [@straczynski] (27. Dezember 2016). âOne of the reasons I'm a decent writer is that to cope with Aspergers I grew up modeling the behavior and speech of othersâ (Tweet).
cite-note-29011. Daphne Lockyer: Award-Winning Actor Paddy Considine: âKnowing I Have Aspergerâs Is A Reliefâ. In: www.aspie-editorial.com. 13. April 2011, abgerufen am 30. November 2025.
cite-note-29112. Catherine Deveney: Susan Boyle: my relief at discovering that I have Asperger's. In: The Guardian. 8. Dezember 2013, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 30. November 2025]).
cite-note-29213. Tim Burton's Link to Autism and Its Influence | All Star ABA. 2. August 2024, abgerufen am 30. November 2025 (englisch).
cite-note-29314. Tim Page: Parallel Play. In: The New Yorker. 13. August 2007, ISSN 0028-792X (newyorker.com [abgerufen am 30. November 2025]).
cite-note-29415. Emily Willingham: 'Wall Street' Actress Daryl Hannah Is An Autistic Woman. In: Forbes. (forbes.com [abgerufen am 30. November 2025]).
cite-note-29516. Sarah Ewing: Under the microscope with Dan Aykroyd. 10. Dezember 2013, abgerufen am 30. November 2025.
cite-note-29617. 129-cap Lioness Lucy Bronze reveals how autism and ADHD give her a game-changing 'advantage'. 19. März 2025, abgerufen am 30. November 2025 (britisches Englisch).
cite-note-29718. David Fricke: Courtney Love: Life Without Kurt. In: Rolling Stone. 15. Dezember 1994, abgerufen am 30. November 2025 (amerikanisches Englisch).
cite-note-29819. Zing Tsjeng: âThereâs No Reason For People Not To Knowâ: Bella Ramsey Opens Up About Their Liberating Autism Diagnosis & The Epic New Season Of âThe Last Of Usâ. 19. März 2025, abgerufen am 30. November 2025 (britisches Englisch).
cite-note-29920. Devon Price: Wentworth Miller, Mental Health Stigma, and Masked Autism. In: Medium. 29. Juli 2021 (medium.com [abgerufen am 30. November 2025]).
cite-note-30021. Mild autismhas 'selective advantages'. In: msnbc.com. 25. Februar 2005 (nbcnews.com [abgerufen am 30. November 2025]).
cite-note-30122. He Is a Journalist With Autism, but in His Book, Thatâs Not the Whole Story (Published 2021). 16. August 2021 (nytimes.com [abgerufen am 30. November 2025]).
cite-note-30223. Staff Writer | June 1, 2023: Sia Says She Has 'Fully Become Myself' After Unmasking Autism Diagnosis. In: Psychiatrist.com. Abgerufen am 30. November 2025 (amerikanisches Englisch).
cite-note-30324. How Satoshi Tajiriâs autism helped create Pokemon. In: The Art of Autism. 12. August 2021, abgerufen am 30. November 2025 (amerikanisches Englisch).
cite-note-30425. Michael Fitzgerald, Brendan O'Brien: Genius genes: how Asperger talents changed the world. 1. Auflage. Autism Asperger Pub. Co, Shawnee Mission, Kan 2007, ISBN 978-1-931282-44-4, S. 199 ff.
cite-note-30526. William Reville: Barbara McClintock was an incandescent genius. Why was her work rebuffed? Abgerufen am 30. November 2025 (englisch).
cite-note-30627. Norm Ledgin, Marsha M. Ledgin: Asperger's and self-esteem: insight and hope through famous role models. Future Horizons, Arlington, Tex 2002, ISBN 1-935274-62-7.
cite-note-30829. Michael Fitzgerald, Brendan O'Brien: Genius genes: how Asperger talents changed the world. 1. Auflage. Autism Asperger Pub. Co, Shawnee Mission, Kan 2007, ISBN 978-1-931282-44-4, S. 81 ff.
cite-note-30930. Michael Fitzgerald, Brendan O'Brien: Genius genes: how Asperger talents changed the world. 1. Auflage. Autism Asperger Pub. Co, Shawnee Mission, Kan 2007, ISBN 978-1-931282-44-4, S. 51 ff.
cite-note-31031. Michael Fitzgerald, Brendan O'Brien: Genius genes: how Asperger talents changed the world. 1. Auflage. Autism Asperger Pub. Co, Shawnee Mission, Kan 2007, ISBN 978-1-931282-44-4, S. 29 ff.
cite-note-31132. Michael Fitzgerald, Antoinette Walker: Unstoppable Brilliance: Irish Geniuses and Asperger's Syndrome. Liberties Press, New York 2015, ISBN 978-1-910742-10-5.
cite-note-31233. Ioan James: Autism and Art. In: Frontiers of Neurology and Neuroscience. Band 27. S. Karger AG, 2010, ISBN 978-3-8055-9330-4, S. 168â173, doi:10.1159/000311200 (karger.com [abgerufen am 30. November 2025]).
cite-note-31435. Michael Fitzgerald, Brendan O'Brien: Genius genes: how Asperger talents changed the world. 1. Auflage. Autism Asperger Pub. Co, Shawnee Mission, Kan 2007, ISBN 978-1-931282-44-4, S. 127 ff.
cite-note-31536. The Two Faces of Glenn Gould: On His Health and Personality â Glenn Gould Foundation. Abgerufen am 30. November 2025.
cite-note-31637. Ioan James: Autism and Art. In: Frontiers of Neurology and Neuroscience. Band 27. S. Karger AG, 2010, ISBN 978-3-8055-9330-4, S. 168â173, doi:10.1159/000311200 (karger.com [abgerufen am 30. November 2025]).
cite-note-31738. Graham Farmelo: The strangest man: the hidden life of Paul Dirac, quantum genius. Faber and Faber, London 2009, ISBN 978-0-571-22278-0.
cite-note-31839. Michael Fitzgerald, Brendan O'Brien: Genius genes: how Asperger talents changed the world. Autism Asperger Publ, Shawnee Mission, Kan 2007, ISBN 978-1-931282-44-4, S. 59 ff.
cite-note-31940. Autistic women in history | Embrace Autism. Abgerufen am 30. November 2025 (amerikanisches Englisch).
cite-note-32041. Michael Fitzgerald: The genesis of artistic creativity: Asperger's syndrome and the arts. 1. publ., 2. impression Auflage. Kingsley, London 2005, ISBN 1-84310-334-6, S. 119 ff.
cite-note-32142. Writers on the spectrum: how autism and Asperger syndrome have influenced literary writing. Jessica Kingsley Publishers, London Philadelphia 2010, ISBN 978-0-85700-218-1, S. 95 ff.
cite-note-32243. Writers on the spectrum: how autism and Asperger syndrome have influenced literary writing. Jessica Kingsley Publishers, London Philadelphia 2010, ISBN 978-0-85700-218-1, S. 117 ff.
cite-note-32445. Federico Del Monte: AsperKubrick: What Life in Pictures? (academia.edu [abgerufen am 30. November 2025]).
cite-note-32546. Michael Fitzgerald: Steve Jobs: genius on the spectrum. 2021, doi:10.13140/RG.2.2.16607.64169 (researchgate.net [abgerufen am 30. November 2025]).
cite-note-sueddeut-autismus-326320. â Autismus-Serie: Alle acht Folgen. In: sz-magazin.sueddeutsche.de. Abgerufen am 23. Februar 2019.
cite-note-dgppn-2018-327321. â Preise â Pressemitteilungen 2018. In: dgppn.de. DGPPN-Gesellschaft, 20. Oktober 2017, abgerufen am 23. Februar 2019.
cite-note-332326. â Autisten. Informationen Ăźber den Dokumentarfilm von Wolfram Seeger auf dessen Website, abgerufen am 15. August 2016.
cite-note-334328. â Begleitinformationen; PDF
cite-note-335329. â Begleitinformationen; Text zur Sendung (PDF; 1,3 MB).
cite-note-336330. â Was ist Autismus? (Memento vom 17. November 2010 im Internet Archive) (inkl. Download-MĂśglichkeit (Memento vom 31. Januar 2012 im Internet Archive); MP4; 341 MB [sic!]; 28:41 Minuten) bei Planet Schule.
cite-note-337331. â sonntags: Wenn Veränderung ängstigt (Memento vom 3. Dezember 2014 im Webarchiv archive.today). In: ZDFmediathek. Abgerufen am 25. Januar 2014 (Video (Memento vom 11. März 2015 im Internet Archive)).
cite-note-338332. â Hilfe bei Autismus? Die Rolle der Bakterien hochgeladen auf YouTube, 30. September 2015, abgerufen am 17. September 2019 (vgl. dazu: Laure Naimski: Wird Autismus von Bakterien hervorgerufen? (Memento vom 16. August 2016 im Internet Archive) ebd., 30. September 2015).
cite-note-339333. â Eine ruhige Jacke. In: cineworx.ch. Abgerufen am 1. Januar 2025.
cite-note-340334. â Matthijsâ Regeln. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 6. Februar 2024.
cite-note-341335. â Matthijsâ Regeln. In: moviepilot.de. Abgerufen am 6. Juni 2016.
cite-note-342336. â Antje Behr: Ich, autistisch. In: Arte-Mediathek. 11. Februar 2023, abgerufen am 19. Januar 2024.
cite-note-343337. â Das Pferd auf dem Balkon. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 6. Februar 2024.
cite-note-345339. â Zwischen uns. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 6. Februar 2024.
cite-note-346340. â Sendungsinformationen: Kommissar Beck â Der Junge in der Glaskugel. (Memento vom 15. August 2016 im Internet Archive) In: ZDF.de. 8. Juni 2016, abgerufen am 5. März 2020.
cite-note-347341. â Schauspielerin Sofia Helin â Wie die Serie âDie BrĂźckeâ ihr Denken veränderte. Stern, 28. Februar 2016.